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ThatGuy

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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 12:00

[Test] - Dishonored 2
Als Dishonored im Jahr 2012 erschien kam es vielen wie eine Offenbarung vor. Ein Ego-Action/Stealth-Spiel ähnlich der Thief-Reihe, viele verglichen es sogar mit BioShock. Diese hohen Erwartungen erfüllte Dishonored in den Augen der meisten. So ist es keine Überraschung, dass Arkane Studios dieses Jahr eine Fortsetzung auf den Markt brachte, die mit ähnlich hohen Erwartungen herbeigesehnt wurde. In diesem Test geht es darum herausfinden ob Dishonored 2 hält was sich viele erhofft haben.

Im Großen und Ganzen ist die Handlung von Dishonored 2 kaum von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Egoistische und machthungrige Aristokraten haben einen Putsch gegen den kaiserlichen Thron gestartet. Dieser Thorn wird von der jungen Emily Kaldwin besetzt, deren Mutter, Kaiserin Jessamine Kaldwin, zu Beginn des ersten Spiels ermordet wurde. Zu Beginn des Spiels muss man sich entscheiden mit welchem Charakter man der Bedrohung entgegen treten möchte. Zur Auswahl stehen Emily selbst oder Dishonored 1 Protagonist Corvo Attano, Emilys Vater und Royal Protector.


Moment der Wahrheit: Kurz nach dem Putsch muss man sich für einen Charakter entscheiden.

Aus geschichtlicher Sicht macht es am meisten Sinn das Spiel aus Emily‘s Sicht zu erleben. Das wird schon dadurch deutlich, dass der Spieler die Introsequenz aus den Augen Emily’s sieht. Corvos Perspektive mag jedoch für den einen oder anderen interessant sein, da sie sehr nah an die Handlung des Vorgängers angelehnt ist. Auch in Dishonored 2 geht es für ihn darum die Verschwörer zu entlarven, seine Ehre wieder her zu stellen und seine Tochter Emily zu retten.

Für wen von den beiden man sich auch entscheidet, der andere wird im Zuge eines Putsches in Stein verwandelt und ist somit außer Gefecht gesetzt. Beiden Charakteren stehen unterschiedliche Kräfte zur Verfügung, was jedoch keinen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte hat. Als Corvo oder Emily gilt es nun aus der Stadt zu fliehen. Nachdem man das mit Hilfe eines Schiffs bewerkstelligt hat, landet man in der mediterranen Stadt Karnaca.

Dort trägt man Informationen über die Organisation zusammen, welche hinter dem Fall der imperialen Familie steht und bekämpft sie. Die Geschichte von Dishonored 2 ist gut inszeniert aber letztlich nichts besonderes. Egal ob man in die Rolle von Emily oder Corvo schlüpft, im Prinzip besteht die Handlung aus dem alt bekannten Aufstieg des Bösen und dem Guten, das es zurück schlägt und am Ende besiegt.

Trotz der schwächelnden Geschichte hat Dishonored 2 dennoch eine erstaunliche Tiefe. Umfangreiche Nebenquests, Unmengen an Dokumenten und Büchern die es zu lesen gilt und interessante Gespräche die zu belauschen es sich lohnt. Hinzu kommt noch das großartige Environmental Storytelling was durch die geschickte Platzierung von Objekten in der Umgebung Karnaca zu einem interessanten Ort mit überraschendem Tiefgang macht.


Die Stadt Karnaca. Hier begibt man sich auf die Suche nach Antworten.

Als Beispiel: Während man in einem Herrenhaus auf der Suche nach dem Hauptschlüssel ist, läuft einem ein Diener über den Weg, dessen Taschen man durchsucht. Dabei fällt einem eine Nachricht von seiner verflossenen Liebe in die Hände. In der Nachricht heißt es, das sie die Dienste ihres Herren verlassen hat und sich einer Bande anschloss. Eben jene Bande die man kurz zuvor bekämpft hat.

Dieser Detailreichtum sorgt dafür, dass die doch eher flache Hauptgeschichte in den Hintergrund tritt und man sich den kleinen Nebengeschichten oder Ereignissen zuwendet. Das ist jedoch mehr als in Ordnung, da dies zu einem interessanten Spielerlebnis führt, was man nicht unbedingt erwartet aber das Spiel zu einem schönen Erlebnis macht.

Während die Geschichte ab und an schwächelt punktet Dishonored 2 wo es wichtig ist, nämlich beim Spielerlebnis und den Mechaniken. Das erste Spiel der Reihe war eine gelungene Mischung aus Stealth und Action. Dishonored 2 führt diese Linie fort und verlässt sich dadurch zu Recht auf die Stärken die den ersten Teil so erfolgreich machten.

Corvo’s Fähigkeiten aus dem ersten Spiel sind komplett übernommen wurden. Das dürfte insbesondere Spielern des ersten Teils zusagen, da sie sich nicht erst an neue Fähigkeiten gewöhnen müssen sondern direkt loslegen können. Abgesehen von einer Fertigkeit und ein paar passiver Erweiterungen hat Emily völlig andere Kräfte als ihr Vater.


Bevor man richtig loslegen kann, muss man sich mit seinen Kräften vertraut machen.

Diese Tatsache ist insbesondere dann interessant wenn man bedenkt, dass sich die möglichen Herangehensweisen und Lösungen der gestellten Aufgaben und Kämpfe mehr oder weniger verdoppeln. Die Kräfte des Royal Protectors sind in der Regel mehr darauf ausgelegt einzelne Gegner zu isolieren und zu bekämpfen. Emily‘s Kräfte dagegen reflektieren ihre Rolle als Kaiserin, sie ist in der Lage gleich mehrere Wachen auf einmal in Schach zu halten. Dieser Unterschied zwischen den beiden Charakteren macht es durchaus lohnenswert das Spiel mit dem anderen Charakter erneut durchzuspielen.

Wie im ersten Spiel ist der Kern der Dishonored 2 Erfahrung die Suche nach einzigartigen und interessanten Möglichkeiten seine Kräfte zu nutzen. Der Spielspaß kommt vom experimentieren mit den verschiedenen Kräften und Werkzeugen um spielerische und kreative Wege zu finden, die Hindernisse und Aufgaben zu überwinden, die einem das Spiel in den Weg legt.

Beide Charaktere bieten interessante Optionen für eine verborgene Spielweise aber auch für den eher direkten „Alles zerschnetzeln was einem vor das Schwert läuft“-Ansatz. Der Beste Weg bleibt jedem selbst überlassen, da es selten einen offensichtlichen Hinweis seitens des Spiels gibt was am Besten klappen würde. Es sei nur so viel gesagt: Es ist durchaus möglich das Spiel durchzuspielen ohne gesehen zu werden, jemanden zu töten oder eine der übernatürlichen Kräfte zu nutzen die einem zur Verfügung stehen. Diese Betonung der Flexibilität stand schon im Vorgänger im Mittelpunkt und wurde sogar noch erweitert.


Eine typische Situation: Was tun um weiter zu kommen? Kämpfen oder umgehen.

Grafisch macht Dishonored 2 durchaus etwas her. Es ist jedoch keine HighEnd Grafik wie zum Beispiel bei Uncharted 4. Wie auch schon im ersten Teil ist die Welt sehr durch Steampunk inspiriert was mir sehr zusagt. Der größte Pluspunkt ist meiner Ansicht nach das Level Design und die Welt an sich. Etwas gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Ladezeiten zwischen den einzelnen Gebieten. Sie reißen einen aus dem Spielfluss was auf Dauer etwas lästig wird.

Dishonored 2 macht seinem Vorgänger alle Ehre. Ein solider Mix aus Stealth und Action der Spaß macht. Insbesondere fand ich es interessant die verschiedenen Kräfte zu kombinieren und so diverse Situationen auf unterschiedlichste Weise zu lösen. Wer also Dishonored mochte kann mit Teil 2 eigentlich nichts falsch machen. Spielerisch eine Wucht und grafisch ansehnlich. Lediglich die etwas flache Geschichte und die Ladezeiten könnten etwas stören aber es lohnt sich darüber hinweg zusehen.

Dishonored 2

Action,First-Person
Gameplay
+
Wahl zwischen Action oder Stealth
-
Flache Story
Präsentation
+
Ansehnliche Grafik
-
Ladezeiten zwischen den Leveln
Entwickler:
Arkane Studio
Publisher:
Bethesda Softworks
Multiplayer:
Kein Multiplayer
1 Spieler
Altersfreigabe:
18
Kurz gesagt:
Dishonored 2 ist ein würdiger Nachfolger. Großartiges Gameplay kombiniert mit ansehnlicher Grafik. Leider kommt die Story etwas zu kurz aber trotzdem eine klare Empfehlung für Stealth und Action Fans.
28. Dezember 2016 | Bewertung:
8.0
 
 
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Dishonored 2

Publisher: Bethesda Softworks
Entwickler: Arkane Studio
Releasedatum: 2016-11-11

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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 12:09

Sehe ich genauso, für mich eines der Top Titel dieses Jahr!
Es ist wie der vorangegangene Teil, einfach wunderbar und vielseitig.

Und ja es ist absolut möglich ohne Kräfte, Töten und entdeckt zu werden, jedoch ist dies echt brutal schwer, macht aber den Reiz aus und genau deswegen liebe ich es so extrem!

Definitiv ein Must have!



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Prodigy

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Mittwoch, 28. Dezember 2016, 12:33

Finde die Story in Dishonored 2 gar nicht schlecht und einfach passend. In einem Spiel wie diesem würde ich auch nicht so stark "abwerten" aufgrund der Story. Da steht die Mechanik und die Umgebung im Vordergrund, dies ist kein sehr storylastiges Game finde ich... (so wie zB Firewatch, Walking Dead, Vanishing of Ethan Carter etc.).

Eine 9 wäre hier passender gewesen, aber das sieht sicher jeder anders. Trotzdem gutes Review und eine 8 ist ja auch nicht schlecht...

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