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  • »Wolfbyte« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 6. März 2017, 13:30

[Test] - Sniper Elite 4
Es ist hehres Ziel, mit dem sich Karl Fairburne in Sniper Elite III auf den Weg nach Afrika gemacht hat: Ein hohes Tier in der Waffenforschung der Nazis aufspüren und exekutieren. Zwar klingt seine Mission in Sniper Elite 4 nicht ganz so spektakulär, aber dafür nicht weniger sinnvoll.

In den schönsten Regionen des sonnigen Italiens, welches unter anderen Umständen wohl definitiv als Urlaubsziel herhalten könnte, soll er sich einer Widerstands-Zelle anschließen, die mit ihrer kompromisslosen Anführerin, genannt Engel, gegen die hiesigen Faschisten vorgeht. Die Geschichte ist nicht unbedingt originell, bedient sich den üblichen Zutaten eines halb-fiktiven WWII-Plots ("töte Oberst-General-Hauptmann Hans Sturm") und hangelt sich so von Mission zu Mission.

Aber was soll's, die wichtigsten Charaktere werden gut dargestellt und bleiben ihrer Agenda durch die Bank weg treu. Sniper Elite-Veteran Karl Fairburne ist wie immer charmant und clever, kann sich nicht nur mit der Waffe erwehren und führt als "One Man, One Job"-Held durch die Geschichte. Mehr kann man nicht erwarten.

Zumindest bis man selbst Hand anlegt und in die stets relativ offenen, weiträumigen Gebiete Italiens losgelassen wird. Die Karten bieten vielerlei Optionen um an Höhe zu gewinnen, um so mit taktischem Vorteil angreifen zu können, beziehungsweise die Lage zunächst sondieren zu können.


Gerade, wenn es mit Licht- und Schatten zu tun hat; Sniper Elite 4 kann optisch einiges (vor allem in Bewegung!)


Und so ist der Feldstecher nach wie vor mit der wichtigste Ausrüstungsgegenständ, den Karl in seinem mit sich herumschleppt. Mit diesem Fernglas lässt sich nicht nur die Geografie der Karte begutachten und gegebenenfalls eine Route rein und raus festlegen, sondern auch Feinde und Gegenstände können analysiert und auch markiert werden.

So können beispielsweise Fässer auf ihre explosivität hin überprüft oder die mitgeführte Ausrüstung von gegnerischen Soldaten ausgewertet werden, bevor man seinen nächsten Zug plant. Es lohnt sich daher in Sniper Elite 4 immer, zunächst auf einen höher gelegenen Ort zu gelangen, um das Areal abzustecken. Dieser langwierige Prozess ist nichts für kurzweilige Shooter-Freunde. Ich wollt's nur erwähnt haben.

Ist die Lage sondiert, feinde und Umgebung analysiert, geht es an das vorsichtige voranbewegen, um sich den primären und sekundären Zielen zu nähern, die auf der Karte und dem HUD mit Entfernungsmarkierungen vermerkt sind. Da mit Munition und auch Medikits - vor allem auf höheren Schwierigkeitsgrad men - sparsam umgegangen werden sollte, ist das planen einer guten Route unverzichtbar.

Unnötige Wege und längere Strecken erhöhen nämlich Karls Herzfrequenz, die möglichst auf einem niedrigen Level gehalten werden sollte. Je höher der Wert, desto ungenauer sind Karls Schüsse und auch die Kamera, die Karl als dritte Person stets über die Schulter schaut, gerät ins schwanken und wird - bei längeren Sprints - träger und schwerer zu kontrollieren. Eine durchaus Immersion aufbauende Methode, um sich noch tiefer in Karls Rolle versetzen zu können. Cool!


Das sieht echt schmerzhaft aus.


Wird die Herzfrequenz im Auge behalten, klappt es auch mit dem snipern. Ist die Ballistik jedoch mal gegen einen, kann man immer noch per Tastendruck die Lungen leeren und diesen Zustand für einige Sekunden halten. Dadurch wird die Zeit verlangsamt und ein zusätzliches Fadenkreuz erscheint, welches den Wind mit einbezieht und - bei roter Färbung - einen tödlichen Treffer garantiert. Auge, Lunge, Hoden; es gibt viele Möglichkeiten, einen gegnerischen Soldaten auszuschalten.

Nutzt man diese spezielle Art der Exekution, kann mit der Kill-Cam die Flugbahn des Projektils verfolgt werden, um dann mit einem Röntgenbild des getroffenen Feindes Aufschluss über getroffene Knochen und Organe zu erhalten. Unterschiedliche Zonentreffer gewähren dabei Punkte und schließen Herausforderungen ab. Von diesen gibt es eine ganze Menge, die dazu einladen sollen, auch mehrfach durch bestimmte Missionen zu fegen, um alles zu absolvieren. Fazit: funktioniert gut, ist fordernd und teilweise auch etwas schwarz-humorig. Wer sich mit den anatomisch korrekten Zerfetzungs-Orgien nicht anfreunden kann, kann diese auch jederzeit deaktivieren. Die Herausforderungen können aber trotzdem abgeschlossen werden.

Wen man wie und wo umlegt sollte jedoch, wie bereits angemerkt, gut vorausgeplant werden. Jeder Schuss, jeder Aufschrei sorgt für Lärm. Lärm, der Feinde anlockt und über die ungefähre Position von Karl in Kenntnis setzt. Triangolation nennt sich und wird - wer hätte es gedacht - als rotes Dreieck auf der Minimap angezeigt. Kurze, möglichst effektive Feuerstöße und danach direkt die Position wechseln; das ist der Weg des Sniper. Klingt philosophisch, ist aber sinnvoll, um Feindbewegungen gegebenenfalls sogar in Fallen zu lenken und von Zielobjekten wegzulocken. Karl kann für solche Zwecke auch Generatoren manipulieren, um mit diesen im richtige Moment als Ablenkung zu verwenden. Teilweise kann die lautstarke Umgebung auch dafür genutzt werden, die eigenen Schüsse zu übertönen. Flugzeuge, Flugabwehrstellungen, Schnellboote; laute Maschinen können absolut nützlich sein!


Der Panzer im Hintergrund hat schon mal bessere Zeiten gesehen. Sponsort by Karl Fairburne.


Wenn alle Stricke reißen kann Karl jedoch auf eine Handschusswaffe und ein Maschinengewehr zurückgreifen, sowie Granaten und diverse Stolperfallen nutzen, um die Feindverbände zu verkleinern. Diese Waffen sollten aber, mal abgesehen von fixen Missionszielen, nur die letzte Wahl sein. Versteckt im hohen Gras, aber auch unbemerkt hinter einem Feind auftauchend, kann Karl zudem lautlose Kills mit seinem Messer durchführen. Wer dann die leblosen Körper noch gut versteckt ist auf der sicheren Seite.

Vor jeder Mission kann das aktuelle Equipment angepasst und erweitert werden, um beispielsweise die Waffen gegen andere, unter Umständen bessere Modelle auszutauschen, die sich dann durch Schusskadenz, Rückstoß oder auch die Reichweite unterscheiden. Zusätzlich können spezielle Talente aktiviert werden, die dann Sonderboni mit sich bringen. Um diese freischalten zu können muss lediglich ein höherer Rang erreicht werden.

Die recht überschaubare Menge von Missionen lässt die Kampagne in gut 12-15 Stunden vorbei sein, es sei denn, die Langzeitziele werden in Angriff genommen. Hiervon gibt es - wie bereits erwähnt - eine ganze Menge von, die zum einen Karten-spezifisch, aber auch übergreifend zu erfüllen sind. Nur wer in der Lage ist, die Ruhe zu adaptieren und dem Titel die taktische Tiefe zu geben, die er braucht, wird das volle Potenzial ausschöpfen und Topwertungen erspielen.

Und das gleiche trifft auf den kooperativen Modus zu, in dem die Kampagne, aber auch andere Szenarien zu zweit gespielt werden können, aber auch auf den kompetitiven Multiplayer. Diese recht stabile Sniper-Hatz kommt mit Karten-Abwandlungen unterschiedlicher Größe daher und verlangt beispielsweise nach möglichst weit entfernten Kills. Wer 20 Ziele aus einem Meter Entfernung mit der MP umlegt, unterliegt dennoch denjenigen, der einen Gegner aus einer Entfernung von 200 Metern niedergestreckt hat. Das ist nicht nur, sondern auch totales Kontrastprogramm zu den sonst zu schnelllebigen Online-Shootern.

Sniper Elite 4 bringt das ohnehin schon sehr gut abgestimmte Gameplay auf den Punkt. Komplexe Taktik, intuitives Level Design und eine ordentliche KI machen den vierten Teil zu einem Gipfel des Spielspaßes.

Und auch in Sachen audiovisuellem Design trifft das Projektil genau ins Schwarze. Die Umgebungen sind abwechslungsreich gestaltet, kommen mit einer enormen Detaildichte daher und bieten eine ganz hervorragende Ausleuchtung, die auch in das Gameplay mit eingebunden wird. Dunkle Gebiete eignen sie sich zum verstecken, besonders helle Areale können die Zielgenauigkeit beeinflussen und so weiter.

Lediglich die Charaktermodelle sehen im Gesicht etwas starr aus, bieten jedoch mit dem Röntgenbild-Modus ein anatomisch korrektes Innenleben, welches dynamisch zerstört werden kann. Die fehlenden Details im Gesicht oder auch an den Gesichtsanimationen kann daher absolut verschmerzt werden.

Es ist also wieder einmal so weit! Jedes Mal, wenn ein Sniper Elite zum zocken einlädt, schließe ich mich Tage über Tage ein, um Wertungen zu maximieren, mögliche Taktiken auszuprobieren und den Gesamtfortschritt voranzutreiben. Die Spiele sind behutsam, fordernd, umfangreich und intelligent aufgebaut und bieten so genug Spielstoff für viele Stunden. Wem das Szenario nicht schon aus dem Halse hängt, sollte zugreifen!

Sniper Elite 4

Ego-Shooter
Gameplay
+
Umfangreiches, taktisches Map Desig
-
Viele Aufgaben inhaltlich gleich
Präsentation
+
Licht- und Schatteneffekte top
-
Texturen etwas schwach hier und da
Entwickler:
Rebellion Developments
Publisher:
Rebellion Developments
Multiplayer:
Online Multiplayer
1 Spieler
Altersfreigabe:
18
Kurz gesagt:
Sniper Elite 4 ist ein ruhiger, behutsamer Shooter mit taktischem Tiefgang, dem es - vor allem im Singleplayer - an kaum etwas fehlt. Wer mal wieder nach etwas kniffl
6. März 2017 | Bewertung:
8.0
 
 
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Sniper Elite 4

Publisher: Rebellion Developments
Entwickler: Rebellion Developments
Releasedatum: 2017-02-14

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Iron-Ox (06.03.2017)

Infant_Prodigy

Core-Gamer

Beiträge: 637

Registrierungsdatum: 10. Januar 2014

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2

Montag, 6. März 2017, 14:34

Ist für mich das beste Sniper Elite was ich gezockt hab und steht in diesen Jahr auf meiner top 10.

TV: Samsung-UE65KS8090 Player/Game: Playstation 4 Pro

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Infant_Prodigy« (6. März 2017, 14:40)


Dynamo67

Attrappe

Beiträge: 28

Registrierungsdatum: 29. September 2014

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3

Montag, 6. März 2017, 18:23

Ich finde das Spiel große Klasse und mit 10 Missionen sehr umfangreich.
Ein absolutes Muss für Sniper Fans!

Tekks23

Core-Gamer

Beiträge: 895

Registrierungsdatum: 9. November 2013

Wohnort: daham ;)

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4

Montag, 6. März 2017, 20:00

Ich finde das Spiel große Klasse und mit 10 Missionen sehr umfangreich.
Ein absolutes Muss für Sniper Fans!



10 Missionen sind umfangreich? Sind die denn so lang oder versteh ich da was nicht?!
Fallout 4.... es wär so schön!

illmatico

Attrappe

Beiträge: 97

Registrierungsdatum: 7. Februar 2013

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5

Dienstag, 7. März 2017, 09:55

Bei einem Sniper Spiel knallst Du ja nicht durch ein Level und bist fertig. Du musst vorher planen, mit dem Fernglas ausspionieren und und und. Dadurch zieht sich das Spiel.

GraafDallmayr

Familienmitglied

Beiträge: 1 735

Registrierungsdatum: 9. Februar 2014

Wohnort: Sankt Augustin

Danksagungen: 883

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6

Montag, 20. März 2017, 12:47

Es ist ein wirklich gutes Spiel, allerdings nur für leute die mit Geduld und Taktik an einen "Shooter" gehen können.
Habe es selber am PC schon durch, alles in allem ca. 40 Stunden investiert.
Ich habe mir aber auch in manchen Situationen wirklich viel Zeit gelassen.

Es ist halt ein Spiel was nicht für jeden interessant ist, Sniper-Spiele sind nunmal nicht die typischen Shooter und man muss auch mit einer anderen Einstellung an die Spiele gehen.

Alles in Allem finde ich auch hat @Wolfbyte: in seinem Test die wichtigsten Aspekte genau angesprochen - ein guter Test.
Für mich ist es das bisher Sniper Game!



10 Missionen sind umfangreich? Sind die denn so lang oder versteh ich da was nicht?!
Ja die einzelnen Missionen an sich sind doch recht umfangreich, man kann dort schon gut Zeit lassen.
Auch defintiv umfangreicher im Vergleich zu Teil 2 oder 3
I´m back!

Regel 23: Vergreif Dich niemals am Kaffee eines IT´lers, wenn du überleben willst.
Steam / Uplay / GOG / Origin: GraafDallmayr

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Tekks23 (20.03.2017), OG Loc (20.03.2017)

toshie27

Attrappe

Beiträge: 25

Registrierungsdatum: 20. März 2017

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7

Montag, 20. März 2017, 13:15

sniper elite 4
Die kampagne ist sowas von kurz und schnell durch habs danach sofort wieder verkauft, nie wieder sniper elite jedes spiel ist sowas von gleich
Es ist hehres Ziel, mit dem sich Karl Fairburne in Sniper Elite III auf den Weg nach Afrika gemacht hat: Ein hohes Tier in der Waffenforschung der Nazis aufspüren und exekutieren. Zwar klingt seine Mission in Sniper Elite 4 nicht ganz so spektakulär, aber dafür nicht weniger sinnvoll.
In den schönsten Regionen des sonnigen Italiens, welches unter anderen Umständen wohl definitiv als Urlaubsziel herhalten könnte, soll er sich einer Widerstands-Zelle anschließen, die mit ihrer kompromisslosen Anführerin, genannt Engel, gegen die hiesigen Faschisten vorgeht. Die Geschichte ist nicht unbedingt originell, bedient sich den üblichen Zutaten eines halb-fiktiven WWII-Plots ("töte Oberst-General-Hauptmann Hans Sturm") und hangelt sich so von Mission zu Mission.
Aber was soll's, die wichtigsten Charaktere werden gut dargestellt und bleiben ihrer Agenda durch die Bank weg treu. Sniper Elite-Veteran Karl Fairburne ist wie immer charmant und clever, kann sich nicht nur mit der Waffe erwehren und führt als "One Man, One Job"-Held durch die Geschichte. Mehr kann man nicht erwarten.
Zumindest bis man selbst Hand anlegt und in die stets relativ offenen, weiträumigen Gebiete Italiens losgelassen wird. Die Karten bieten vielerlei Optionen um an Höhe zu gewinnen, um so mit taktischem Vorteil angreifen zu können, beziehungsweise die Lage zunächst sondieren zu können.
Gerade, wenn es mit Licht- und Schatten zu tun hat; Sniper Elite 4 kann optisch einiges (vor allem in Bewegung!)
Und so ist der Feldstecher nach wie vor mit der wichtigste Ausrüstungsgegenständ, den Karl in seinem mit sich herumschleppt. Mit diesem Fernglas lässt sich nicht nur die Geografie der Karte begutachten und gegebenenfalls eine Route rein und raus festlegen, sondern auch Feinde und Gegenstände können analysiert und auch markiert werden.
So können beispielsweise Fässer auf ihre explosivität hin überprüft oder die mitgeführte Ausrüstung von gegnerischen Soldaten ausgewertet werden, bevor man seinen nächsten Zug plant. Es lohnt sich daher in Sniper Elite 4 immer, zunächst auf einen höher gelegenen Ort zu gelangen, um das Areal abzustecken. Dieser langwierige Prozess ist nichts für kurzweilige Shooter-Freunde. Ich wollt's nur erwähnt haben.
Ist die Lage sondiert, feinde und Umgebung analysiert, geht es an das vorsichtige voranbewegen, um sich den primären und sekundären Zielen zu nähern, die auf der Karte und dem HUD mit Entfernungsmarkierungen vermerkt sind. Da mit Munition und auch Medikits - vor allem auf höheren Schwierigkeitsgrad men - sparsam umgegangen werden sollte, ist das planen einer guten Route unverzichtbar.
Unnötige Wege und längere Strecken erhöhen nämlich Karls Herzfrequenz, die möglichst auf einem niedrigen Level gehalten werden sollte. Je höher der Wert, desto ungenauer sind Karls Schüsse und auch die Kamera, die Karl als dritte Person stets über die Schulter schaut, gerät ins schwanken und wird - bei längeren Sprints - träger und schwerer zu kontrollieren. Eine durchaus Immersion aufbauende Methode, um sich noch tiefer in Karls Rolle versetzen zu können. Cool!
Das sieht echt schmerzhaft aus.
Wird die Herzfrequenz im Auge behalten, klappt es auch mit dem snipern. Ist die Ballistik jedoch mal gegen einen, kann man immer noch per Tastendruck die Lungen leeren und diesen Zustand für einige Sekunden halten. Dadurch wird die Zeit verlangsamt und ein zusätzliches Fadenkreuz erscheint, welches den Wind mit einbezieht und - bei roter Färbung - einen tödlichen Treffer garantiert. Auge, Lunge, Hoden; es gibt viele Möglichkeiten, einen gegnerischen Soldaten auszuschalten.
Nutzt man diese spezielle Art der Exekution, kann mit der Kill-Cam die Flugbahn des Projektils verfolgt werden, um dann mit einem Röntgenbild des getroffenen Feindes Aufschluss über getroffene Knochen und Organe zu erhalten. Unterschiedliche Zonentreffer gewähren dabei Punkte und schließen Herausforderungen ab. Von diesen gibt es eine ganze Menge, die dazu einladen sollen, auch mehrfach durch bestimmte Missionen zu fegen, um alles zu absolvieren. Fazit: funktioniert gut, ist fordernd und teilweise auch etwas schwarz-humorig. Wer sich mit den anatomisch korrekten Zerfetzungs-Orgien nicht anfreunden kann, kann diese auch jederzeit deaktivieren. Die Herausforderungen können aber trotzdem abgeschlossen werden.
Wen man wie und wo umlegt sollte jedoch, wie bereits angemerkt, gut vorausgeplant werden. Jeder Schuss, jeder Aufschrei sorgt für Lärm. Lärm, der Feinde anlockt und über die ungefähre Position von Karl in Kenntnis setzt. Triangolation nennt sich und wird - wer hätte es gedacht - als rotes Dreieck auf der Minimap angezeigt. Kurze, möglichst effektive Feuerstöße und danach direkt die Position wechseln; das ist der Weg des Sniper. Klingt philosophisch, ist aber sinnvoll, um Feindbewegungen gegebenenfalls sogar in Fallen zu lenken und von Zielobjekten wegzulocken. Karl kann für solche Zwecke auch Generatoren manipulieren, um mit diesen im richtige Moment als Ablenkung zu verwenden. Teilweise kann die lautstarke Umgebung auch dafür genutzt werden, die eigenen Schüsse zu übertönen. Flugzeuge, Flugabwehrstellungen, Schnellboote; laute Maschinen können absolut nützlich sein!
Der Panzer im Hintergrund hat schon mal bessere Zeiten gesehen. Sponsort by Karl Fairburne.
Wenn alle Stricke reißen kann Karl jedoch auf eine Handschusswaffe und ein Maschinengewehr zurückgreifen, sowie Granaten und diverse Stolperfallen nutzen, um die Feindverbände zu verkleinern. Diese Waffen sollten aber, mal abgesehen von fixen Missionszielen, nur die letzte Wahl sein. Versteckt im hohen Gras, aber auch unbemerkt hinter einem Feind auftauchend, kann Karl zudem lautlose Kills mit seinem Messer durchführen. Wer dann die leblosen Körper noch gut versteckt ist auf der sicheren Seite.
Vor jeder Mission kann das aktuelle Equipment angepasst und erweitert werden, um beispielsweise die Waffen gegen andere, unter Umständen bessere Modelle auszutauschen, die sich dann durch Schusskadenz, Rückstoß oder auch die Reichweite unterscheiden. Zusätzlich können spezielle Talente aktiviert werden, die dann Sonderboni mit sich bringen. Um diese freischalten zu können muss lediglich ein höherer Rang erreicht werden.
Die recht überschaubare Menge von Missionen lässt die Kampagne in gut 12-15 Stunden vorbei sein, es sei denn, die Langzeitziele werden in Angriff genommen. Hiervon gibt es - wie bereits erwähnt - eine ganze Menge von, die zum einen Karten-spezifisch, aber auch übergreifend zu erfüllen sind. Nur wer in der Lage ist, die Ruhe zu adaptieren und dem Titel die taktische Tiefe zu geben, die er braucht, wird das volle Potenzial ausschöpfen und Topwertungen erspielen.
Und das gleiche trifft auf den kooperativen Modus zu, in dem die Kampagne, aber auch andere Szenarien zu zweit gespielt werden können, aber auch auf den kompetitiven Multiplayer. Diese recht stabile Sniper-Hatz kommt mit Karten-Abwandlungen unterschiedlicher Größe daher und verlangt beispielsweise nach möglichst weit entfernten Kills. Wer 20 Ziele aus einem Meter Entfernung mit der MP umlegt, unterliegt dennoch denjenigen, der einen Gegner aus einer Entfernung von 200 Metern niedergestreckt hat. Das ist nicht nur, sondern auch totales Kontrastprogramm zu den sonst zu schnelllebigen Online-Shootern.
Sniper Elite 4 bringt das ohnehin schon sehr gut abgestimmte Gameplay auf den Punkt. Komplexe Taktik, intuitives Level Design und eine ordentliche KI machen den vierten Teil zu einem Gipfel des Spielspaßes.
Und auch in Sachen audiovisuellem Design trifft das Projektil genau ins Schwarze. Die Umgebungen sind abwechslungsreich gestaltet, kommen mit einer enormen Detaildichte daher und bieten eine ganz hervorragende Ausleuchtung, die auch in das Gameplay mit eingebunden wird. Dunkle Gebiete eignen sie sich zum verstecken, besonders helle Areale können die Zielgenauigkeit beeinflussen und so weiter.
Lediglich die Charaktermodelle sehen im Gesicht etwas starr aus, bieten jedoch mit dem Röntgenbild-Modus ein anatomisch korrektes Innenleben, welches dynamisch zerstört werden kann. Die fehlenden Details im Gesicht oder auch an den Gesichtsanimationen kann daher absolut verschmerzt werden.
Es ist also wieder einmal so weit! Jedes Mal, wenn ein Sniper Elite zum zocken einlädt, schließe ich mich Tage über Tage ein, um Wertungen zu maximieren, mögliche Taktiken auszuprobieren und den Gesamtfortschritt voranzutreiben. Die Spiele sind behutsam, fordernd, umfangreich und intelligent aufgebaut und bieten so genug Spielstoff für viele Stunden. Wem das Szenario nicht schon aus dem Halse hängt, sollte zugreifen!

GraafDallmayr

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Registrierungsdatum: 9. Februar 2014

Wohnort: Sankt Augustin

Danksagungen: 883

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8

Montag, 20. März 2017, 14:10

Die kampagne ist sowas von kurz und schnell durch habs danach sofort wieder verkauft, nie wieder sniper elite jedes spiel ist sowas von gleich
Das ist halt das was ich geschrieben habe, nicht jeder kann mit diesen
Spielen wirklich was anfangen und hat Lust und Geduld diese richtig zu
spielen. Wenn ich da von Anfang bis Ende nur blind durch renne bin ich auch in ein paar Stunden durch. Das ist dann allerdings ein klarer Fall von "Sinn verfehlt"
I´m back!

Regel 23: Vergreif Dich niemals am Kaffee eines IT´lers, wenn du überleben willst.
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