• »Wolfbyte« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 18. April 2017, 12:35

[Test] - Yooka-Laylee
Mit Banjo Kazooie schrieben Rare Videospielgeschichte. Der N64, ein Jump'n'Run, welches nicht nur Konventionen brach, sondern auch Innovationen mitbrachte und ein derber Humor waren die Zutaten, die es brauchte, um eine große Marke zu etablieren und einen enormen Erfolg verzeichnen zu können.

Doch dann, nach einem ebenso guten Nachfolger und vielen weiteren Spielen aus dem Hause Rare, an die die Fans noch heute voller Ehrfurcht zurückdenken, kommt der Schlag. Rare wird von Microsoft aufgekauft, der heiß ersehnte, dritte Ableger der Reihe wird ein Xbox 360-exclusive und ... setzt primär auf da zusammenbauen von Fahrzeugen. Nuts and Bolts nennt sich diese Schmach, die Microsoft da vermarkten wollte und zerstört das Antlitz des neckischen Duos. Banjo Kazooie gehören fortan zur "das fasst keiner mehr an"-Riege.

Doch der kreative Kern des Teams kickstarted ein eigenes Projekt, jedoch natürlich ohne die Lizenz, aber mit dem Versprechen, die Emotionen der Vergangenheit einzufangen und in die Gegenwart zu katapultieren. Das ambitionierte Versprechen hört auf den Namen Yooka-Laylee und versprüht von Sekunde 0 an den Charme, den nur der Bär und seine gefiederte Freundin zu versprühen vermochten. Unser Test soll klären, ob es Playtonic, so der Name der Ex-Rares, gelungen ist.


Der Titel ist visuell absolut solide. Mehr nicht.


Yooka, seines Zeichens her ein Chamäleon, und seiner besten Freundin Yooka, eine scharfzüngige Fledermaus, könnte es nicht besser gehen. Die beiden hausen in einem alten Schiffswrack in einem Tal und machen sich keine Sorgen um nichts. Neuerdings nennen sie ein vermeintlich wertvolles Buch ihr eigen, mit schimmernden Seiten und allem, was dazu gehört. Doch wirklich Beachtung schenken sie dem Wälzer nicht.

Bis zu dem Tag, an dem er plötzlich von alleine wegfliegt und auf dem Weg alle Seiten verliert. Sein unfreiwilliges Ziel? Die Zentrale von Capitial Bs Konzern, dem Schurken des Spiele. Dieser profitgierige Bösewicht will den Schmöker, der "Das Einbuch" genannt wird, haben, um mit dem Wissen seinen Profit zu maximieren. Yooka und Laylee stoßen so völlig ohne es zu ahnen in ein typisches Abenteuer hinein, welches sie dazu auserkoren hat, Capital B zu stoppen und das Einbuch zu sichern.

Auf ihrem Weg müssen sie die verlorenen Seiten, die niedlichen Pagies, finden und retten, um so Capital Bs Vorteil zu verringern. Und das wäre es auch schon. Aus Bären-Schwester wird Buch, aus Puzzle-Teilen Pagies und aus Hexe dieser Konzernboss. Der Humor, die Geschwindigkeit und das Niveau bleiben gleich und erinnern bei jeder Gelegenheit an Rares Vergangenheit, Microsofts Rolle in dieser Geschichte, aber zeigen auch auf, wie sich die Videospiel-Gesellschaft insgesamt verändert hat. Absolut hervorragend.


Die Charaktere sind Rare-tyypisch abgedreht.


Spielerisch orientiert sich Yooka-Laylee 1:1 an Banjo Kazooie. So gibt es verschiedene Welten, die zunächst mit der richtigen Menge Pagies freigeschaltet werden müssen, um dann weitere Pagies und weitere Sammelobjekte zu ergattern. So gibt es zudem die Schreibfedern, von denen weitaus mehr in jeder Welt zu finden sind. Diese sind als equivalent zu obligatorisch Münzen, beziehungsweise den Musiknoten aus Banjo Kazooie, zu sehen. Zusätzlich gibt es in jeder Welt fünf Ghostwriter, die an meist zu versteckten Orten versteckt sind. Je nach Farbe des Ghostwriter-Geists müssen Yooka und Laylee ihre Fähigkeiten gezielt einsetzen, um ihn einsammeln zu können.

Apropos Fähigkeiten. Yooka und Laylee teilen sich die unterschiedlichen Moves, die ihnen das Leben leichter machen, untereinander auf. So kann Yooka im Nahkampf Gegner ganz einfach mit seiner Wirbelattacke umhauen oder mit der klassischen Stampfattacke gleich mehrere Feinde in Mitleidenschaft ziehen, wohingegen Laylee sich um Agilität kümmert, indem sie Yooka wie einen Ball umher rollt oder mit ihrem Sonar-Angriff betäuben oder auch spezielle Schalter aktivieren kann.

Die meisten Moves erinnern sehr an klassische Vorbilder, wohingegen Yooka beispielsweise Seine Chamäleon-Fähigkeiten nutzen kann um verschieden farbige Früchte in Waffen umzuwandeln oder sich sogar unsichtbar machen kann, um Sicherheitskameras auszutricksen. Mit der Zeit kann man zudem für Schreibfedern neue Moves vom zwielichtigen Händler Trowser kaufen.


Die Pagies sind das wichtigste Sammelobjekt des Spiels und müssen gesammelt werden, um neue Welten freizuschalten.


Um sämtliche Rätsel zu lösen und alle Welten zu komplettieren sind diese Fähigkeiten auch vonnöten, so beherrschen beide zu Beginn ihrer Reise nur ein sehr rudimentäres Move-Set. Die Progression funktioniert hierbei meistens recht gut, wobei eine nicht immer ganz klare Sprache im Level Design dafür sorgen kann, dass nicht immer sofort ersichtlich ist, ob eine noch nicht erlernte Fähigkeit benötigt wird oder man einfach nur schlecht spielt.

Die Welten an sich sind aber bis auf wenige Ausnahmen interessant gestaltet und bieten einiges zum erkunden an. Geschicklichkeitsaufgaben, Quiz-Einlagen, Bosskämpfe gegen aberwitzige Gegner, wie etwa Rampo, die Wand oder einen Eisklotz im inneren eines zugefrorenen Ofens; für Abwechslung ist definitiv gesorgt. Mit zusätzlichen Pagies kann man zudem die Welten vergrößern, somit neue Aufgaben und Areale freischalten und die Menge an erhältlichen Sammelobjekte maximieren.

Das Level Design weist jedoch einige Punkte auf, die wohl aufgrund des recht klassischen Ansatzes so entschieden wurden, heutzutage jedoch nicht mehr so gehandhabt werden würden. Wo geht es lang? Wo ist das nächste Ziel? Was genau ist hier eigentlich zu tun? Manchmal hilft nur noch Trial & Error, was bei teilweise ungünstig gesetzten Checkpoints dazu führen kann, dass eine frustrierende Sprungpassage zig Male absolviert werden muss, bevor man überhaupt versteht, was am Ende zu tun ist.


Es gibt eine ganze Menge lustiger Mini-Spiele, die auch im Mehrspieler-Modus gespielt werden können. Wie etwa dieses Rennen.


Und auch die Kamera weiß nicht zu überzeugen. Sie manövriert sich hakelig durch engere Areale, ist beim Gebietswechsel immer(!) zum Ausgang gedreht, ist klobig zu steuern und nicht selten der Grund für einen verpatzten Sprung. Hinzu kommen Framerate-Einbrüche, stotternde Ladezeiten, Glitches und auch Abstürze und Freezes, die teilweise sogar reproduzierbar sind. Letztere wurden durch das letzte Update deutlich gemildert, beziehungsweise genullt. Bei jedem Ruckler ist die Angst vor dem Freeze jedoch weiterhin präsent. Mit all diesen Problemen fängt Yooka-Laylee jedoch perfekt den alten Charme vergangener Zeiten ein. Ob das in dem Ausmaß gewollt ist oder nicht, lässt sich nur erahnen.

Visuell ist dies aber definitiv kein Zufall, sondern durchaus Absicht. Nicht nur nehmen wieder ein neckisches Duo die Hauptrolle ein, sondern auch die überspitzte Darstellung der Gegner, wie etwa den losen Augenpaaren, die leblose Objekte beseelen können, treffen genau den gleichen Nerv, wie schon damals auf dem N64. Die grafische Qualität verzeiht dank der leicht cartoonigen Optik schon einiges, aber dennoch ist Yooka-Laylee sicherlich keine Grafikwucht. Matschige Texturen, Hakler und simplifizierte Umgebungen zeigen deutlich, dass es sich hierbei um ein via Kickstarter finanziertes Spiel mit limitierten Ressourcen handelt.


Yooka kann durch den Verzehr von Früchten nützliche Fähigkeiten nutzen. Wie etwa diesen Wasserstrahl.


Nicht so musikalisch. Niemand anderes als Grant Kirkhope zeigt sich für den Sound des Titels verantwortlich. Der Grant Kirkhope, der bereits für Banjo Kazooie, Donkey Kong und Golden Eye Musik komponierte und so jedem N64-Zocker im Ohr stecken sollte. Der Yooka-Laylee-Soundtrack ist daher als "Banjo Kazooie-Soundtrack im Geiste" zu verstehen. Hervorragend.

Als Yooka-Laylee angekündigt wurde, beziehungsweise als noch lose Idee auf Kickstarter präsentiert wurde, war mir sofort klar, dass an diesem Titel für mich kein Weg vorbei führen würde. Ich hatte nichts weiter erwartet, als ein pures Nostalgie-Fest im modernen, zeitgemäßen Gewand. Nostalgie habe ich bekommen, moderne Mechaniken und "Best Practices" fehlen aber an vielen Stellen und lassen Yooka-Laylee daher in heutiger Zeit spielerisch kaum fortgeschrittenener als die geistigen Vorgänger wirken. Und bei keinem Titel der letzten fünf Jahre hat mich dieser Umstand so wenig gestört. Yooka-Laylee ist Oldschool, durch und durch. Und das muss so.

Yooka-Laylee

Action,Adventure,Jump'n'Run
Gameplay
+
Viele unterschiedliche Aufgaben
-
Heutige Standards fehlen
Präsentation
+
Geniales Charakterdesign...
-
Optisch nur "ok", Kamera krankt
Entwickler:
Playtonic Games
Publisher:
Playtonic Games
Multiplayer:
Kein Multiplayer
1 Spieler
Altersfreigabe:
6
Yooka-Laylee kann...
die volle Ladung Nostalgie rüberbringen, jedoch krankt es bei heutigen Standards und einer mehr als simplifizierten Multiplayer-Option, die sich auf kleinere, aber lustige Mini-Spielchen beschränkt. Wer sich gerne an Rares Glanzzeiten zurückerinnern möchte, findet keinen Weg um Yooka-Laylee herum!
18. April 2017 | Bewertung:
7.0
 
 
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Yooka-Laylee

Publisher: Playtonic Games
Entwickler: Playtonic Games
Releasedatum: 2017-04-11

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Philipp Schürmann (18.04.2017), HilJers (18.04.2017), Red Sun King (18.04.2017)

MeaTgrinder666

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Dienstag, 18. April 2017, 13:16

ich bin rundum zufrieden mit dem Titel. weniger ist oft mehr und das wird hier schön gezeigt.

monthy19

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3

Dienstag, 18. April 2017, 14:45

Schöner Test.
Danke dafür.

Das Spiel steht bei mir auf Beobachtung. Ein Pflichtkauf ist es leider nicht geworden.
Das ich es aber spielen werde, dass steht fest. Die Frage ist nur wann...

Mr.Ash

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4

Dienstag, 18. April 2017, 18:12

Schöner Test, aber einige Kritikpunkte kann ich nicht so ganz nachvollziehen: "Wo geht es lang?", "Was ist zu tun?" oder "Checkpoints"

Gerade diese gehören zu meinen grössten Kritikpunkten modernen Spiele, dieses "an die Hand nehmen und ja nicht frustrieren" geht mir ehrlich gesagt tierisch auf den Sack :thumbdown: . Wo bleibt da noch der Reiz wenn mir das Spiel pausenlos sagt wo ich hin muss, was zu tun ist und ich nach einem Game Over nahezu an gleicher Stelle weitermachen kann? Das Hirn wird nicht nur unterfordert, sondern sogar fast völlig abgeschaltet, kann man sowas wirklich als sinnvolle Entwicklung betrachten? Von daher bin ich absolut dankbar dafür, dass es noch Spiele wie Yooka-Laylee gibt wo der Spieler noch überlegt handeln/vorgehen muss, und nicht einfach Blind drauf los holzt weil das Spiel einem eh immer sagt wo lang, tu dies/das und bei einem Game Over geht's an gleicher Stelle eh weiter.

Das nervt mich z.B. aktuell auch bei Horizon Zero Dawn, wo das Ziel jeder Quest stehts auf Karte & HUD sofort angezeigt wird. Selbst bei den Benutzerdefinierten HUD Einstelleungen finde ich keine Option um dies zu deaktivieren -.-
Ausnahmen bestätigen die Regel


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Lixmo

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5

Dienstag, 18. April 2017, 18:23

Guter Test. Werde es mir aber dann wohl eher gebraucht für den Switch holen. :)

@Mr.Ash:
Danke für deinen Beitrag! Sehe es so wie du. :thumbup:
Aus diesem Grund bin ich jetzt mit Zelda Breath of The Wild beschäftigt. Endlich mal ein Titel der zum überlegen anregt und man bekommt nicht alles vorgekaut.

Mr.Ash

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Dienstag, 18. April 2017, 20:21

Nun, Zelda BOTW hab ich schon durch, doch hier ist es irgendwie gleich das andere Extrem. Abgesehen von den Fundorten der Titanen gibt es so gut wie gar keine Hinweise was es sonst so zu tun gibt. Bei den Nebenaufgaben muss man meist aber nicht lang Suchen weil die meisten davon in der unmittelbaren Umgebung stattfinden. Trotzdem empfinde ich Zelda als nicht allzu überragendes Spiel und wird seinen ganzen 10/10 Wertungen meiner Meinung nach nicht im geringsten gerecht. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Story belanglos ist, die vielen Schreine mit der Zeit nur noch nerven (obwohl einige davon sau gute Rätsel haben), Kisten das gefühlt tausenste sinnlose Item enthalten und die Erkundung der riesigen Welt irgendwann zur stupiden Routine verkommt. Dazu kommen Unzulänglichkeiten in der Steuerung (kaum konfigurierbar, keine Linkshänder Option), eine Kamera die einem manchmal in den Wahnsinn treibt und teils extreme Ruckler wie ich es seit PS1/SAT Zeiten nicht mehr grsehen habe (zumindest in der Wii U Version die ich besitze). Meine Wertung ist eher eine aufgerundete 7/10 :P . Trotz der nervigen Quest Markierungen gefällt mir Horizon bislang sehr viel besser als Zelda BOTW :) .

Mit Yooka-Laylee ware ich aber trotzdem, habe momentan einfach noch zu viele offene Spiele und BOTW und Horizon sind echte Zeitfresser ;) .
Ausnahmen bestätigen die Regel


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Philipp Schürmann (19.04.2017)

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Dienstag, 18. April 2017, 21:03

Schöner Test und als Banko Kazooie bzw Tooie Fan (besserer Teil, vor allem im MP alla James Bond 007 Shooter ^^) ist dieses Game ein pflichtkauf! Jetzt muss ich nur noch auf die Switch Version warten denn genau für solche Spiele hab ich mir die Switch zugelegt! :) So Spiele wie Destiny, Resident Evil, Battlefield usw kann ich auf der Plese zocken, aber sowas gehört (vor allem der Nostalgie wegen!) auf die Nintendo Switch! ^^
Viele nennem es Forum,
doch eigentlich ist es ein textbasierender Open-PvP :whistling:

Phil46

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Dienstag, 18. April 2017, 21:04

Also ich ich finde Yooka-Laylee echt super, das mit dem an die Hand nehmen will ich auch nicht finde das genau richtig wenn man selber suchen muss :) .Aber bei ein paar sachen bin ich mir nicht sicher ob man da gleich hin kommt oder auf eine neue Fähigkeit warten muss und später wieder kommen muss.
Es gibt eigentlich nur eine Sache die mich stört und das ist die echt nervige Sprachausgabe da lieber wie bei sims eine erfundene Sprache oder ganz weg lassen.
Grafisch finde es auf den PC echt der hammer es kommen auch mal kleine ruckler aber selten.

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Philipp Schürmann (19.04.2017), Fragstar1 (20.04.2017)

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Mittwoch, 19. April 2017, 13:43

Ich bin jetzt bei ca. 30h Spielzeit und vor dem (glaube) letzten Level. Ich habe das Spiel zwar selbst nicht auf Kickstarter unterstützt, bin aber von der ersten Minute an übelst gehyped auf Yooka-Laylee gewesen. Gerade weil ich den Nintendo 64 bisher als beste Konsole erfinde, was wohl auch ein wenig an der Nostalgie und Erinnerungen liegt. Mit samt den RARE-Titeln Banjo Kazooie, Banjo Tooie, Donkey Kong 64 und Conkers Bad Fur Day. Diese 4 Titel habe ich sowas von geliebt und sie alle, vor allem Banjo, erinnern halt an Yooka-Laylee.

Und letztendlich macht der Titel genau das, was Banjo ausgemacht hat. Es bietet so ziemlich 1 zu 1 das gleiche Abenteuer, nur mit anderen Welten und anderen Charakteren bzw. Sammel-Icons. Das ist zugleich Fluch und Segen in meinen Augen. Was damals natürlich noch super funktioniert hat, ist heute nicht mehr alles Up-To-Date. Sicherlich hatte ich bisher mein Spaß an dem Spiel, sonst würde ich damit nicht 30h schon verbracht haben, aber es wurde mir auch klar, dass dieser Nostalgie-Hype nur aus Nostalgie besteht. Denn so gut, ist das Spiel dann doch nicht, dass es zuerst einmal seine 40 € wert ist und es dem zum anderen an viel Feinschliff fehlt.

Es wird zum Beispiel wirklich rein garnichts neues geboten. Es flossen keine neuen Ideen oder sonstiges ein. Diese Brabbel-Sprachausgabe, wie @Phil46: auch schon erwähnte, was zur Hölle, ist die inzwischen nervig. Dann wirklich doch lieber nur Text, wenn schon keine richtige Sprachausgabe. Auch sehr negativ ausgefallen ist die Steuerung und Kamera. Manchmal möchte man nur noch den Controller an die Wand schmeißen, da man wieder einmal die Passage nicht geschafft hat, da die Steuerung sehr schwammig ist, oder die Kamera nicht gut positioniert war.

Die verschiedenen Charaktere sind gewohnt schräg, wie auch schon bei Banjo. Das sammeln der Paigies macht Spaß, auch wenn es für Rookie-Spieler auch etwas schwerere Aufgaben gibt. So habe ich zum Beispiel schon machne Aufgaben abgebrochen, weil ich dort selbst schnell die Lust verliere. Ich bin aber auch ein schnell frustrierter Gamer, spiele fast alle Spiele auf "Leicht" oder maximal "Normal" und meide Spiele wir Dark Souls. Wer hier natürlich Hardcore-Gamer ist, den werden die etwas kniffligenen Teile durchaus Spaß machen.

Mein Fazit: Es ist ein solides Jump'n'Run im alten Stil ala Banjo Kazooie, macht nix neues, aber bis auf die Steuerung und Kamera nicht viel verkehrt. Die Grafik geht in Ordnung, reist aber auch nix raus. Für 40 € würde ich nicht noch einmal zuschlagen, ein Preis von 20€ würde den Titel eher gerecht werden. Wer also nochmal in alten Zeiten verweilen will, dem kann man den Titel empfehlen, wer jedoch so schon kaum was mit Jump'n'Runs anfangen kann, der wird wohl auch hier sehr enttäuscht raus gehen.

Ich werde es im jeden Fall durchspielen, ob ich jedoch die 100% einpeilen werde, da wird mir wohl der Frust ein Strich durch die Rechnung machen.
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Phil46 (19.04.2017), Fragstar1 (20.04.2017)

Phil46

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Mittwoch, 19. April 2017, 18:12

Die Grafik geht in Ordnung, reist aber auch nix raus. Für 40 € würde ich nicht noch einmal zuschlagen, ein Preis von 20€ würde den Titel eher gerecht werden.

Ich persönlich finde 40€ voll ok es ist kein AAA titel und gehen auch schon mit 40€ runter vom preis. Gerade was den Umfang angeht sieht man halt schon das da viel Arbeit drin steckt und es gibt auch so einige 60€ titel die haben weniger Umfang als Yooka-Laylee. Aber muss natürlich jeder für sich selber wissen was er ausgeben möchte.
Ich kenne eigentlich nur den Multiplayer von den meisten Rare spielen und hatte daher keine große Vorstellung von dem Singleplayer part, wie es sich spielt. Ich spiel auf dem PC mit PS4 Pad :P finde die Steuerung bisher eigentlich ziemlich genau.

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Philipp Schürmann (20.04.2017)

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Donnerstag, 20. April 2017, 09:20

Ein Spiel was ich später mal nachholen werde. Sieht auf jeden Fall sympathisch aus

PS4 Pro since 10.11.2016 (release-day)
PS Vita since 30.04.2013

Fragstar1

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Donnerstag, 20. April 2017, 14:38

Ich finde diese Spiel einfach nur klasse! Habe es natülrich ohne Selbstnutzen meiner Frau zu Ostern geschenkt :thumbsup:

Bist jetzt sind wir bei ca. 16 Stunden und hängen noch in Welt 2 fest.

Aber wie Philipp schon sagte, an einigen Passagen hat man diese cjnfeaß4jhrqßjfd9eßrfu842w5tu39qdfkóer983ß4ri30rjk4595jh94u8%&%&%&($)("§$)?DNMIWDNI Momente :D

Komischerweise, probiere ich es aber dann aus, bis man es irgendwann schafft :)




Zitat


Zitat eines Chatusers

ich trinke die Bottle Bourbon aus, dann Burn ich mit ein wenig MDMA meine Synapsen und geb Phillip & Cyrus Klatscher auf ihre sonnenverbrannten Nacken

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