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Wolfbyte

[Test] - Killing Floor 2

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Ende letzten Jahr veröffentlichten Tripwire Interactive mit Killing Floor 2 einen blutig brutalen Metzel-Shooter, der trotz allem in Deutschland komplett ungeschnitten. Was da so von der Zensurschere verschont geblieben ist, wollen wir uns näher anschauen!

 

Grundlegend kann man Killing Floor 2 am ehesten als "Splatter-Fest mit Grindfaktor" bezeichnen. So kann man mit bis zu sechs Spielern gemeinschaftlich im kooperativen Modus gegen unterschiedlich viele Monsterhorden antreten, die es möglichst effektiv und brachial zu töten gilt. Hierbei bewegt man sich jedoch durch kein schlauchartiges Szenario, wie etwa das Krankenhaus in Left4Dead, sondern lediglich in abgesteckten Arenen, die jedoch größentechnisch variieren können, und versucht, sämtlichen Gefahren zu trotzen. Leider fehlen hier kleinere Events, die an bestimmten Stellen auf der Karte ausgelöst werden und so weiteren Druck aufbauen und auch als dramaturgisches Mittel genutzt werden könnten.

 

Vielmehr geht es in Killing Floor 2 um die Eskalation durch Masse. Massen von unterschiedlichen Gegnertypen, die sich durch ihre Spielweise unterscheiden. So gibt es flinke Insektoide, unsichtbare Kreaturen, stumpfe Zombies und auch massige Gegner, die Gift spucken oder auch explodieren. Hierbei erinnern nicht wenige Monster an Vorbilder, wie etwa Monster aus Doom. Auch wenn das nur bedingt stört, stellt sich so nicht wirklich ein einzigartiges Spielgefühl ein, da die schiere Menge an unterschiedlichen Gegnern auch eher gering ausfällt.

 

Darüber hinaus gipfeln die Kämpfe immer in einem von zwei möglichen Bosskämpfen. So muss man sich entweder dem Patriarchen stellen, einem verunstalteten Mega-Mutanten mit kräftigen Schlägen, Waffensystemen und Tarnvorrichtung oder Nazi-Wissenschaftler Dr. Hans Volter, der nicht nur auf abstoßende Art und Weise mit seinem Kampfanzug mitsamt Gasmaske verschmolzen ist, sondern auch Lebensenergie regenieren kann, indem er Spieler greift und aussaugt, Granaten umherschmeißt und mit seinen Maschinengewehren angreift.

 

Am meisten Spaß macht der Titel definitiv in einer Gruppe mit mehreren Spielern. Zwar skalieren dann Monstermengen und Werte, wie etwa Lebensenergie mit, dafür bietet das kooperative Element jedoch Raum fur taktische Absprachen und Unterstützung. Allein kann es selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad schnell unfair werden. Zu schnell hat man sich beim rückwärtslaufen in eine Ecke bugsiert oder kommt einfach nicht gegen die stärkeren Gegner an. Zwar gibt es zwischen den Wellen stets eine kurze Verschnaufpause und die Möglichkeit, sich ein anderes (nicht immer besseres) Waffensystem im Shop zu besorgen oder das bestehende Arsenal mit Upgrades zu verbessern. Hierfür erhält man pro getätigten Kill und für abgeschlossene Wellen Geld. Und das in rauen Mengen, was den akuten Spielfluss durchaus antreibt und selten für Frust sorgt. Auf längere Sicht bietet der Titel jedoch durchaus Grind-Potenzial, aber dazu später mehr.

 

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So ruhig geht es nicht immer zu. Der graue Filter über dem Bild bedeutet jedoch nichts gutes.[/align]

 

Die Waffensysteme reichen von gewöhnlichen Schießeisen, über Schrotflinten, hin zu Sägeblätter verschießenden Killermaschinen, die dann das gesamte Potenzial der ungeschnittenen Schadensmodelle offenbaren. Körperteile fliegen weg, Köpfe werden gezweiteilt; Killing Floor 2 macht Doom alle Ehre und ist dabei herrlich direkt und schmutzig.

 

Mit den zehn Klassen, die zur Auswahl stehen, wird die Metzelei zudem anspruchsvoll und diversiv. Ob man sich nun für einen Tank, wie etwa einen auf Überleben spezialisieren Berserker fokussiert, eher der Schadensbringer sein möchte und daher die Wahl auf einen Demolierer fällt, der mit Dynamit, Raketen oder Granaten Schneisen in die Gegnerhorden sprengt oder man sich um das Wohl des Teams als Medic kümmern möchte, der mit Heilungs-Darts Teamkollegen vor dem sicheren Tode bewahren kann; die Klassen habe allesamt Ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile und bieten so viel Potenzial für viele, viele Matches.

 

Über Upgrades, die zudem mit einer Erfahrungs-Progression einhergehen, kann man die Klassen weiter aufwerten und mit Spezialisierungen zudem noch tiefer in das jeweilige Feld der Expertise vordringen. Hier kommt jedoch der vorhin angesprochene Grind zum tragen. Bis man den Maximalrang von 25 erreicht hat, kann schon einige Zeit ins Land ziehen. Ob man sich so lange mit einer funktionierenden Gruppe bei Laune halten kann? Eher unwahrscheinlich. Ob man sich alleine eine Klasse hochzüchtet? Noch unwahrscheinlicher.

 

Hinzu kommt die recht überschaubare Menge an Karten, auf denen gespielt werden kann. Zwar bieten diese aufgrund ihrer unterschiedlichen Themen, wie etwa Labor, Schwarzwald oder Farm, und dank des komplexen Level Designs durchaus spielerischen Mehrwert und Abwechslung, bieten aber insgesamt zu viel Repetition.

 

Und so ist es mit allem, was Killing Floor 2 zu bieten hat. Das Kern-Gameplay, das Level Design und die Upgrade-Mechaniken profitieren von ihrer Kurzweilig und dem Spielspaß, den sie bringen, beißen sich jedoch mit dem darüber geflanschten Balancing, welches auf eine längere Progression hinarbeitet. Der dadurch entstehende, bereits angesprochene, Grind drückt auf die Langzeitmotivation.

 

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Der Patriarch ist einer von zwei möglichen Bossen. Je nach Schwierigkeitsgrad kann die Begegnung richtig Spaß bringen.

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Dieser recht geradlinigen Progression kann man jedoch entfliehen, indem man in den Versus-Überleben-Modus einsteigt. Hierbei übernimmt man die Kontrolle über ein zufälliges (!) Monster der Gegnerwellen und muss gegen die eigentlichen Helden antreten. Da die KI recht simpel gestrickt ist, kämpft man meistens für sich allein und wird viel zu schnell auf die Reservebank geschoben. Dies gilt natürlich auch für die Bosskämpfe, da nur jeweils ein Spieler den Boss spielen kann. Der Modus wirkt dadurch zwar im Grundgerüst durchaus interessant, hat aber mit zu vielen Problemen und unfairem Balancing zu kämpfen. Schade!

 

Und auch technisch ist Killing Floor 2 nicht komplett konsistent. So läuft der Titel zu jeder Zeit und auch online stets flüssig und ohne Beanstandungen, bietet dabei aber auch keine zeitgemäße, grafische Präsentation. Modelle sehen altbacken aus, Animation sind teilweise etwas holprig und Effekte und Texturen bieten kaum etwas für's Auge. Der überspitzte Splatter-Gehalt überspielt aufgrund seiner Schnelllebigkeit diesen Umstand bedingt. Dennoch geht PS4-Power anders.

 

Wie bereits amgesprochen gibt die KI der Gegner nicht viel her. So kommen sämtliche Kreaturen stumpf auf den Spieler, beziehungsweise die Gruppe zugestürmt und greifen mit ihrer jeweiligen Taktik an. Im Einzelspieler-Modus kann man so, bei kleineren Gruppen oder größeren Einzelgegnern, eine Vorteile herausarbeiten, in dem beispielsweise schnell die Position wechselt und einen Höhenunterschied zwischen sich und die Horden bringt.

 

Und gerade bei einem Koop-Shooter, der nicht einmal wie einst geplant über eine Einzelspieler-Kampagne verfügt, müsste die Online-Anbindung doch komfortabel und reibungslos vonstatten gehen, oder? Stabil läuft es, wie oben bereits angemerkt, jedoch fehlen auf der PS4 Filter-Optionen, beziehungsweise der Server-Browser und generell wirkte die Auswahl etwas leer. Wer also auf spaßige Koop-Schlachten aus ist, sollte sich definitiv mit Freunden absprechen.

 

Killing Floor 2 ist nicht perfekt, noch ist es eine spielerische Offenbarung. Es ist schnell, macht im Koop mordsmäßig Spaß und konnte mich für eine gewisse Zeit dank der unterschiedlichen Klassen durchaus bei Laune halten. Leider machen technische Probleme, fehlende Online-Dichte und der Grind, in den man zwangsläufig hineinrennt dem Konzept einen Strich durch die Rechnung. Wer nach einer auf deutsch spielbaren, ungeschnitten Schnetzelhatz für sich und seine Freunde sucht, ist bei dem niedrigen Preismodell (ca. 30-40€) gut beraten!

Infos
Killing Floor 2
Killing Floor 2 Packshot
Publisher: Tripwire Interactive
Entwickler: Tripwire Interactive
Release: 2016-11-17
Zusammenfassung
Killing Floor 2 ist kein Blockbuster, aber auch kein Totalausfall. Ein amüsanter Shooter, der für kleinere Gruppen zu empfehlen ist. Alleine wird es schnell eintönig.
Positiv
  • Viele Klassen und Perks
  • Optimiertes Splatter-Fest
Negativ
  • Maximaler Grind und wenig Umfang
  • Grafisch altbacken

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Die Beta hat mit Kumpels eigentlich schon Spaß gemacht. Zumindest war es recht fordernd und die Bosse angenehm knackig vom Schwierigkeitsgrad.

 

Allerdings wurde mir das nach spätestens 2 Runden doch zuu stumpf und monoton. Ansonsten war es von der Technik und vom Gameplay her echt ganz gut und die herrliche musikalische Untermalung mit ordentlichen Metal Gestampfe war echt spitze. :thumbsup:

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habe mich so auf das Spiel gefreut, jedoch ist der abgelieferte Werk vom Umfang her zu übersichtlich.

bisschen mehr wäre mehr gewesen.

mehr Gegner, mehr Level, mehr Endgegner...

ein sehr spaßiges Spiel was so sehr viel mehr hätte werden können.

sollte mehr Content kommen werde ich es mir sicher nochmal anschauen.

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ich denke die sache mit splitscreen wird nicht kommen auch immer weniger spiele die dieses unterstützen. merke das bei 7 days to die und ark ganz besonders das im splitscreen die leistung der ps4 nicht ausreichend ist alles für 2 zu berechnen.

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Ich habe die Beta gezockt und es hat mir richtig viel Spaß gemacht, weshalb ich dann auch die Vollversion gekauft habe.

 

Gut, die Vollversion ist dezent zu mager vom Umfang her, besonders hätten sie mehr Endbosse integrieren können, aktuell sind es nur zwei, aber ehrlich gesagt ist es trotzdem eins meiner Lieblingsspiele.

 

Das Gute an der Metzelei - es geht nichts ohne Taktik. Versuch' mal auf einem der höheren Schwierigkeitsgrade alleine rumzulaufen, dann bist du am A... :D

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