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Wolfbyte

[Test] - Resident Evil 7 biohazard

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Familie. Familie ist wichtig. Familie ist ein Konzept des Miteinanders, der sozialen Interaktion, dem Entgegenwirken der Isolation. Und auch wenn Familien zusammen am Tisch sitzen und abgetrennte, halb verrottete Ohren essen, Wanderer und andere Passanten in der hauseigenen Verarbeitungsanlage behandeln und generell gerne ihre obskure Kunst ausleben. Auch dann ist Familie noch immer ein sinnvolles Konzept, weiches es zu wahren gilt. Das muss Ethan, seines Zeichens Protagonist von Resident Evil 7: Biohazard am eigenen Leib erfahren. Ja, Resident Evil ist zurück und ja, weder Chris, Jill, noch Wesker spielen eine tragende Rolle in diesem nunmehr siebten Ableger. Ok. Soweit, so gut.

 

Eigentlich läuft bei Ethan alles gut. Er kann sich nicht beklagen und hat eine hübsche und freundliche Freundin, Mia. Als Mia dann jedoch in Louisiana verschwindet, bricht für ihn eine Welt zusammen. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt und so erhält Ethan nach ganzen drei Jahren einen knappen Brief von Mia, in dem sie ihn auffordert, sie von dort wegzuholen. Ethan begibt sich in den Süden der USA, in das sumpfige Louisana, um Mia zu finden. Sein konkretes Ziel? Die Farm der Baker Familie.

 

Schnell merkt Ethan, dass mit der Familie etwas nicht zu stimmen scheint. Sie sind überaus brutal, absolut wahnsinnig und verfügen über (scheinbar) übermenschliche Fähigkeiten. Ethan findet sich in seiner persönlichen Hölle wieder, die er auf schnellstem Wege wieder verlassen möchte. Doch das, wie man sich denken kann, soll kein leichtes Unterfangen werden.

 

Die Geschichte von Resident Evil 7 ist subtil und wird viel über Notizen und ähnliches von der Seite mit weiterem Inhalt gefüttert. Die Charaktere -und im speziellen diese absolut verrückten Baker-Sadisten- sind unglaublich gut geschrieben und bauen von der ersten bis zur letzten Sekunde eine Atmosphäre auf, die so dicht ist, dass man sie löffeln kann.

 

Hier passt alles zusammen. Die Charaktere, die Geschichte und auch das Anwesen, auf dem man umherirrt. Wer sich ganz genau umsieht wird sehr viele Hinweise und Andeutungen in der Umgebung entdecken, die den narrativen Bogen perfekt umspannen. Man will Capcom glauben, dass es diese Farm, dieses Anwesen, diese - ich kann es gar nicht oft genug sagen - verrückte Familie wirklich gibt. Dahingehend alles richtig gemacht!

 

Aber was ist mit den spielerischen Qualitäten der Horror-Novelle? Die größte Änderung stellt sicher nicht das wegfallen von serientypischen Charakteren dar, sondern der Wechsel von der Third- zur Firstperson-Kameraperspektive. Man möchte meinen, Capcom habe sich für diesen Weg entschieden, um mit der PSVR, beziehungsweise Sony einen USP (Unique Selling Point > Alleinstellungsmerkmal, welches zum Kauf bewegen soll) zu kreieren. Und selbst wenn dieser Grund tatsächlich entscheidend dazu beigetragen hat, so haben sie dennoch gut daran getan, diesen Schritt zu wagen.

 

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Der Nahkampf ist eine sehr intensive Erfahrung und besteht lediglich aus Angriff und Block.[/align]

 

Die Steuerung erinnert von der Geschwindigkeit her an Resident Evil 1, jedoch kann Ethan sich hinhocken, um den Bakers zu entgehen und ist dank der Möglichkeit, sich mit einem Block auch zum Kontern bereit zu machen, was den Nahkampf angeht durchaus einen ganzen Sprung agiler als die Vorgänger des klassischen Resident Evils. Im Vergleich mit Resident Evil 4-6 wirkt das Geschehen natürlich sehr behäbig und zäh. Da das so soll, ist das nicht als Kritik anzusehen.

 

Auf dem Anwesen der Bakerfamilie kann sich Ethan recht bald größtenteils frei bewegen, wird jedoch -wie für die klassischen Ableger üblich - durch Rätsel und verschlossene Türen davon abgehalten, sich direkt in sämtlichen Bereichen umzusehen. So muss er beispielsweise spezielle Schlüssel finden, die wie Tiere geformt sind und zu passenden Spezialtüren passen (da klingelt doch was!) oder mit abstrakten Skulpturen, die vor einem Projektor benutzt werden müssen, die Silhouette eines Tieres richtig nachempfinden.

 

Die Rätsel sind allesamt in einem recht überschaubaren Radius angesiedelt, sodass längeres Wegstrecken zurück nur in Kauf genommen werden müssen, wenn man beispielsweise mit einem Dietrich eine Kiste oder eine Schublade öffnen möchte, in denen man etwas wertvolles vermutet. Die Rätsel selbst lassen sich zumeist schnell lösen und ziehen sich dank des kompakten Level Designs nie hin. Das hat jedoch zur Folge, dass die meisten Puzzle und Rätselaufgaben recht simpel und wenig fordernd sind.

 

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Mit solchen Rätseln hat man des öfteren zu tun. Sie sind nicht wirklich schwer, aber dennoch interessant aufgebaut.[/align]

 

Da sich durch die Bakers jedoch das Element Stealth mit in das allgemeine Gameplay einreiht, kann sich besonders die Suche nach Schlüsselobjekten oder ähnlichem als durchaus verzwackt erweisen. Zwar kann man sie für einen kurzen Moment lahmlegen. Die Flucht und das damit verbundene Versteckspiel ist jedoch aufgrund der vorherrschenden Ressourcenknappheit zu empfehlen.

 

Um auch auf längere Sicht gut ausgerüstet zu sein kann man mit der Zeit sein Inventar vergrößern und auf Serientypische Kisten zugreifen, deren Inhalt mit dem Spieler "mitwandert". Nicht selten sind alle Plätze in den Taschen belegt und müssen entweder durch das zurücklaufen zur nächstgelegenen Kiste entleert oder aber durch das kombinieren von Objekten optimiert werden. Gerade wenn es darum geht, sich auf einen bevorstehenden Kampf vorzubereiten oder einen neuen Bereich zu erkunden kann der notorische Platzmangel schnell zur Plage werden. Vor allem dann, wenn man viele Schlüsselobjekte mit sich führen muss. Der dadurch entstehende Druck, beziehungsweise das plötzliche ohne-Munition-dastehen-Gefühl ist aber definitiv ein wichtiges Element der Erfahrung, die ein permanentes Unwohlsein darstellt.

 

Steht man jedoch in einem Bosskampf plötzlich ohne Munition dar, heißt es relativ schnell "Du bist tot!", da die Kämpfe aufgrund der recht langsamen, behäbigen Steuerung und den ganz und gar nicht langsamen Bossen zu einen Hetzjagd werden können. Nur wenn man die Umgebung ideal nutzt und sich mit der richtigen Taktik anfreundet kann man die Kämpfe gut überstehen (ganz wie es sein sollte). Zwar hilft gelegentlich auch pure Waffengewalt, aufgrund der streckenweise knappen Versorgung ist dieser Ansatz jedoch in den 10-15 Stunden Spielzeit nur selten zu empfehlen.

 

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Was zum Henker?[/align]

 

Die anfängliche Skepsis, die vor allen Dingen aufgrund der neuen Perspektive überhaupt aufgekommen war, ist komplett verflogen. Es präsentierte sich uns nach nur wenigen Momenten ein unglaublich klassischer Vertreter dieser noch immer starken Marke, der trotzdem mit den alten Traditionen bricht, um spielerisch einen mittlerweile so logisch und nachvollziehbaren Schritt zu gehen. Das erlebte wird dank der Perspektive wesentlich intensiver und auch immersive aufgefasst. Mittendrin...statt nur dabei. Alter Spruch, aber hier absolut zutreffend.

 

Und auch grafisch trifft das absolut zu. Zwar hinkt der Vergleich zu vorhergegangenen Ablegern aufgrund von unterschiedlichen Plattformen und Perspektiven, aber dennoch sah Resident Evil schon lange nicht mehr so düster und atmosphärisch aus. Grund dafür ist nicht nur technische Grundlage, sondern auch das alles umfassende Thema, welches souverän in jedem Detail wiederzuerkennen ist. Die Bakers sind zunächst einmal eine Familie, ganz gleich, was mit ihnen passiert ist. Und das kann in jedem Raum gut nachempfunden werden.

 

Die Qualität der Objekte und Umgebung ist bis auf wenige Ausnahmen absolute Spitzenklasse, die Animationen von Körpern und vor allem den Gesichtern wirken nur in den seltensten Fällen etwas starr und die dazu passenden Effekte unterstreichen die Szenerie stets akkurat. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Beleuchtung, die eine dermaßen beklemmende und furchteinflößende Kuppel über der Baker-Farm aufspannt, dass schreckhafte Gemüter lieber auf die höchste Helligkeitsstufe stellen sollten.

 

Auf dieses ohnehin schon gut funktionierende Konstrukt wurde zudem eine hervorragende Soundkulisse gestülpt, die im richtigen Moment mit kurzen Geräusch-Schüben aufschreckt und darüber hinaus eine sehr gute Riege an Synchronsprechern für die deutsche Fassung bereitstellt. Vor allem die Baker-Eltern bringen ihren Charakter glaubhaft und furchteinflößend.

 

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Ähm ... nope?[/align]

 

Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Titel komplett mit PSVR spielbar ist. Die Perspektive macht dabei keinerlei Probleme und selbst schnellere Bewegungen werden ohne Probleme transportiert. Wer also den ultimativen Kick sucht, ist mit PSVR gut beraten. Für schwache Herzen oder schreckhafte Gemüter könnte dieser Modus unter Umständen etwas zu heftig sein.

 

Resident Evil 7 biohazard spielt sich also nicht nur sehr gut und ist audiovisuell erste Sahne, nein, der Titel belebt die Marke Resident Evil wieder und kehrt zu dem Gefühl zurück, welches Resident Evil 1 damals geprägt hat. Eine beklemmende, pervertiere Szenerie, die aufgrund direkten Bezugs zur Realität so authentisch wirkt und erst im zweiten Schritt in das fantastische abrutscht. Bei uns im Team war ich wohl der größte Skeptiker und bin noch bis die Installation auf der PS4 fertiggestellt war felsenfest davon ausgegangen, dass es sich bei Resident Evil 7 biohazard um einen Schuss in den Ofen handelt. Ich lag wohl noch nie so falsch.

 

Infos
Resident Evil 7: Biohazard
Resident Evil 7: Biohazard Packshot
Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Release: 2017-01-23
Zusammenfassung
kehrt mit diesem Titel zu den Wurzeln des Horrors zurück und lehrt das fürchten. Unbedingt ansehen!
Positiv
  • Klassisches & solides Level Design
  • Dichte Atmosphäre, hohe Qualität
Negativ
  • Zähe Steuerung (stört selten!)
  • Wenige Texturen etwas schwach

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Dem kann ich mich nur voll und ganz Anschließen. Für mich bisher das Spielehighlight in diesem noch jungen Jahr.

Die neue Storyausrichtung und auch die neue Perspektive empfand ich als sehr erfrischend. Wie ich schon in anderen Threads schrieb, nach gut 20 Jahren darf es gut und gerne auch mal was Neues sein. Das ist Capcom meiner Meinung nach grandios gelungen. Für mich bisher das intensivste Spieleerlebnis. :thumbup:

Meiner Wertung wäre wohl ähnlich mit 9/9,5

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Auch hier stellt sich mir die Frage ob man die Vorgänger gespielt haben sollte oder ob es in sich ein

komplett eigenständiges Spiel darstellt ?

eigenständig absolut hammer in vr

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Hammer in VR und auch normal ein exzellentes Game, abgesehen von den ab und an schwammigen Texturen, die aber m.E. in diesem Genre zu vernachlässigen sind.

 

Meine Wertung auch 9 - 9,5

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Ich glaube, gerade hier ist es absolut unwichtig, ob man die Vorgänger kennt. Für mich ist das leider auch ein gewichtiger Nachteil, aber für Quereinsteiger umso besser.

 

Ja für Veteranen der Serie ist es vermutlich etwas enttäuschend wenn die Story komplett abgeschotten bezgl. der anderen Teile der Serie.

 

Für mich umso besser ich hab mir gerade den Teaser "Beginning Hour" geladen. Ohje ich weiß nicht ob das um die Uhrzeit meine beste Idee heute war

8)8)8)8)

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3 mal durch gezockt und auch DLCs bis auf einen geschafft im Keller

echt ein klasse Spiel und jetzt schon eines meiner Highlights

 

ich ärgere mich nur etwas dass ich keine VR Brille hab, das Gefühl mit VR muss schon geil sein

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für alle die noch kein resi teil gespielt haben und mit resi 7 der erste teil für euch ist kann ich euch beruigen es macht nichts aus auch wenn der 7 teil noch im selben Universum spielt gibt es nur wenige Elemente die aus dem spiel in die alten übergreift wie alles zu sammen hängt werden wir noch erfahren aber nach dem was ich selbst gespielt habe bin ich der Meinung das es von vorne anfängt die jenigen unter euch wissen was ich meine die auch die alten teile gespielt haben und auch wirklich die ganze geschichte kennen :thumbsup:

 

PS: Capcom wenn ihr das lesen solltet sag ich nur so viel das spiel ist echt super geworden endlich wider ein resi wo man angst bekommt und zur alten schule zu rück kehrt jetzt nur noch resi 2 remake und 3 dann wer es Perfekt macht weiter so mit der reihe und resi 8 kann nur super werden :thumbup:

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ich ärgere mich nur etwas dass ich keine VR Brille hab, das Gefühl mit VR muss schon geil sein

 

 

So ist es. Jetzt noch Day Gone für VR und ich bin glücklich :D

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Auch hier stellt sich mir die Frage ob man die Vorgänger gespielt haben sollte oder ob es in sich ein

komplett eigenständiges Spiel darstellt ?

 

Es hat rein gar nichts mit den Vorgängern zu tun. Hier und da mal ein kleiner Hinweis. Storytechnisch eher enttäuschend, wenn man glaubt die Story würde weiter erzählt werden.

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So ist es. Jetzt noch Day Gone für VR und ich bin glücklich

Day Gone wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein VR-Titel sein. Das fängt schon einmal mit der Third-Person-Ansicht an.

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Ich bin richtig begeistert von Resi 7. Hammer game muss ich sagen.

Ich würde hier 8 von 10 Punkten vergeben.

 

Der Part kurz vor Ende, war das schlechteste am ganzen Spiel und hat die Wertung für mich runter gezogen.

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