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Calvin Rimpel

[Test] Birthdays the Beginning

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Spore trifft auf Minecraft, zusätzlich angereichert mit einer Prise Harvest Moon. Ob uns die ungewöhnliche Mischung aus Götter- sowie Evolutionssimulation überzeugen konnte, verrät der folgende Test. [/align]

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Der Weltraum unendliche Weiten, dies sind die Abenteuer eines Gottes der darauf aus ist neues Leben in einer unbekannten Dimension zu erschaffen. Und dieser Gott ist niemand geringeres als eure Wenigkeit! Nachdem ihn ein verführerisch schimmerndes Objekt in die dunklen Untiefen einer Höhle lockte, findet sich der noch benommene Avatar in einer fremden Welt wieder, die lediglich von einem einzigen Objekt beheimatet wird – einem riesigen Würfel. Leider herrscht auf diesem absolute Trostlosigkeit. Keinerlei Menschen oder Tiere, ja noch nicht einmal Pflanzen bewohnen dieses trockene Fleckchen Erde.

 

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Es liegt also an euch das Häufchen Elend in eine blühende Oase zu verwandeln, damit Flora und Fauna endlich wieder zur vollen Pracht heranwachsen. Um dies zu bewerkstelligen, überlässt euch ein kleines nettes Helferlein zahlreiche Werkzeuge, mit Hilfe derer ihr die noch jungfräuliche Welt nach eurem Ebenbild formen könnt.

Dabei beginnt das Bauunternehmen Welterstellung zunächst einmal mit der Manipulation des noch unberührten Terrains. Kilometerhohe Berge schießen in den Himmel, während zeitgleich Meere so tief wie der Marianengraben in den Boden gestampft werden.

 

Diese Neugestaltung besitzt dabei jedoch nicht nur ästhetischen Mehrwert, wer würde schließlich gerne auf einem vollkommen flachen Planeten wohnen, nein, sie weist auch einen spielerischen Zweck auf. Wer im Biologie-Unterricht brav aufgepasst hat, der wird sehr wahrscheinlich Wissen, dass der Ursprung alles Lebens in unseren Ozeanen zu finden ist. Die Entstehung von neuen Lebensformen benötigt Wasser, weswegen das Ausheben von Meeren den ersten Schritt in Richtung Evolution bedeutet.

 

Doch Phytoplankton, welches allgemeinhin als der erste lebendige Organismus gilt und somit die Grundvoraussetzung für alle darauffolgenden Kreaturen bildet, entsteht nicht allzu gerne in eiskalten Gewässern, weswegen deren Tiefen entscheidenden Einfluss auf die Temperatur ausüben.

 

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Sind alle Bedingungen zur Zufriedenheit der kleinen grünen Einzeller erfüllt, heißt es Gratulation, denn ihr habt soeben euer erstes Lebewesen in die Würfelwelt geboren. Diese und alle weiteren Entwicklungen, welche bis hin zu den Dinosauriern und sogar der Menschheit reichen, können im Kreier- beziehungsweise Mikromodus nun katalogisiert und in euren Evodex eingetragen werden, um zukünftig jegliche Konditionen für die jeweilige Lebensform nachblättern zu können.

 

Verschiedene Objekte, wie etwa eine Saat der Evolution, helfen dabei, nicht allzu viel Zeit in dem Makro- oder auch von mir liebevoll genannten Schnarchmodus, verbringen zu müssen, in welchem die Zeit im Schnellvorlauf abläuft und ihr unzähligen Organismen dabei zuschaut wie diese geboren werden, sterben, geboren werden und wieder sterben nur weil den anspruchsvollen Herren und Damen das Tal etwa ein wenig zu tropisch ist. Pfft, als wäre 45° Tagestemperatur zu heiß.

 

Letztlich ist dieses puzzeln und aufdecken verschiedener Kombinationen, die neue Pflanzen oder Tiere entstehen lassen, einer der größten Anreize von Birthdays the Beginning und entscheidet darüber, ob ihr euch zu Tode langweilt oder völlig in diesem außergewöhnlichen Sandkasten aufgeht.

 

Denn abseits der Kreation neuer Erdenbewohner bietet der Titel von Harvest-Moon-Schöpfer Yasuhiro Wada nicht wirklich viel Abwechslung. Zehn alleinstehende Herausforderungsmissionen warten darauf überwunden zu werden und ein „Free-play-Modus“ lässt euch die verschiedenen Parameter der Welten selbst bestimmen, doch das eigentliche Gameplay verändert sich so gut wie nie.

 

Einen Großteil eurer Zeit verbringt ihr entweder mit der Umgestaltung unterschiedlichster Areale, um hoffentlich die nächste Evolutionsstufe auszulösen ohne dabei die Mehrheit eurer aktuellen Population in Gefahr zu bringen, oder damit den quietschbunten und knuffigen Tieren beim Fressen zuzuschauen.

 

birthdaysthebeginningn1j9s.jpg

 

Knuffig ist dann auch das richtige Stichwort, denn auch wenn das Spiel technisch eher weniger beeindruckt, so entschädigt der comicähnliche Stil doch für viele der Unzulänglichkeiten. Einen gigantischen Sauropoden dabei zu beobachten, wie er an den saftig grünen Bäumen nascht oder Flugsaurier durch die Lüfte gleiten zu sehen, um daraufhin zu realisieren, dass ihr derjenige wart, der diese Welt zum Blühen brachte, kann durchaus auch das kühlste Herz erwärmen.

 

Untermalt wird die Uhrzeitatmosphäre mit vorrangig unterschwelliger Musik, überwiegend getragen von Klavier- aber auch poppigeren Klängen.

 

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[align=center]Fazit:

Wenn ich Birthdays the Beginning in wenigen Worten zusammenfassen müsste, wäre es wohl so etwas wie „nettes Experiment“. Göttersimulationen à la Black & White oder Populous sind selten geworden und zumeist nur langjährigen PC-Spielern bekannt, weswegen ich diesen ungewöhnlichen Ausflug in unerforschtes Territorium durchaus begrüße.

 

Mein größtes Problem ist jedoch die mangelnde Interaktion mit dem von euch erschaffenen Lebensraum. Diese beschränkt sich lediglich auf das katalogisieren von neuen Geschöpfen, während der Rest der Spielzeit mit warten oder dem Abbändern des Terrains verbracht wird. Aktiveres Gameplay hätte dem interessanten aber langfristig eintönigen Titel dabei geholfen, seine Monotonie etwas im Zaum zu halten.

 

 

Aufgrund von Datenbankproblemen leider kein Testkasten

 

Positiv:

- Interessante Grundidee

- Deutsche Sprache, ungewöhnlich für NIS

 

Negativ:

- Nicht sonderlich viel Abwechslung im Gameplay

- Grafisch etwas altbacken

- Langfristig recht eintönig

 

Endnote: 7

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Vielleicht wird es ja noch gesund gepatcht, danke für den Test. Gerade Black & White und Populous habe ich lange Zeit aufm PC gespielt, waren sehr innovative Titel damals. Werds auf jedenfall im Auge behalten vielleicht wirds einen ja mal hinterher geworfen.

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