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Daniel Bubel

Gaming-Aid - Unterstützt VR-Projekte für Demenzerkrankte

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Pressemitteilung:

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~ Gaming-Aid unterstützt VR-Projekt für Demenzerkrankte ~

 

Berlin / Krefeld, 27. Juli 2017 - An Demenz erkrankten Menschen ein Stück Erinnerung zurück zu bringen, das ist das Ziel eines Pro-Bono-Projekts der Agentur Weltenweber aus Krefeld. Mit Hilfe von Virtual-Reality-Technologie reisen die Patienten des HELIOS Cäcilien-Hospital Hüls zurück in die Vergangenheit ihrer Stadt am Niederrhein. Gaming-Aid e.V. unterstützt dieses Serious-Gaming-Projekt mit der dazu notwendigen VR-Hardware.

 

„Krefeld im Wirtschaftswunder“, so heißt das Pro-Bono-Projekt, das die Agentur für 3D-Visualiserung Weltenweber (http://www.weltenweber.com) in Kooperation mit dem HELIOS Cäcilien-Hospital Hüls entwickelt. Die Agentur ist darauf spezialisiert, Szenen und Objekte in Virtual-Reality-Umgebungen (VR) zu designen, die im echten Leben nicht realisierbar wären. Ziel des Projekts „Krefeld im Wirtschaftswunder“ ist es, eine der belebtesten und bekanntesten Straßen Krefelds so erscheinen zu lassen, wie sie in den fünfziger und sechziger Jahren aussah. Anhand von Fotos der Kreuzung Rheinstraße/Ostwall rekonstruieren die Weltenweber das Areal und bereiten es für das VR-System entsprechend auf. Angereichert mit vielen sogenannten „Erinnerungspunkten“ entsteht so eine virtuelle Version der Kreuzung, die es Patienten ermöglicht, mit einer VR-Brille in die Vergangenheit zu reisen. Demenz- oder Alzheimerkrankte sollen durch die realitätsnahe Darstellung dieses Ortes und das intensive VR-Erlebnis ihre Erinnerungen leichter wecken und davon erzählen können.

 

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Auf dem Bild (von links nach rechts): Lars Woltermann, Marketingberater und Projektpate, Janos Wokrina, Technical Artist und Mitgründer von Weltenweber, Beate Sucrow, 2D/3D-Artist und Mitgründerin von Weltenweber, Lukas Kuhlendahl, Gamedesigner und Mitgründer von Weltenweber, Dr. Friedhelm Caspers, Chefarzt der Geriatrie HELIOS Cäcilien-Hospital Hüls, Klaus Wagner Gesundheits- und Krankenpfleger, „Memory-Station“ HELIOS Cäcilien-Hospital Hüls, Svenja Bhatty, Vorstandsvorsitzende Gaming-Aid e.v., Christian Thiemann, Standortleiter HELIOS Cäcilien-Hospital Hüls

 

Die Non-Profit-Charity-Organisation Gaming-Aid e.V. unterstützt dieses Serious-Gaming-Projekt und stellt die notwendige Hardware für den Einsatz des Projektes vor Ort zur Verfügung, also die VR-Brille sowie eine leistungsfähige Grafikarte und den PC. Ende Juni fand die Übergabe der Hardware im HELIOS Cäcilien-Hospital Hüls statt. Wenn alles planmäßig läuft, soll „Krefeld im Wirtschaftswunder“ bereits im Herbst 2017 voll funktionsfähig sein und die ersten Patienten ihre Reise in die Vergangenheit antreten.

 

„Virtuelle Welten zu erstellen ist unsere Leidenschaft, wenn wir damit etwas Gutes tun können, ist es natürlich umso besser“, so Lukas Kuhlendahl, Mitbegründer und Projektmanager bei Weltenweber. „Wir haben uns für dieses Projekt begeistert, weil wir hoffen, damit an Demenz Erkrankte zu unterstützen, sich vielleicht leichter an „ihre Zeit“ erinnern zu können. Da es sich bei „Krefeld im Wirtschaftswunder“ um ein Pro-Bono-Projekt handelt, sind wir natürlich sehr dankbar für die Unterstützung durch Gaming-Aid.“

 

„Ich finde es besonders toll, dass auch Menschen, die wahrscheinlich noch nie ein Videospiel gespielt haben, von einer für uns Gamer schon fast alltäglichen Technologie wie VR profitieren können“, freut sich Svenja Bhatty, Vorstandsvorsitzende des Gaming Aid e.V. „Da unser Aufgabenfeld normalerweise innerhalb der Gamesbranche liegt, ist es umso schöner, wenn wir durch die Unterstützung eines Serious-Gaming-Projekts indirekt Menschen eine Freude machen können, die nicht zu unserer Zielgruppe gehören.“

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Ein tolles Projekt ich wünsche viel Erfolg. Mein Opa ist kurz vor 90 und inzwischen in der letzten Demenzstufe angekommen, sprich er erkennt nicht mal mehr meine Oma nach über 70 Jahren Ehe noch den Rest der Familie, auch kann er nur noch mit den Fingern essen weil gänzlich alles körperliche verloren gegangen ist, ich sehe dieses menschenunwürdige Elend jede Woche mit Tränen in die Augen und trotz Vollzeitbetreuung ist das echt grausam. Wenn es jemand schafft Betroffenen ein lächeln ins Gesicht zu zaubern solange es noch möglich ist egal ob mit VR,Haustier oder Bilderbuch hat er mehr als meinen Respekt verdient. Diese News geht mir sehr nah! ;(

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@PulverblitzMein Beileid, traurig sowas zu hören. Immer wenn ich sowas höre, lese oder noch schlimmer, selber mitansehen muss, hoffe ich für mich dass es niemals meinen Eltern oder auch mir selbst so ergeht, dann lieber nur 80 werden und sich nicht mit sowas rumschlagen müssen... :/

 

2T: Jemand soll mal sagen VR hätte keine Zukunft, wenn doch der Einsatzbereich dafür so viel größer als nur die Gaming Industrie selbst - finde es schön was man damit alles machen kann :)

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Ich bin von Beruf Altenpfleger. Es geht mir immer noch jedes mal ans Herz, wenn mich Bewohner von einen auf den anderen Tag nicht mehr erkennen oder ähnliches.

 

Sicherlich eine tolle Sache, dann aber auch nur bei "normaler" Demenz. Wir haben einige Demenz-Bewohner, bei denen würde man damit keinen positiven Effekt erzielen. Aber das sind die wenigsten.

 

Auch bin ich ein wenig skeptisch ob so etwas überhaupt nötig ist. Ich bin obendrein auch ausgebildeter Betreuer und eine Kiste mit Haushaltsartikeln, Werkzeugen etc von früher wirkt wahre Wunder. Ebenso Projektor und Fotos von damals etc.

 

Ich habe jetzt schon viele Senioren kennengelernt und ich glaub nicht, dass die jetzige Generation Senioren dies annehmen wird. Für die Zukunft ist das Klasse. Also für die meisten von uns, die Generation unserer Eltern. Wir selber.

 

Wir haben körperlich fitte, aber geistig nicht mehr ganz so fitte Bewohner jenseits der 90, sogar 100, die würde das glaube nur überfordern. Den würde ich das nicht mehr zumuten wollen. 

 

Edit: Mein gefällt mir @Pulverblitz, dient der Anteilnahme. ;)  Möge dein Opa noch einen hoffentlich schmerzfreien Lebensabend haben.

 

Ich habe aktuell zwei Bewohner. Die können nichts mehr außer Mimik. Ein Lächeln ist jedes mal wieder ein neuer Ansporn in meinem Job das beste zu geben. 

 

Edit 2: Ich geh da jetzt vielleicht auch mit den falschen Ansatz ran. Ich kann es mir halt jetzt aktuell schwer in Pflegeheimen vorstellen, wegen den neuen Pflegegesetz und weil über kurz oder lang nur noch die wenigsten noch mobil etc sein werden. Meine Meinung.

 

Aber, die Demenz trifft auch immer mehr jüngere Menschen. Schon ab 40. Außerdem gibt es ja noch Senioren im häuslichen Umfeld etc.

 

Für die ist es super denke ich. :thumbsup:

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@Osendorfer Danke, du steckst natürlich ganz anders in der Sache drin als das was ich regelmässig erlebe. Ich stimme dir zu das aktuelle Rentner nicht mit VR zurechtkommen wurden und im Fortgeschrittenen Zustand das ganze wohl garkein Sinn mehr machen würde weil der Betroffe zu nervös oder was auch immer ist um sowas auf dem Kopf zu haben. Für zukünftige Generationen die damit aufwachsen sieht das natürlich anders aus und bis dahin ist die Technik schon deutlich ausgereifter, aber irgendwie muss man ja anfangen und Erfahrungen sammeln.

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@Osendorfer und @Pulverblitz: Stimme euch beiden vollkommen zu in dem, was ihr über VR und ältere Demenzpatienten sagt. Im Bezug auf unsere Generation dürfte neben dem Besuch von Orten, wie sie früher waren, durch VR ein weiterer positiver Effekt sein, dass VR selbst dann etwas ist, das Erinnerung an jüngere/junge Jahre hervorruft aus unserem Leben (so wie oben erwähnte Fotos, Haushaltsartikel und Werkzeuge bei heutigen Demenzpatienten). 

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