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Serdar Yazici

Präsident Trump trifft sich mit Branchenvertretern der Videospiel Industrie und zeigt gewalttätige Spielszenen

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Donald Trump traf sich gestern (8. März) mit Branchenvertretern der Videospiel-Industrie und eröffnete das Treffen mit einem Video. Das besagte Video zeigte gewalttätige Spielszenen, unter anderem von Spielen wie The Evil Within, Fallout 4 und Call of Duty: Modern Warfare 2. Anschließend begann Trump die Diskussion mit der Frage "Das ist gewalttätig, nicht wahr?". Das Meeting folgte als Reaktion auf den jüngsten Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland, Florida, in der 17 Menschen ums Leben kamen. Nach diesem Ereignis fordert der US-Präsident striktere Regulierungsmaßnahmen von gewaltverherrlichenden Videospielen. 

 

Der Präsident äußerte sich in diesem Zusammenhang sehr besorgt über gewalttätige Videospiele und behauptete im letzten Monat, dass sie "die Gedanken junger Menschen formen". Video-Gaming-Führungskräfte, die an der Sitzung am Donnerstag teilgenommen haben waren Robert Altman, CEO von ZeniMax, der Muttergesellschaft für Spiele wie Fallout; Strauss Zelnick, der Geschäftsführer von Take Two Interactive, das für Grand Theft Auto bekannt ist und Michael Gallagher, der Leiter der Entertainment Software Association (ESA), einer in Washington ansässigen Lobbyorganisation für die Branche. "Wir haben die zahlreichen wissenschaftlichen Studien diskutiert, die belegen, dass es keine Verbindung zwischen Videospielen und Gewalt gibt", argumentierte die ESA. 

 

Falls Videospiele einer strengeren Kontrolle unterzogen werden sollten, forderten die Branchenvertreter, dass Spiele "genauso behandelt werden sollten wie Tabak und Alkohol". Andere baten den Präsidenten, seine Untersuchung zu erweitern, und sich auch auf gewalttätige Filme und TV-Sendungen zu konzentrieren. Einen Tag vor dem Treffen sagte eine Sprecherin von Trump, dass das Treffen mit Videospiel-Führungskräften und ihren Kritikern "das erste von vielen mit Branchenführern ist, um dieses wichtige Thema zu diskutieren". Private Lobbyisten für Tech-Giganten und Filmstudios äußerten daraufhin ihr Unbehagen darüber, dass sie bald auch ins Weiße Haus gezogen werden könnten.

 

Ein demokratischer Gesetzgeber, Connecticut Senator Richard Blumenthal, der nicht anwesend war, verhöhnte Trumps Bemühungen, indem er sagte: 

 

"Die Konzentration auf Videospiele lenkt von der inhaltlichen Debatte ab, die wir darüber führen sollten, Waffen gefährlichen Menschen aus den Händen zu nehmen. Ich bin bereit, alles in Erwägung zu ziehen, was zur Bekämpfung der Waffengewalt beitragen könnte, die unser Land überschattet - einschließlich der Auseinandersetzung mit der Gewalt-Kultur, die viele heute in Amerika erleben. Jetzt ist es dringend notwendig, sinnvolle Maßnahmen, erweiterte Hintergrundkontrollen und das Verbot von Sturmwaffen zu ergreifen. Videospiele oder die Unterhaltungsmedien für die 90 amerikanischen Leben, die jeden Tag an Waffengewalt verloren gegangen sind, zu verurteilen, ist eine inakzeptable Entschuldigung dafür, nicht über ernsthafte politische Vorschläge zu sprechen."

 

Das Thema um gewaltverherrlichende Videospiele im Zusammenhang mit der Amerikanischen Gesellschaft reißt derzeit nicht ab. Das letzte Wort wurde scheinbar noch nicht gesprochen. Das im Meeting gezeigte Video könnt ihr euch hier ansehen.

 

 

 

Quelle

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Stimme dem Demokraten Blumenthal hundertprozentig zu, diese ganze Debatte ist ein einziger Vorwand sich nicht um die wirklichen Probleme kümmern zu müssen. Bin mal gespannt ob Trump diesbezüglich doch noch irgendwelchen Erfolg hat, wobei ich das nicht glauben mag. 

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Ich bin durchaus der Ansicht, dass Videospiele für einen bestimmten Menschenschlag eine Erfüllung ihrer Gewaltfantasie darstellt. Da man die Situation selbst kontrollieren kann, wirken solche Medien auch deutlich befriedigender als beispielsweise TV oder Filme. Dann wirkt das Medium Spiel abstumpfend und erhöht sicherlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass solche Menschen ihre Gewaltfantasien aus der digitalen Welt in die reale Welt verlagern.

 

Genauso abstumpfend wirkt aber auch die alltägliche Präsenz von Waffen im Alltag der Amerikaner. Eine Waffe oder mehrere zu besitzen und sogar Schnellfeuerwaffen unterwegs mitzunehmen ist "normal". Allein dieser Gedanke, dass solche Instrumente Normalität und jederzeit Präsent sind, wird betroffene Personen ab und an zu Machtfantasien verleiten.

 

Dennoch sind sowohl die Spiele als auch die Waffen nicht der Grund für  solch psychische Probleme. Die Gründe für solche Fehlentwicklungen können so unfassbar vielfällig sein, dass man diese Frage auf keinen Fall pauschal beantworten kann und darf. Da diese Menschen leider häufig auch nicht über ihre Probleme sprechen und in der Regel eher unauffällig sind, ist auch eine Behandlung kaum möglich. Man kann also eigentlich nur versuchen, zu verhindern, dass diese Menschen ihre Gewaltfantasien in die reale Welt verlagern.

 

Die Möglichkeit ihre Gewaltfantasien in die reale Welt zu verlagern, erlangen diese Leute aber erst aufgrund des problemlosen Erwerbs von Waffen ohne eine wirklich Überprüfung des psychischen Zustandes dieser Menschen. Das strengere Waffengesetzte Wirkung zeigen, dass wird deutlich wenn man sich die Anzahl der Amokläufe in Europa oder in amerikanischen Staaten mit verschärften Waffengesetzen anschaut. Die Probleme dieser Menschen bleiben bestehen aber die Hürde diesen letzten Schritt zu gehen, die steigt deutlich.

 

Hier sollte und wird Trump wohl auch ansetzen aber sicherlich sind auch die Spiele nicht völlig unschuldig. Sie wirken aber wie so vieles andere auch als ein verstärkender Faktor und nicht als Auslöser.

 

Das sind leider Themen die man mit einem Gros der Gaming-Community nicht wirklich diskutieren kann, weil viele sich direkt schützend vor ihr Hobby werfen. In diesem Fall gibt es meiner Meinung nach aber eben durchaus Grund das Thema auch mal etwas kritischer zu sehen.

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Das ist doch totaler Schwachsinn, Lehrer bewaffnen wollen, damit die ihre Schüler schützen können, anstatt die Waffengesetze zu verstärken und jetzt gegen die Spieleindustrie gehen. Hat man dem ins Hirn gesch***en? Da merkt man doch voll, dass er sein Amt als Präsident ausnutzt, um noch mehr Geld mit der Waffenlobby zu machen.
Hoffentlich wird bald mal was gegen den gemacht, so langsam nervt der echt l.

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Das ist doch totaler Schwachsinn, Lehrer bewaffnen wollen, damit die ihre Schüler schützen können, anstatt die Waffengesetze zu verstärken und jetzt gegen die Spieleindustrie gehen. Hat man dem ins Hirn gesch***en? Da merkt man doch voll, dass er sein Amt als Präsident ausnutzt, um noch mehr Geld mit der Waffenlobby zu machen.
Hoffentlich wird bald mal was gegen den gemacht, so langsam nervt der echt.

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"ich möchte gewalt an schulen eindämmen und amokläufer schnell unschädlich machen deshalb sollten Lehrer waffen tragen" - Donald Trump

 

"Videospiele in denen Gewalt dargestellt wird formen die Gedanken junger Leute deshalb müssen die verboten bzw. höher eingestuft werden" - Donald Trump

 

Und im Selben atemzug "wir führen Krieg und sind auch bereit Atomwaffen einzusetzen" manchmal frag ich mich ob die Luft auf der Anderen seite vom Atlantik schädlicher ist wie hier. und in Deutschland diskutiert man über dieselverboten. *facepalm*

 

irgendwie traurig :D

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Ich bin durchaus der Ansicht, dass Videospiele für einen bestimmten Menschenschlag eine Erfüllung ihrer Gewaltfantasie darstellt. Da man die Situation selbst kontrollieren kann, wirken solche Medien auch deutlich befriedigender als beispielsweise TV oder Filme. Dann wirkt das Medium Spiel abstumpfend und erhöht sicherlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass solche Menschen ihre Gewaltfantasien aus der digitalen Welt in die reale Welt verlagern.



 



Genauso abstumpfend wirkt aber auch die alltägliche Präsenz von Waffen im Alltag der Amerikaner. Eine Waffe oder mehrere zu besitzen und sogar Schnellfeuerwaffen unterwegs mitzunehmen ist "normal". Allein dieser Gedanke, dass solche Instrumente Normalität und jederzeit Präsent sind, wird diesen Menschen ab und an zu Machtfantasien verleiten.



 



Dennoch sind sowohl die Spiele als auch die Waffen nicht der Grund für ein solch psychischen Probleme. Die Gründe für solche Fehlentwicklungen können so unfassbar vielfällig sein, dass man diese Frage auf keinen Fall pauschal beantworten kann und darf. Da diese Menschen leider häufig auch nicht über ihre Probleme sprechen und in der Regel eher unauffällig sind, ist auch eine Behandlung kaum möglich. Man kann also eigentlich nur versuchen zu verhindern, dass diese Menschen ihre Gewaltfantasien in die reale Welt verlagern.



 



Die Möglichkeit ihre Gewaltfantasien in die reale Welt zu verlagern, erlangen diese Leute aber erst aufgrund des problemlosen Erwerbs von Waffen ohne eine wirklich Überprüfung des psychischen Zustandes dieser Menschen. Das strengere Waffengesetzte Wirkung zeigen, dass wird deutlich wenn man sich die Anzahl der Amokläufe in Europa oder in amerikanischen Staaten mit verschärften Waffengesetzen anschaut. Die Probleme dieser Menschen bleiben bestehen aber die Hürde diesen letzten Schritt zu gehen, die steigt deutlich.



 



Hier sollte und wird Trump wohl auch ansetzen aber sicherlich sind auch die Spiele nicht völlig unschuldig. Sie wirken aber wie so vieles andere auch als ein verstärkender Faktor und nicht als Auslöser.



 



Das sind leider Themen die man mit einem Gros der Gaming-Community nicht wirklich diskutieren kann, weil viele sich direkt schützend vor ihr Hobby werfen. In diesem Fall gibt es meiner Meinung nach aber eben durchaus Grund das Thema auch mal etwas kritischer zu sehen.

Man kann schon darüber diskutieren. Und rein theoretisch geb ich dir recht das auch Computer Spiele junge Leute die sonnst schon sozial isoliert oder sonstige Probleme mit sich tragen negativ beeinflussen können bzw negative Gedankengänge verstärken. Aber was man wieder nicht vergessen darf ist das die gezeigten Spiele auch alle ab 18 sind .

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Wenn jemand Gewaltfantasien hat, reicht schon ein Disney Video und er/sie dreht durch.

Wie so oft, wenn die Politik nicht weiter weiß, ist einfach die Videospielindustrie schuld. Mir fällt dabei auf, daß Filme kaum erwähnt werden. 

Egal, wir statten jetzt jeden der nicht zockt mit einer Waffe aus, der Zocker könnte ja durchdrehen. So, Problem gelöst. 😊

Das wird lustig, wenn ich bei Bloodborne das 100.tste mal draufgeh und aus Frust den Controller in die Ecke pfeffer. Das letzte was ich hör ist das klicken der Magnum meiner Mutter 😄

Die Mordrate wird schön steigen😁😋

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Wenn jemand Gewaltfantasien hat, reicht schon ein Disney Video und er/sie dreht durch.



Wie so oft, wenn die Politik nicht weiter weiß, ist einfach die Videospielindustrie schuld. Mir fällt dabei auf, daß Filme kaum erwähnt werden. 



Egal, wir statten jetzt jeden der nicht zockt mit einer Waffe aus, der Zocker könnte ja durchdrehen. So, Problem gelöst. [emoji4]



Das wird lustig, wenn ich bei Bloodborne das 100.tste mal draufgeh und aus Frust den Controller in die Ecke pfeffer. Das letzte was ich hör ist das klicken der Magnum meiner Mutter [emoji1]



Die Mordrate wird schön steigen[emoji16][emoji39]

der war jut [emoji16][emoji16][emoji16]

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vor 2 Stunden schrieb marcon81:


Man kann schon darüber diskutieren. Und rein theoretisch geb ich dir recht das auch Computer Spiele junge Leute die sonnst schon sozial isoliert oder sonstige Probleme mit sich tragen negativ beeinflussen können bzw negative Gedankengänge verstärken. Aber was man wieder nicht vergessen darf ist das die gezeigten Spiele auch alle ab 18 sind .

 

Das hat mit der Altersgrenze ja auch gar nichts zu tun. Es geht um die grundsätzliche und teilweise auch exessive Darstellung von Gewalt und ob das wirklich nötig ist. Selbst wenn es ein Thema der Alterseinstufung wäre, da hält sich doch sowieso niemand dran.

 

vor 2 Stunden schrieb podi:

Wenn jemand Gewaltfantasien hat, reicht schon ein Disney Video und er/sie dreht durch.

Wie so oft, wenn die Politik nicht weiter weiß, ist einfach die Videospielindustrie schuld. Mir fällt dabei auf, daß Filme kaum erwähnt werden.

 

Das ist schlicht falsch und zeigt was ich eben schon ausgeführt habe. Das Thema wird von vielen einfach beiseitegeschoben und als falsch abgetan, dabei sollte man das durchaus ernst nehmen.

 

Die Videospielindustrie ist alles andere als ein Sündenbock der Politik, denn diese Branche genießt im Hinblick auf Förderungen auch sehr viele Vorzüge. Es ist aber, da hast du Recht, völlig falsch das Thema vollständig auf die Spielebranche zu schieben, was Trump im Moment auch versucht. Dennoch ist die Spielebranche Teil dieses Problems und kann entsprechend auch einbezogen werden.

 

Filme und Spiele sind übrigens grundverschiedene Medien.

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Das schlimme daran, ist doch nur dass Trump die Offensive sucht um die NRA schnellstens aus der Schusslinie zu kriegen. Jetzt sind die Videogames, die ja eh nur so Nerds spielen, der bequemere Sündenbock. Ganz simple politische Ablenkungsmanöver, ähnlich auch bei der von der Leyen vermehrt zu beobachten.

 

Soll sich die Industrie halt vermehrt in Europa ansiedeln, denn stoppen wird sich dieser Bereich sicher nicht mehr lassen

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vor 2 Stunden schrieb Andreas Schneider:

Das hat mit der Altersgrenze ja auch gar nichts zu tun. Es geht um die grundsätzliche und teilweise auch exessive Darstellung von Gewalt und ob das wirklich nötig ist. Selbst wenn es ein Thema der Alterseinstufung wäre, da hält sich doch sowieso niemand dran.

Diesbezüglich muss man sich die Frage stellen, ob Videospiele als Kunstform anzusehen sind, oder nicht. Denn in der Kunst ist soweit ich weiß eigentlich alles erlaubt. Dem müssten dann auch Videospiele nachgehen können dürfen. 

Außer man entscheidet sich dazu, Videospiele durch den interaktiven Faktor als andere Form der Kunst einzustufen, bei der Grenzen zu setzen sind... Aber ehrlich gesagt halte ich das für den falschen Weg. Niemand sollte in seiner künstlerischen Freiheit eingeschränkt werden, nur weil er das falsche Medium bedient. 

Am Ende gilt es also, die Menschen davor zu bewahren in ein solches psychisches Loch zu verfallen. Und dies bedarf Aufklärung und Bildung der Menschen für die Menschheit als Gesamtes, damit es eben nicht mehr passieren kann dass Menschen ausgegrenzt werden, und sie sich bei Bedarf auch Hilfe suchen. Aber hierbei handelt es sich wohl wieder um ein Ideal, welches nur schwer zu erreichen ist.

Ich weiß ehrlich gesagt selbst nicht so recht was man tun könnte außer Hilfsangebote steigern, weiter möglichst gute Bildung zu gewährleisten, und verdammt nochmal die verdammten Waffen aus dem Verkehr zu ziehen! 

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vor 5 Stunden schrieb Andreas Schneider:

Die Möglichkeit ihre Gewaltfantasien in die reale Welt zu verlagern, erlangen diese Leute aber erst aufgrund des problemlosen Erwerbs von Waffen ohne eine wirklich Überprüfung des psychischen Zustandes dieser Menschen. Das strengere Waffengesetzte Wirkung zeigen, dass wird deutlich wenn man sich die Anzahl der Amokläufe in Europa oder in amerikanischen Staaten mit verschärften Waffengesetzen anschaut. Die Probleme dieser Menschen bleiben bestehen aber die Hürde diesen letzten Schritt zu gehen, die steigt deutlich.

 

Bis auf diesen Absatz stimme ich dem Beitrag vollkommen zu. Ernsthaft, im wahrsten Sinne des Wortes herausragend, aber was diese Passage angeht hab ich mir erlaubt ein bisschen zu rechnen. Einfach weils mich interessiert hat und ich diese Annahme bestätigen/entkräften wollte. Ich hoffe das stört nicht wenn ich jetzt ein paar Zahlen poste, aber wenn man davon ausgeht dass die USA in Sachen Amoklauf "effektiver" vorgeht aufgrund von liberalen Waffengesetzen müsste sich dies an der Statistik ablesen lassen. 

 

Amokläufe von 1966 bis 2017 in der westlichen Welt

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1871/umfrage/opferzahl-bei-amoklaeufen-in-westlichen-demokratien-seit-1966/

 

Total; 576 Tote und 628 millionen Bürger der betroffenen Staaten (gelistet nach Menge)

291 USA / 50% bei 323 m. Einwohner / 51% (0,09 Amoktote per 100.000 Einwohner)

77 Norwegen     / 13,4% bei 50  / 0,8%   (1,54)

61 Deutschland / 10,6% bei 82 / 13%     (0,07)

35 Australien    / 6 %      bei 24  / 3,8%   (0,14)

33 UK               / 5,73% bei 65  / 10,4%  (0,05)

18 Finnland      / 3,13% bei 5    / 0,8%    (0,36)

14 Schweiz       / 2,4%   bei 8    / 1,27% (0,175)

13 Frankreich   / 2,26% bei 67 / 10,7%  (0,019)

13 Neuseeland / 2,26% bei 4  /  0,6%    (0,325)

12 Aserbaijian   / 2,08% bei 9  / 1,4%     (0,24)

09 Kanada       / 1,56%  bei 36 / 5,7%    (0,02)

 

Man sieht also, alle Zahlen in Klammern am Ende über 0,09 (USA) sind im Verhältnis zur Bevölkerung weit Verlustreicher und die anderen weichen auch nicht groß ab. Ausnahme Frankreich, (wobei Terroranschläge nicht inkludiert sind). Es wäre also auch nur eine weitere "zu einfache" Antwort, den leichten Zugang verantwortlich zu machen.

Nein, ich bin nicht für liberale Waffenrechte und ich find die USA auch verrückt in diesem Punkt, aber Fakt ist Fakt.

 

vor 5 Stunden schrieb Andreas Schneider:

Das sind leider Themen die man mit einem Gros der Gaming-Community nicht wirklich diskutieren kann, weil viele sich direkt schützend vor ihr Hobby werfen. In diesem Fall gibt es meiner Meinung nach aber eben durchaus Grund das Thema auch mal etwas kritischer zu sehen.

 

Danke für diesen Satz. Ich kenn die ganze Debatte von der Schützenseite und dort wird genau so gehandelt. Dort sind eben die Gamer das Böse in Person und Schuld an Amok.

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vor 11 Minuten schrieb Roxas1997:

... Denn in der Kunst ist soweit ich weiß eigentlich alles erlaubt. ...

 

Ich misch mich ungern in fremde Unterhaltungen, aber dieser Satz ist grundlegend falsch. Jugendschutz steht, auch (oder gerade) in der USA an erster Stelle, sonst wäre Pornographie und Jargon nicht einem beschränkten Zugang unterlegen. Kunst darf in keinem Fall gegen das Gesetz verstoßen, und Jugend und Tierschutz sowohl wie Antidiskriminierungsgesetze sind darin verankert.

Ich könnte auf den restlichen Text auch eingehen, aber wie gesagt; nicht meine Unterhaltung. Sorry für die Störung.

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vor 15 Minuten schrieb Dux:

 

Ich misch mich ungern in fremde Unterhaltungen, aber dieser Satz ist grundlegend falsch. Jugendschutz steht, auch (oder gerade) in der USA an erster Stelle, sonst wäre Pornographie und Jargon nicht einem beschränkten Zugang unterlegen. Kunst darf in keinem Fall gegen das Gesetz verstoßen, und Jugend und Tierschutz sowohl wie Antidiskriminierungsgesetze sind darin verankert.

Ich könnte auf den restlichen Text auch eingehen, aber wie gesagt; nicht meine Unterhaltung. Sorry für die Störung.

Darfst gerne einhaken, ist doch ein öffentliches Forum :D

Okay ich gebe zu der Satz war vielleicht etwas zu lasch formuliert. Natürlich meine ich damit alles ist erlaubt im Rahmen der Gesetze.

Und soweit ich weiß fällt da die Darstellung von Gewalt im künstlerischen Sinne drunter, ansonsten würden ja inzwischen schon alle Spiele und Filme längst gegen irgendwas verstoßen. Zumindest solange sich an den Jugendschutzbestimmungen gehalten wird, wie du schon sagtest. ^^

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vor 2 Minuten schrieb Roxas1997:

Und soweit ich weiß fällt da die Darstellung von Gewalt im künstlerischen Sinne drunter, ansonsten würden ja inzwischen schon alle Spiele und Filme längst gegen irgendwas verstoßen. Zumindest solange sich an den Jugendschutzbestimmungen gehalten wird, wie du schon sagtest. ^^

 

Das Problem bei der Sache ist die Formulierung im Gesetz; ich glaub dort steht etwas wie "solange der künstlerische Wert garantiert wird" und dies unterliegt (wie wir gerade von den Zensuren der Videospiele in Deutschland wissen) nicht nur der Zeit (wie viel bereits als Inhalt bekannt und akzeptiert wurde - gewöhnung) sondern auch dem Kontext. Nicht vergessen werden darf dabei auch, dass Journalismus schon mal keine Kunst ist. Damit fallen Berichterstattung von Krieg und Terror weg. (weil's immer heißt dass man Tote in den Nachrichten sieht) Dabei frag ich mich immer; Wenn jedes Krankenhaus einen Ethikrat hat, warum dann die Medien nicht?

Jedenfalls aber gibt es die im Artikel genannten Studien nicht und kann es auch nicht geben, weil man mit Studien höchstens eine Korrelation ausschließen kann bzw. einen Trend sieht. Das heißt noch gar nichts und ist intellektuell einfach unehrlich als Argument zu bringen. (Der häufigste Vornahme ist Mohammed, als Nachname Lee und der seltenste Name ist Mohammed Lee) Ich persönlich würde jeden empfehlen mal vom schlimmsten aus zu gehen.

Wie hat man selbst damals auf das Spiel "Hatred" reagiert? Für mich war die Botschaft eine Art Gau, denn wenn man schon damit beginnt den "künstlerischen" Wert von Mord an unschuldigen mit Meinungsfreiheit zu verteidigen, dann liegt der Weg nicht fern bis man solche Medien nicht nur normal, sondern gut findet. Und mal ehrlich; Soviel Medienecho wie "kein russisch" hatte es auch bei weitem nicht, sondern höchstens sein Zensurversuch. Ist das wirklich das Ziel von den Menschen, die Zensur bekämpfen wollen? Und ist das bisschen unrealistisches Blut (kein Mensch hat mehr als 5 Liter im Körper, wovon gerade einmal 2 den Körper verlassen können bis das Herz aufhört zu pumpen - Stichwort; Realismus darf man nicht zensieren) dies wirklich wert?

Und wichtig ist auch zu verstehen, dass man einem jungen Geist nur dann schadet; wenn er einen Verstoß gegen sein moralisches Konzept erfährt. Wenn es die ganze Welt plötzlich OK findet, ein Schwein zu schlachten obwohl er im glauben aufwächst, dies sei falsch dann gibt es einen inneren Konflikt. Hingegen wachsen Menschen im "Busch" mit Nacktheit natürlich auf und werden deswegen nicht mehr durch sie erregt.

Kunst und Medien können keinen Menschen zum morden korrumpieren, das ist albern. Was sie allerdings können und auch schon sehr lange tun ist es, ein ästhetisches Bild von Gewalt zu präsentieren (mit überzeichneten Darstellungen) und eine falsche Vorstellung von den Konsequenzen (ein Tritt gegen den Kopf tut nur ein bisschen weh, danach gehts wieder). Das wirkt dann enthemmend auf die Bereitschaft von Gewalt. Ob eine Gesellschaft das Risiko tragen will, dass dies gepaart mit psychischen Problemen zu Katastrophen führen kann ist dann die Frage.

 

So nachdem ich mich jetzt als Fürsprecher von freiwilliger Selbstkontrolle geoutet hab geb ich noch zu, dass ich Call of Duty, Resident Evil und Evil Within gespielt habe. Dass ich bereits volljährig bin ist für mich keine Legitimation, weil ich nicht annähernd einschätzen kann in wie fern mich diese Spiele beeinflußt haben. So kompetent bin ich nicht. Wäre schön wenn mal jemand ein bisschen öffentliches Geld in wissenschaftlichen Untersuchungen stecken würde, aber natürlich sind allen lieber die einfachen Antworten; Erst warens die Bücher, dann die Musik, dann der Film und schließlich sind es jetzt die Videospiele, die Schuld haben. Doch wissen wir das dem nicht so ist? Wie hoch schätzen wir die Gefahr durch eine Glasscheibe zu fliegen, wo wir doch aus den Filmen wissen dass dabei nichts passiert? Tatsache ist; Dabei sterben Menschen oder werden hospitalisiert. Keiner steht danach auf, schüttelt die Scherben von der Jacke und geht nach Hause.

Natürlich könnte man mit dem Argument kommen dass man Fiktion von Realität unterscheiden muss, aber so funktioniert das Gehirn nun mal nicht. Die Menschen sitzen trotzdem im Kino und schreien dem Opfer das Versteck des Mörders zu, obwohl sie genau wissen dass es ein Film ist, dennoch; die gezeichneten Ideen finden ihren Weg ins Bewusstsein. Nach Jaws/der Weiße Hai hatten die Menschen Panik ins Wasser zu gehen und seit dem wissen wir auch wie gefährlich und blutrünstig Haie wirklich sind, selbst wenn Kühe mehr Menschen auf dem Gewissen haben.

 

Sorry für den langen Beitrag. Wenn ich mal anfange zu schreiben....

 

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vor 7 Stunden schrieb Roxas1997:

Stimme dem Demokraten Blumenthal hundertprozentig zu, diese ganze Debatte ist ein einziger Vorwand sich nicht um die wirklichen Probleme kümmern zu müssen. Bin mal gespannt ob Trump diesbezüglich doch noch irgendwelchen Erfolg hat, wobei ich das nicht glauben mag. 

 

Ist doch wie bei uns, Diesel... überall hört man nur Diesel Debatte. Das versagen der Regierung rückt damit fett in den Hintergrund. 

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Die Anzahl der Amokläufe, egal welchen Alters, wo Videospiele auch nur entfernt mit Schuld haben können, liegt im Promille Bereich.

 

Mag ja sein das manche Games die Sensibilität für Gewalt senken, doch von einem Amoklauf sind wir da noch sehr weit weg. 

 

Amokläufe und sonstige Gewalt gibt es schon wesentlich länger, als Videospiele. Ausserdem gibt es sie auch in Ländern, die keinen, kaum, Zugang zu Videospielen hat. 

 

Ein grundlegendes Problem ist einfach auch die generelle Verrohung der Gesellschaft. Wo in einigen Ländern ein Menschenleben kaum noch was wert ist. 

 

Und einen kranken Menschen lässt wirklich alles Amok laufen. Die Suppe ist kalt,  das Auto ist grün, oder der Regen ist nass. Da brauchts kein Game. 

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