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Daniel Bubel

The Walking Dead: The Final Season - Eine Demo, die Lust auf mehr macht

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Wie wir gestern berichteten, wurde passend zum anstehenden Launch der ersten Episode der letzten Staffel von The Walking Dead: The Telltale Series auch eine Demo-Version veröffentlicht, die ihr hier im PlayStation Store finden könnt. Diese deckt die ersten 15 Minuten der am 14. August erscheinenden Folge ab und lässt Spieler und Spielerinnen in die virtuelle Haut von Clementine schlüpfen, die sich, von einem Jungen namens AJ begleitet, auf die Suche nach Lebensmitteln und anderen wichtigen Ressourcen in ein verlassenes Haus begibt.

 

Natürlich habe ich mir diese Demo heruntergeladen und mich in diesen kurzen spielbaren Teaser zum finalen Akt einer immer schwächer werdenden Reihe gestürzt. Meine Erwartungen waren dabei nicht allzu hoch, denn ehrlich gesagt, bin ich trotz vieler sympathischer Ansätze, die Telltale quer durch die verschiedensten Titel einstreut, der Formel müde, die immer wieder zum Einsatz kommt. Das ist nichts gegen die Geschichten, die erzählt wurden und in Zukunft noch erzählt werden, da diese aufgrund verschiedenster Einflüsse - wie eigener Interessen und Vorlieben - in der Wahrnehmung immer schwanken können und müssen, sondern gegen die Funktionsweise dieser ganz bestimmte Art narrativen Adventures wie Telltale sie geprägt hat.

 

Denn auch da machen wir uns mal nichts vor: Spätestens seit dem Erfolg der ersten Staffel von The Walking Dead: The Telltale Series, also jener Staffel, die Fans auch heute noch in guter Erinnerung haben werden, hat sich das Adventure-Genre ein wenig verändert und Titel wie Life is Strange oder auch The Council würde es in der vorliegenden Form womöglich nicht geben.

 

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(Bild: The Council - Episode 1: The Mad Ones)

 

Dennoch haben sich in den letzten Jahren Ermüdungserscheinungen gezeigt. Kaum beziehungsweise keine spielerische oder grafische Weiterentwicklung war vielen genauso ein Dorn im Auge wie technische Unzulänglichkeiten wie Bugs und Abstürze. Dass man sich auch auf diese - samt hanebüchener deutscher Untertitel - genauso verlassen konnte wie auf die obligatorischen Quick Time Events, spricht nicht unbedingt für die sogenannte "Telltale-Formel".

 

Wenn die neu veröffentlichte Demo nun eines zeigt, dann dass sich Telltale die Kritik zu Herzen geommen zu haben scheint. Natürlich finden wir die QTEs noch immer als Teil des Spielprinzips vor und auch die Dialogoptionen sind nur innerhalb eines begrenzten Zeitfensters verfügbar, aber man merkt ihn deutlich, den Fortschritt. Der Anfang - ohne spoilern zu wollen - von The Walking Dead: The Final Season wirkt durch sie deutlich runder und intensiver. Die Kamera schwebt nun beispielsweise näher an Clementine, beziehungsweise ihrer Schulter, was für mehr Nähe sorgt. Dadurch und durch die direkte Steuerung wirkt der Titel auf den ersten Blick beinahe wie ein Third Person-Action-Adventure. 

 

Dass sich auch die Kämpfe gegen die Zom... ähm Walker (oder waren es Beißer?) nun etwas direkter spielen - man beispielsweise entscheiden kann, ob man sie nur betäubt oder direkt auszuschalten versucht - kommt gerade in Begegnungen mit größeren Gruppen zur Geltung. Auch wenn es weiterhin dabei bleibt, dass Clementine keine Energieanzeige vorweisen kann. Wird sie angegriffen und gebissen, ist sie tot und die Sequenz startet von vorne. Die Zwischensequenzen sind sehr viel besser geschnitten und die Übergänge flüssiger. Das kann aber natürlich auch daran liegen, dass die Demo ein viel kompakteres Bild zeichnet als es das fertige Spiel tun wird, aber auch zu Abstürzen oder Rucklern kam es nicht. Man scheint ordentlicht an der Engine gewerkelt zu haben. Und das obwohl man künftig auf Unity setzen möchte. Dennoch merkt man die feineren Animationen und schärfere sowie detailliertere Umgebungen.

 

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Ebenfalls sehr gut haben mir die wilden und eher unkonventionellen Kamerafahrten samt verschiedener Perspektiven gefallen, mit denen Telltale im Auftakt zur ersten Episode gearbeitet hat. Im Vergleich zu den eher starren Einstellungen der Vorgängerspiele wirkten sie frisch und einem modernen Actionfilm entnommen - zumindest in den dazu passenden Momenten. Davon darf es in der Vollversion gerne sehr viel mehr geben.

 

Was mir auch sehr gut gefallen hat, war dass es neben deutschen Untertiteln sogar eine komplett deutsche Sprachausgabe geben wird. Diese ist zwar nicht ganz auf dem Niveau der englischen, aber dennoch professionell. Störend fand ich nur, dass das Gesprochene nicht immer dem eingeblendeten Untertitel entsprach. Diese würde ich dementsprechend auch abschalten, sollte das für euch eine Option sein.

 

Langer Rede kurzer Sinn: Die Demo zur ersten Folge von The Walking Dead: The Final Season ist absolut gelungen und bietet genügend Neuerungen, um Lust auf mehr zu machen. Natürlich ist das Gebotene kein spielerischer Neustart, kein Hard-Reset, aber eine wirklich gelungene Weiterentwicklung. Mehr noch als vor wenigen Monaten, habe ich wieder richtig Lust auf ein Telltale-Spiel.  Und das kommt von jemandem, der die dritte Staffel ausgelassen und kein Interesse daran hat, diese nachzuholen.

 

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(Bild: The Walking Dead: The Telltale Series - Season 1)

 

Die erste Episode wird am 14. August diesen Jahres unter anderem für die PlayStation 4 erscheinen. Den Staffelpass könnt ihr euch für 23,99 € im PlayStation Store sichern. Vorbesteller erhalten zudem Zugriff auf alle bisher veröffentlichten Staffeln der Telltale-Serie.

 

Habt ihr die Demo gespielt?

Und wenn ja, was haltet ihr davon? Hat es euch gefallen?

 

Falls ihr die Testversion nicht spielen wollt, findet ihr hier ein Video-Walkthrough.

The Walking Dead: The Final Season
TellTale Games
TellTale Games

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Gast SirToby

Wäre voll cool wenn ihr mit rein schreibt, das die Demo nur für PlayStation Plus Mitglieder ist. 

 

Zumindest St. im Deutschen Store

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Super Zusammenfassung.

 

Vor allem bei der Grafik muss ich sagen, hat TT jetzt viel richtig gemacht und es sieht super aus.

Klar, der grobe Look ist immer noch gleich, aber es sieht um Welten besser aus als noch der erste Teil.

 

ich freue mich. Auf das Spiel, aber auch und vor Allem auf das Ende der Serie.

Clem ist mir sehr ans Herz gewachsen.

 

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