Jump to content
PS4-Magazin auf allen Kanälen - Folge uns!
PS4-Magazin.de
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Wolfbyte

[Test] - Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord

Recommended Posts

Hotel Transsilvanien ist zurück! Im nunmehr dritten Teil der lustigen Grusel-Reihe möchten Drac und seine Familie auf einem Kreuzfahrtschiff Urlaub machen. Das Ziel? Die sagenumwobene Stadt Atlantis, mittlerweile ein Urlaubsparadies für Monster jeglicher Art. So viel zum Film, für mehr reichen unsere Spoiler-Tags nicht aus.

Um dem Film nichts vorweg zu nehmen, aber dennoch im Thema zu bleiben, muss man im passenden Videospiel, welches auf den Beinamen „Monster über Bord“ hört, über Bord gegangene Monster und Kompass-Teile wiederfinden. Die Kompass-Teile, weil die Kapitänin ihn zum Navigieren benötigt, die Monster, weil sie eben einfach dazugehören.

So präsentiert sich uns ein simples, an den Film angepasstes Abenteuer. Flache Witze und Fan-Service in Form von den Charakteren entsprechenden Dialogen stehen also auf der Tagesordnung. Nicht mehr und nicht weniger. Für Fans genug, für Vollblut-Zocker mit Interesse an „deep Narrative“ womöglich nicht.

Bei Lizenz-Versoftungen mit niedrigem Budget üblich, stellt sich Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord als typischer Action Adventure-Spiel dar, welches durch offene, aber dennoch eingeschränkte Areale führt, und euch dabei die Kontrolle über Drac oder Mavis ermöglicht. Es gilt, die gestrandeten Freunde, wie etwa Murray die Mumie oder Franky, zu finden uns aus ihren misslichen Lagen zu befreien. Beispielsweise hat Franky seine Gliedmaßen verloren und Wayne der Wolf wurde bis zum Kopf verschüttet.

 

ht3scesp.jpg

Die Aufgaben sind zuallererst Laufintensiv und bedürfen einem geschickten Management der eigenen Ressourcen. Diese stellen sich in der Form von Impas dar; kleinen Wesen, die aufs Wort gehorchen. Diese erinnern an die Schergen aus Overlord oder eben an die Pikmin... aus Pikmin. Bedeutet, diese kleinen Impas kommen in unterschiedlichen Formen daher - genau genommen angepasst an die besonderen Merkmale der Monster-Freunde - und verfügen über besondere Fähigkeiten. So können Vampir-Impas fliegen und so beispielsweise Rampen hochheben, Wolfs-Impas können Sandhaufen aus dem Weg schaffen und Frankenstein-Impas können auch schwere Blockaden zur Seite schieben.

Die Menge an Impas ist limitiert, so kann man diese an dafür vorgesehen Checkpoints beschwören, insofern man noch genügend vorrätig hat. Mehr Impas werden durch das Einsammeln von Edelsteinen beschafft, wobei diese Steinchen in unterschiedlichen Farben daherkommen und so auch unterschiedlich viele Impas zur Verfügung stellen.

Hier liegt aber auch ein schmerzlich spürbarer Knackpunkt in dem System. Während man über die drei zusammenliegenden Inseln streift, die wohl gemerkt „frei“ begehbar sind, kann es durchaus vorkommen, dass einem durch einen Kampf oder eine Falle sämtliche Impas abhanden kommen. Diesen Umstand kann man nur abwenden, indem man die Insel verlässt - also aufs Kreuzfahrtschiff zurückkehrt - und die Insel von neuem besucht. Tut man dies, erhält man wieder die Mindestmenge an Impas. Dieser Schritt ist absolut unnötig und ruiniert den Spielfluss, da Ladezeiten zwischen beiden Arealen jedes Mal für kurze Pausen sorgen.

Zusätzlich zu der anhalten Impa-Knappheit, können Drac und seine Tochter nur in der Nacht auf die Suche gehen, was jeden Ausflug auf eine der Inseln auf ein knappes Zeitfenster begrenzt. Hat man keinen der Schätze gefunden, die beispielsweise Impas verbessern oder auch die Nachtzeit verlängert, kann man gerade einmal gute zehn Minuten auf der Insel umherwandern. Hat man sich mal verlaufen oder musste sich aus einem Kampf zurückziehen, um sich nwu zu ordnen, ist die Nacht auch schon fast rum. Und was bedeutet das? Genau, ab aufs Schiff und wieder zurück. Die Mechanik hat aber, da man bei der aktuellen Aufgabe an genau der gleichen Stelle weitermachen kann, an der man aufhören musste, keinerlei Auswirkungen auf das Spiel an sich. Sie ist einfach nur nervig, um es kurz zu fassen.

Da sich Kämpfe gegen Inselkreaturen, wie Riesenkrabben oder Monsterpflanzen, und einfache Schiebe- und Puzzlerätsel insgesamt als wenig herausfordernd und simpel herausstellen, ist die adressierte Zielgruppe ganz klar im Kinderbereich. Für die kleineren ist der Titel sicherlich nicht verkehrt, wobei die etwas stoige Steuerung gerade die unerfahrenen Spieler sicherlich frustrieren und überfordern wird. Zumal Mavis und Drac direkt nicht angreifen können und somit nebst Impa-Kontrolle auch ausweichen angesagt ist.

 

ht1isdvk.jpg

Die Kamera lässt sich nur zäh drehen, die Zielgenauigkeit der Markierung, mit der man die Impas kontrollieren kann, reagiert viel zu sensibel, Animationen ploppen ohne Übergang rein, Kommentare, die Drac und Mavis ab und zu von sich geben, werden ohne Limit immer wieder und wieder gefeuert etc. etc. Es sind die vielen kleinen Unsauberheiten, die dem Spiel den typisches Lizenz-Look verpassen.

Kurz gesagt: Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord ist kein Spiel für lange Abende und schon gar nicht für Spieler, Herausforderungen suchen, die - wenn man im Genre bleibt - mit Pikmin oder Overlord mithalten können. Die Varianz an Aufgaben ist überschaubar, das Level Design simpel, die Komplexität mit vier verschiedenen Impas reicht nicht aus, um Spieltiefe zu erzeugen. Spielniveau: Kinder und Anfänger.

Und auch audiovisuell gewinnt der Titel dementsprechend keine Preise. Die Umgebungen sind karg, Animationen teilweise unsauber, teilweise abgehackt. Die Charaktere können kaum mit Details glänzen, sind aber ihren Vorbildern gut nachempfunden. Das Fehlen einer deutschen Synchronisation macht es jüngeren Zockern schwer, den Dialogen, die während des laufenden Spiels geführt werden, zu folgen und knackst an der Atmosphäre, da man mittlerweile etwas anderes von den Charakteren gewöhnt ist und sie jedoch nicht in ihrem typischen Gewand wiederfindet.

Also... das Spiel macht es mir nicht leicht, eine abschließende Bewertung zu finden. Sicherlich, vom Schwierigkeitsgrad her zielt der Titel auf jüngere Spieler ab, kann aber mit ein paar interessanten Kniffen zumindest meine Aufmerksamkeit erwecken. Optik und Sound bleiben auf unterem Niveau und könnten locker noch auf einer PS3 laufen. Die englischen Sprecher geben sich Mühe, ihren ansonsten recht ausdruckslosen Charakteren Leben einzuhauchen, das Quest- und Level Design bleiben dabei aber stets unter den Möglichkeiten. Um es abzuschließen: Hotel Transsilvanien 3: Monster über Bord hat den Kindern gut gefallen, mich konnte es jedoch nur sehr kurz bei Laune halten. Das liegt nicht unbedingt an der Umsetzung an sich, sondern eher an der Komplexität des Ganzen. Wer Kinder hat oder Trophäen jagt, ist hier an der richtigen Stelle.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dieser Inhalt muss durch einen Moderator freigeschalten werden

Gast
Du kommentierst als Gast. Wenn du bereits einen Account hast kannst du dich hier anmelden.
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung wiederherstellen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

  • Wer ist Online   0 Benutzer

    Keine registrierten Benutzer online.

×

Wichtige Informationen!

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung und Community-Regeln.