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Calvin Rimpel

[Test] - Naruto to Boruto: Shinobi Striker

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Mit stattlichen 56 Ablegern kommt das Naruto-Videospielfranchise zwar nicht ganz an die Anzahl an Episoden seines berühmten Anime-Vorbildes heran, doch die regelmäßige Veröffentlichung neuer Titel, verdeutlichen das Interesse der Fanbasis, die dem schelmischen Ninja auch nach über 15 Jahren noch die Treue schwören, nur allzu gut. Wie sich der neuste Titel aus dem Hause Bandai Namco schlägt, verrät der folgende Test.

 

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Ich bin ehrlich, ich war nie der allergrößte Naruto-Fan. Während sich meine Freunde mit Shōnen à la One Piece, Inu Yasha, Dragonball oder besagtem Naruto ihre Nachmittage um die Ohren schlugen, hatte ich mit Slice of Life und Co schon Genres entdeckt, die mich persönlich mehr ansprachen. Dennoch kann die Popularität und Relevanz von Naruto nicht unter den Teppich gekehrt werden, da es für viele gelangweilte Jugendliche die wohltuende Einstiegsdroge in die große Welt der Animes war.

 

Naruto to Boruto Shinobi Striker spielt chronologisch zwischen den Ereignissen von Naruto Shippuden sowie Boruto – Naruto Next Generation und kann dabei seine Inspiration von Bandai Namcos hauseigenem Dragonball Xenoverse nicht wirklich verstecken. Genauso wie dort, heißt es nämlich zunächst selbst kreativ werden. Nachdem ihr Haare, Mund, Nase, Ohren und weitere Aspekte der zum Standard der Menschlichen Anatomie gehörenden Ausstattung eures Charakters angepasst habt, bleibt nur noch die Namensauswahl, bevor ihr in die aufregende Welt von Shinobi Striker abtauchen könnt.

 

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Euer Abenteuer beginnt daraufhin in einem kleinen Dorf, welches fortan als der zentrale Hub für euch und die anderen Spieler fungiert. Denn Shinobi Striker ist, zumindest, wenn ihr es wünscht, permanent online. Von dort aus könnt ihr nach einem kleinen Tutorial zunächst die sogenannten „VR-Missionen“ meistern. Hierbei handelt es sich um den Story-Modus des Spiels, in welchem entweder Solo oder im Koop gegen computergesteuerte Gegner angetreten wird.

 

Die Missionsvielfalt hält sich dabei in Grenzen. So verdrescht ihr in der Regel zumeist hauptsächlich Massen an unliebsamen Gegnern, bevor ihr anschließend in den nächsten Pulk geworfen werdet. Nichtsdestotrotz kommen gerade Fans von Naruto auf ihre Kosten, finden sich doch einige bekannte Schauplätze aus TV und Manga wieder.

 

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Das mitreißende Gameplay ist, wenig überraschend, extrem rasant und hält euch mit parkourähnlichen Manövern konstant auf Trab. Egal ob ihr an klippenartigen Wänden entlang flitzt oder stylisch durch die Lüfte schnellt, es kommt wirklich waschechtes Ninja-Feeling auf.  Unglücklicherweise lassen sich diese lobenden Worte nicht auf das rudimentäre Kampfsystem übertagen.

 

Während ich zwar niemals die Komplexität eines Ninja Gaidens oder anderer kombolastiger Spiele erwarten würde, gestalten sich die Kämpfe trotz verschiedenster eindrucksvoller Ninjutsu-Attacken, einfach eine Spur zu simpel. Gerade im direkten Vergleich zu den wundervollen akrobatischen Bewegungskünsten eures Avatars, sticht das oftmals eintönige Kampfgeschehen umso deutlicher heraus - ein unschönes Gefühl, was durch die Unübersichtlichkeit während der chaotischen Schlagabtäusche noch verstärkt wird.

 

Dies ist umso tragischer, da Shinobi Striker im Hinblick auf die fast schon exzessive Charakteranpassung  alles richtig macht. Jede Menge fantasievoller Skills sowie hilfreiches Zubehör, erlauben eine detailgetreue Anpassung eures Recken und auch die Fashion-Gurus unter euch werden sich dank der üppigen Anzahl kosmetischer Items wohlfühlen.

 

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Um allerdings das Beste aus eurem Charakter rauszuholen, müsst ihr euch in die 4 gegen 4 Multiplayer-Gefechte stürzen, die mit unterschiedlichsten Modi wie Capture the Flag oder Conquest aufwarten. Insbesondere das Klassensystem, kann im Multiplayermodus sein gesamtes Potential ausspielen, denn abseits des klassischen Schadensausteilers, stehen dem Ninja auch noch andere Wege, wie etwa der eines Heilers oder Fernkämpfers, offen. Dadurch erhält das Schlachtgetümmel die so dringend benötigte Abwechslung, die im Singleplayer leider zu kurz kommt.

 

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Während es beim Kampfsystem also etwas hapert, habe ich bei der Präsentation des Titels kaum ein böses Wort zu verlieren. Der CG-Cellshading-Look, der mit 60 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm flackert, ist ein Schmaus fürs Auge und die schicken Areale sind visuell abwechslungsreich. Gerade die verschiedenen Kampfmanöver feuern ein imposantes Effektfeuerwerk ab, was durch die kraftvolle Sound- sowie Musikkulisse abgerundet wird.

 

Zusätzlich verdient Bandai Namco wieder einmal Lob dafür, dass sie die japanischen Stimmen auf die Disc gepackt haben, sodass neben der gelungenen englischen Sprachausgabe auch die Originalsprache zur Auswahl steht.

 

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Fazit:

Naruto to Buruto: Shinobi Striker ist ein zweischneidiges Schwert. Während ich einerseits hadere, Neulingen das Spiel zu empfehlen, kann ich andererseits erkennen, warum Fans des Franchises auch nach all den Jahren immer noch dabei sind.

 

Von der exzellenten Präsentation, über zur fantastischen Charakter-Custimization bis hin zur blitzschnellen Akrobatik – vieles, in Shinobi Striker, machte selbst einem Neuankömmling wie mir, enormen Spaß. Dementsprechend stimmt es mich umso trauriger, dass das verhältnismäßig simple Kampfsystem den Gesamteindruck etwas trübt.

 

Egal ob Fan oder nicht, wer schon immer einmal davon geträumt hat, den idealen Ninja zu kreieren, der wird wohl kaum einen Titel mit mehr Anpassungsmöglichkeiten finden, als Naruto to Boruto: Shinobi Striker.

Infos
Naruto to Boruto Shinobi Striker
Publisher: Bandai Namco Games
Entwickler: Soleil Ltd.
Zusammenfassung
Für Fans von Naruto definitiv einen intensiven Blick wert, alle anderen spielen besser Probe.
Positiv
  • Cooles Ninja-Feeling...
  • Schicke Effekte
  • 60 FPS + japanische Sprachausgabe
Negativ
  • ...dass nur im Kampfsystem einknickt
  • Teils unausgeglichenes Matchmaking

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