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Daniel Bubel

[Test] - Onimusha: Warlords

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Während die gesamte Spielwelt über das Remake von Resident Evil 2 zu sprechen scheint, widmen wir uns an dieser Stelle (erst einmal) einem anderen Titel aus dem Hause Capcom. Und zwar soll es um Onimusha: Warlords gehen, das in Form eines Remasters für die aktuelle Konsolengeneration erschienen ist. Knapp 18 Jahre ist es her seit der Titel hierzulande für die PlayStation 2 veröffentlicht wurde. Ob er sich heute noch gut schlägt oder ob Samurai Samanosuke besser im wohlverdienten Ruhestand hätte bleiben sollen, wird der folgende Test klären.

 

 

Willkommen an Bord unserer erstaunlich gut funktionierenden PlayStation 4 Magazin-Zeitreisemaschine, meine Damen und Herren. Wir springen jetzt eine Weile zurück, nicht zu weit, keine Sorge. Aber so gute zwanzig Jahre müssen es schon sein. Einen kurzen Augenblick müssen Sie sich gedulden und... schon sind wir da. Wir befinden uns nun in einer Ära der Videospielgeschichte, in der Capcom den Spielemarkt mit einem ebenso einfachen wie erfolgreichen Konzept fest im Griff hatte.

 

Spiele wie Resident Evil aber auch die in Vergessenheit geratene Dino Crisis-Reihe folgten alle einem ähnlichen Muster und waren der Inbegriff dessen, was man eine ganze Weile lang unter Survival Horror verstand. Das waren dann nicht nur starre Kameraperspektiven und (zumindest in Teilen der Spielen) vorgerenderte Hintergründe, sondern auch häufiger Munitionsmangel und herrlich bekloppte Umgebungs-, Schlüssel- und Schalterrätsel, die sich sonst nur der tollkühnste Adventure-Designer einfallen lassen durfte. Da das Konzept so hervorragend funktionierte, wurde es auf zahlreiche Spiele angewandt.

 

Infolgedessen erwarteten uns Spieler diverse Ableger der oben genannten Titel und auch das 2001 erstmals veröffentlichte Onimusha, eine komplett neue Marke und Auftakt einer durchaus beliebten Reihe, die sich trotz der Ähnlichkeiten zu den anderen Capcom-Spielen eher dem Action Adventure-Genre zuordnen ließ. Hier schlüpfte man in die Rolle des Samurai Akechi Samanosuke, der sich aufmacht, um eine entführte Prinzessin zu befreien und zu verhindern, dass der sagenumwobene Feldherr Nobunaga mit dem Dämonenkönig Fortinbras gemeinsame Sache machen und die Welt unterjochen kann.

 

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Auf dem Weg zu den finalen Kämpfen galt es zahlreiche kleinere und größere Schalterrätsel zu lösen, Dämonengegner, die mit Schwertern und Keulen bewaffnet auf den Helden einschlugen, sowie Minibosse mit besonders schlagkräftigen Argumenten zu bezwingen und die zahlreiche Seelen der Getöteten einzusammeln. Dafür wurde Samanosuke mit einem sogenannten Oni-Handschuh ausgestattet, der ihm nicht nur das Absorbieren der unterschiedlich eingefärbten Seelenpartikel ermöglichte, sondern auch die Nutzung magischer Schwerter.

 

Diese verfügten nicht nur über unterschiedliche Vor- und Nachteile wie beispielsweise erhöhte Geschwindigkeit, die zu Lasten der Durchschlagskraft ging, sondern auch über elementare Angriffe, die man nutzen konnte, solange genügend magische Energie zur Verfügung stand. So konnten mehrere Gegner mit einem Wirbelsturm kampfunfähig gemacht werden, oder einzeln auftretenden, aber besonders harten Brocken mit mächtigen Blitzkombos zugesetzt werden. Der obligatorische Flammenangriff verband beides, ließ sich aber nicht ganz so gezielt einsetzen.

 

Magische Energie konnte durch das Aufsammeln blauer Seelen erneuert werden, während gelbe Seelen die Lebensenergie erneuerten (wobei gefundene Heilkräter den gleichen Effekt hatten) und rote Seelen als eine Art Währung fungierten, mit denen man nicht nur die Waffen aufleveln konnte, sondern auch die daran gebundenen Blitz-, Feuer- und Wind-Steine. Und zumindest letzteres war bitter nötig, das man im Verlauf des doch sehr kurzen Abenteuers immer wieder auf Türen stieß, die durch magische Schlösser gesichert wurden. Hier halfen nur die erwähnten Steine, die auf das zur Tür passende Level gebracht werden mussten.

 

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Dadurch und durch das dazu passende, verwinkelte Leveldesign bot sich eine durchaus glaubwürdige und in sich stimmige Spielwelt, wobei die Atmosphäre auch durch die vorgerenderten Hintergründe gestützt wurde, die für die damalige Zeit von herausragender Qualität waren. Jeder Raum, jeder Gang wirkte anders, erzählte mitunter eine eigene kleine Geschichten von der Anwesenheit der Dämonen oder den Opfern, die deren Invasion forderte. Technisch betrachtet war Onimusha 2001 durchaus ein mehr als nur hübscher Titel.

 

Heutzutage sieht das freilich etwas anders aus, weswegen ich euch bitten muss noch mal kurz mit an Bord der Zeitmaschine zu kommen. Denn der Titel, der damals immerhin drei Nachfolger auf der PlayStation 2 mit sich brachte und mit einem Hollywood-Film einem noch größeren Publikum zugänglich gemacht werden sollte (ein Projekt, das letzten Endes eingestellt wurde), wurde nun auch für die PlayStation 4 veröffentlicht. Und das bedeutet, dass wir die Zeitreise, die wir da gerade unternommen haben, womöglich gar nicht hätten machen müssen, da sie jeder Besitzer von Sonys aktueller Konsole jederzeit am heimischen Bildschirm erleben kann. Und das sogar mit einigen wirklich tollen Anpassungen, die den Einstieg angenehmer gestalten sollten.

 

So kann man sich im Remaster Onimusha: Warlords beispielsweise darüber freuen, dass die heutzutage als umständlich verschriene Panzersteuerung nun optional zur Verfügung steht, während man sich allgemein leichtfüßig mittels Analogsticks durch die nach wie vor vorgerenderten Umgebungen bewegen kann. Diese wurden, genauso wie die Spielfiguren, grafisch natürlich ein wenig aufpoliert oder zumindest an die Auflösung moderner TV-Geräte angepasst. Aber egal ob Full HD- oder gar UHD-Fernsehgerät, man sieht dem Spiel sein hohes Alter jederzeit an.

 

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Die Hintergründe wirken nicht mehr ganz so scharf und zeitgemäß, wie man sie eventuell in Erinnerung hat, gerade auch im Vergleich zu den Spielfiguren, was wohl auch daran liegt, dass sie durch die Umstellung von 4:3 auf 16:9 nun hereingezoomt präsentiert werden. Zum Glück darf man als Spieler auch hier jederzeit wählen. Großartig ändern tut das natürlich nichts und auch die durchschnittlichen Animationen, die Beleuchtungs- und Partikeleffekte wirken heute natürlich überholt. Freuen darf man sich allerdings darüber, dass man nun jederzeit auf Knopfdruck die Waffen wechseln kann, statt immer einen Umweg über das Menü gehen zu müssen.

 

Rein technisch wurde für das Remaster zwar nur der minimale Aufwand betrieben, aber das Ergebnis kann sich dennoch sehen und hören lassen. Letzeres vor allem dann, wenn man die Tonspur vom Englischen auf Japanisch umstellt. Was einem die vermutlich aus einem Gefängnis für Laiendarsteller entlaufenen Synchronsprecher nämlich sonst so zumuten, sorgt eher für Schmunzler denn für Atmosphäre. Gleiches gilt allerdings auch für die deutschen Untertitel, weswegen es unterm Strich wohl keinen so riesigen Unterschied macht, was man für sich auswählt. Fans des Originals freuen sich nichtsdestotrotz über die Möglichkeiten und Anpassungen.

 

FAZIT

 

Onimusha: Warlords ist eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die Spielmechaniken sind mitunter überholt, funktionieren aber noch sehr gut und machen vor allem noch richtig viel Spaß. Sich mit den unterschiedlichen Dämonengegner anzulegen und ihnen die Elementarangriffe um die Ohren zu hauen, ist nach wie vor unterhaltsam. Die Rätsel sind nicht sonderlich schwer, aber abwechslungsreich inszeniert - und dass man mit Kaede, einer Begleiterin Samanosukes, einen zweiten Charakter hat, den man zumindest kurzzeitig steuern darf, lockert das Spiel nochmals etwas auf.

 

Allerdings hat man den Titel auch nach maximal vier Stunden das erste Mal durchgespielt und danach warten lediglich ein paar optionale Herausforderungen, ein freischaltbares Minispiel, ein erneuter Spieldurchgang auf einem höheren Schwierigkeitsgrad oder die Jagd nach den Trophäen, die es heutzutage eben geben muss.

 

Für 19,99 € bekommt man dennoch ein stimmiges Gesamtpaket und darf einen Blick zurück in die Spielevergangenheit werfen. Da Nostalgie allerdings den schönsten Blick ermöglicht, funktioniert die Zeitreise eben für jene am besten, die Onimusha bereits auf der PlayStation 2 erlebt haben. Auch wenn es aufgrund der generell guten Qualität des Titels wohl niemand so wirklich bereuen wird.

 

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Infos
Onimusha: Warlords
Publisher: Capcom
Entwickler: Capcom
Release: 2019-01-14
Zusammenfassung
Onimusha ist nicht mehr das hübsche Spiel, das es einst war, aber immer noch das gute Action-Adventure von damals. Dank eines niedrigen Preises und einigen sinnvollen Verbesserungen und Anpassungen, stört auch die sehr kurze Spielzeit kaum. - 7/10
Positiv
  • Nach wie vor gelungene Mischung aus Action und Rätseln
  • Überarbeiteter Sound und Steuerung
  • Tolles Figurendesign
Negativ
  • Technisch lediglich minimal angepasst
  • Kulissen wirken mitunter verschwommen
  • Wechselnde Kameraperspektiven können stören

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Hab es auf der Switch gespielt und fand es super. Story war interessant und auch wenn die technik veraltet daherkommt hat sie doch Charme und erinnerte mich an die alten PS1 zeiten.

 

Ich kannte nur den 3 und 4ten Teil des Spiel und wollte unbedingt mal den ersten Teil spielen, bloß kam der mir wie ne Demo vor so kurz war der Spaß. Aber ich hoffe einfach mal das mein Kauf reicht damit 3 und 4 nochmal wiederkommen weil die waren Highlights auf der PS2 für mich.

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