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Wolfbyte

[Test] - Kingdom Hearts 3

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Es sind tatsächlich schon 13 Jahre. Dreizehn! Dreizehn lange Jahre, die Fans der wohl außergewöhnlichsten Kooperation der Videospiel-Geschichte nun auf den finalen Part ihrer Lieblings-Saga warten mussten. Die Rede ist natürlich von Kingdom Hearts, welches mit dem kürzlich erscheinenden dritten Teil einen Punkt ans Ende setzen möchte.

 

Die Reise von Sora, den ganzen Weg vom Strand mit Freunden, bis ins Zentrum der bösartigen Organisation XIII und somit die ganze Achterbahnfahrt der Xehanort-Saga zu verstehen, ist eine Aufgabe für sich. Bewegen sich doch auch relevante Aspekte der Geschichte außerhalb der Hauptspiele 1 & 2, ausgekoppelt in Titeln für Handhelds und gar Smartphones.

 

Wir sind daher auch nicht versucht, diesem Anspruch hier gerecht zu werden und fassen uns daher eher kurz. Sora, Frohnatur und Keyblade-Träger, muss gemeinsam mit Freunden und Verbündeten, wie etwa seinem Jugendfreund Riku, seinen Partnern Goofy und Donald, aber auch weiteren ikonischen Disney-Charakteren, wie Anna und Elsa, Baymax oder auch Herkules gegen die Vernichtung ihrer Welten vorgehen und dabei alles in die Waagschale werfen.

 

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Die Geschichte ist verworren, aber simpel, überschaubar, aber voller Querverweise auf andere Titel der Reihe. Wer einfach Disney und Final Fantasy erleben möchte, kann loslegen. Wer jedoch Interesse daran hat, jedes noch so kleine Detail zu erfassen, sollte sich zunächst mit der durchaus komplexen Historie dieser Reihe auseinandersetzen. Neueinsteiger mit einem Faible für das Narrative werden hier ihre Schwierigkeiten haben, auch wenn das Team sich mit Flashbacks und einem ausführlichen Journal alle Mühe gegeben hat, eine möglichst hilfreiche Zusammenfassung zur Verfügung zu stellen.

 

Und wie man in der Birth by Sleep Episode mit Aqua bereits im Ansatz fühlen konnte, hat sich spielerisch nichts und gleichzeitig alles getan. Mit Sora unter direkter Kontrolle wirft man sich in actionreiche Kämpfe gegen unterschiedlichste Gegner in Hülle und Fülle und wird dabei von Goofy und Donald, die beide Enden des Stereotypen-Spektrums darstellen - Magie und Nahkampf- unterstützt. Zusätzlich kommen dann außerdem Welt-spezifische Charaktere, wie etwa Captain Jack Sparrow oder Rapunzel dazu, die mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet das Gameplay immer nochmal aufpeppen und nicht lahm werden lassen.

 

Sora ist und bleibt individualisierbar, was bedeutet, dass er sowohl als Nah- und Fernkämpfer eingesetzt werden kann, ob mit Fokus auf physische oder magische Angriffe ist dabei dem Spieler überlassen. Außerdem ist er in der Lage, die aus Kingdom Hearts 3D: Dream Drop Distance bekannte Flowmotion-Mechanik anzuwenden, auch wenn diese weniger Auswirkung auf den Kampf im Allgemeinen hat, als noch in dem 3DS-Ableger. Seine Waffe ist und bleibt das Keyblade, jedoch kann er mehrere dieser außergewöhnlichen Waffen ausrüsten und durch einfache Commands im Kampf wechseln, um so beispielsweise mit einem Hammer anzugreifen oder zwei Schusswaffen zu benutzen. Das geht nicht nur flüssig von der Hand, es ist auch noch verdammt cool und spaßig!

 

Besonders hervorzuheben sind hierbei die wundervoll inszenierten Angriffe, die Fahrgeschäften der Disney Parks nachempfunden sind, wie etwa den ikonischen Teetassen oder der Schiffsschaukel. Diese sind aber nicht nur effektiv, sie sind dabei außerdem herrlich abwechslungsreich und wunderschön anzuschauen. Die Hingabe, mit der diese visuelle so hervorragend aufbereitete Neuinszenierung des Kampfsystems vonstattengegangen ist, ist in jeder Sekunde spürbar. Direkt ausgewählt werden können diese aber nicht, daher ist es immer der jeweiligen Welt überlassen, welche Angriffe ausgeführt werden.

 

Ähnlich beeindruckend sind die Link-Angriffe, für die sich Sora die Unterstützung von bekannten Disney- und Pixar-Charakteren holt, die dann – in einer ähnlich zeitaufwendigen Sequenz – ihrer Kraft freien Lauf lassen. So kann Sora, zum Beispiel, Ralph herbeirufen, der alles KAPUTT macht!

 

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Zusätzlich gibt es noch spezielle Kombo-Manöver, für die sich die Gruppe zusammenschließen muss. Diese werden durch einen einfachen Knopfdruck ausgelöst und spielen sich dann automatisch ab. Schade hierbei ist nur, dass die Kraft dieser Attacken in keiner Relation zu ihrer Verfügbarkeit steht. Viel zu oft blinkt es auf, völlig unabhängig von der Stärke der zu bekämpfenden Gegner.

 

Apropos aufblinken; die unterschiedlichen Spezialmanöver teilen sich eine Taste im Kampf. Klingt komisch, ist aber so. Das führt dazu, dass man gelegentlich eigentlich, zum Beispiel, eine Attraktion nutzen möchte, aber erst einen Team-Angriff ausführen muss.

 

Die Kämpfe sind zahlreich und bleiben auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad stets kontrollierbar, was jedoch nicht bedeutet, dass dieser keine Auswirkungen auf den Verlauf haben kann, mehr auf die Dauer und den zu nutzenden Rhythmus. Empfangener Schaden, ausgeteilter Schaden; auch wenn hier mit relativ geradlinigen Systemen gearbeitet wird, ist der Anstieg spürbar. Und darüber hinaus erschwert ein niedriger Schwierigkeitsgrad die Freischaltung des geheimen Endes ungemein, da die Freischaltkriterien eben solchem anpassen. Clever!

 

Und so streift man mit den drei Helden durch die unterschiedlichen Disney-Welten, wie etwa durch das verschneite Arendell aus Frozen, die pulsierende Metropole San Fransokyo aus Baymax, die Karibik aus… Fluch der Karibik, Herkules‘ Götterwelten aus dem antiken Griechenlands oder auch Kinderzimmern und Spielzeuggeschäften aus Toy Story. Insgesamt werden hier acht Welten präsentiert, von denen fünf ihren Weg zum ersten Mal in die Serie finden. Der Fokus liegt hier primär auf aktuelleren Themen und weniger in der klassischen Disney-Ära, was verständlich, aber schade ist. Zu gern wären wir zum Abschluss der Saga nochmal durch alle Welten gesprungen, wenn auch nur kurz oder angedeutet.

 

Verbunden sind die unterschiedlichen Welten erneut durch den Gumi-Jet, der erneut individualisierbar ist und für kleine Weltraum-Shooter-Intermezzi genutzt werden kann. Besonders hervorzuheben sei hierbei jedoch die Tatsache, dass man sich frei im Raum bewegen kann und nicht mehr wie an einer Leine ohne Rückkehr stets in eine Richtung fliegen muss. Nette Verbesserung!

 

Nach der langen Wartezeit fühlen sich die guten 30-40 Stunden, die man mit dem Hauptspiel verbringen kann, irgendwie zu kurz an. Ja, es gibt noch jede Menge Nebenmissionen, einen niedlichen Fotomodus und natürlich unterschiedliche Spielstile, die gegebenenfalls auch einen Wiederspielwert drauflegen, aber irgendwie fehlt es an manchen Stellen an Epik.

 

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Nicht so in der Präsentation. Die Welten sind allesamt mit viel Liebe zum Detail nachgebaut, teilweise mit enormer Größe versehen und einfach nur wunderschön zu jeder Zeit. Square Enix hat sich auch getraut, ganz unterschiedliche Stile miteinander zu kombinieren, so kommt Jack Sparrow, beispielsweise, nicht in einer comichaften Disney Infnity-Form daher, sondern ähnelt einer CGI-Variante des echten Johnny Depp. Insgesamt spiegeln die Welten dies auch wider und auch Sora passt sich der visuellen Note an, so zum Beispiel in der Toy Story-Welt, in der er ebenfalls zu einer Action-Figur wird. Toll!

 

Die Musik, die sich natürlich ebenfalls am jeweiligen Setting orientiert, ist auf orchestralem Niveau und hervorragend abgemischt. Jeder Hieb, jedes Swoosh, jede Sekunde baut aufeinander auf, verdichtet die Atmosphäre und belebt und verbindet das Beste aus beiden Welten.

 

Lediglich einen tiefen Einschnitt müssen die deutschen Fans hinnehmen. Ahnte man den eingeschlagenen Weg bei den diversen Remix/Final Mix-Varianten schon voraus, hat man nun die traurige Gewissheit: Es gibt keine deutsche Synchron-Fassung mehr. Lediglich deutsche Bildschirmtexte wurden dem Titel spendiert. Zu teuer, zu aufwendig, unnötig? Die Beweggründe für diesen Schritt sind unerklärlich, vor allem in Bezug auf die durchaus solide Synchronisation von Final Fantasy XV. Sie können es ja. Sehr, sehr schade!

 

Wem es so geht wie mir, der kann sich über Kingdom Hearts 3 freuen und aufregen zugleich. Die lange Wartezeit baute bei mir eine Erwartungshaltung auf, die höchstwahrscheinlich kein fertiges Produkt dieser Welt hätte erfüllen können. Vielmehr bekam ich eine konsequent weitergeführte Serie präsentiert, die mir optisch und inhaltlich enorm gut gefallen hat. Ich liebe Disney und die bunte Vielfalt an Charakteren und Welten, die sie erschaffen haben und ich lieb(t)e Final Fantasy, welches in der „guten alten Zeit“ unglaubliches für die Videospiel-Industrie geleistet hat. Die Kombination aus beiden Themen funktioniert nach wie vor perfekt, nur der Umfang schmeckt mir nicht so ganz. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann dies bereits auf 44,95€ tun (gefunden auf idealo.de)

 

Infos
Kingdom Hearts III
Kingdom Hearts III Packshot
Publisher: Square Enix
Entwickler: Square Enix
Zusammenfassung
Kingdom Hearts 3 ist keine massive Steigerung zu vergangenen Titeln, sondern eine konsequente Weiterführung der bekannten Tugenden. Und dabei einfach nur wunderschön!
Positiv
  • Tolle, visuelle Abwechslung
  • Schnelles, spaßiges Kampfsystem
  • Hervorragender Soundtrack
Negativ
  • Keine deutsche Sprachausgabe
  • Doppel- und Dreifachbelegung von Tasten nervt
  • Teilweise etwas dröges Level Design

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Klingt gut, da nähme ich lange Wartenzeiten auf mich.Auch für meine Nichte dürfte das ein gutes Spiel sei.Sie ist ja generell ein Disney Fan und war ja auch schon mal in Disney Land.Ich finde Disney auch ganz gut ,und die ganzen bunten Charakteren,die man immer wieder kennen lernt.

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Musste lange überlegen ob ich beim Abschluss der Serie noch dabei bin. Von der Handlung kenne ich nur Teil 1+2 und beim zweiten Teil war ich noch nicht mal 20. Hatte Angst das es mir zu kindlich wird. Doch so wurde es gsd nicht, nach einer 15min Story Zusammenfassung auf YouTube gefällt mir die Story nach ca 20 Std recht gut. Das pure kampfsystem gefällt mir immer noch gut aber die ganzen Attraktionen sind mMn zu viel und viel zu bunt aber was soll's.

Endlich mal wieder ein Spiel was ich zusammen mit meiner Tochter zocken kann. 👍

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Ich fand das Finale echt schwach. Von den etwa 30h Spielzeit war davon die Hälfte nur Cutscenes, die Disney-Welten waren echt mies in den Plot eingebettet und der Bosskampf war ultra peinlich weil antiklimaktisch. Voll enttäuschend. 

 

Zumindestens scheinen andere Langzeitfans noch Freude dran zu haben. Aber für mich ist Nomura unten durch. 

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Im Vergleich zu Xemnas aus Teil 2 schon. Außer Du zählst noch das "Vorgeplänkel" im Labyrinth dazu. Dann fand ich ihn zwar lang, aber doch recht simpel. Habe auf normaler Schwierigkeitsstufe gespielt, war wohl das Problem. 

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vor 6 Stunden schrieb Wolfbyte:

Apropos aufblinken; die unterschiedlichen Spezialmanöver teilen sich eine Taste im Kampf. Klingt komisch, ist aber so. Das führt dazu, dass man gelegentlich eigentlich, zum Beispiel, eine Attraktion nutzen möchte, aber erst einen Team-Angriff ausführen muss.

Ein Tipp dazu. Man kann mit der L2 Taste durch die Kommandos switchen. D.h. man muss sich nicht von unten nach oben durchkämpfen :D

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vor 3 Stunden schrieb Neodamus:

Ich fand das Finale echt schwach. Von den etwa 30h Spielzeit war davon die Hälfte nur Cutscenes, die Disney-Welten waren echt mies in den Plot eingebettet und der Bosskampf war ultra peinlich weil antiklimaktisch. Voll enttäuschend. 

 

Zumindestens scheinen andere Langzeitfans noch Freude dran zu haben. Aber für mich ist Nomura unten durch. 

Als Fan der jeden Ableger inkl. Handygames gezockt hat, kann ich dir hier leider nur zustimmen. Das Spiel ist mega geworden, aber die eigentliche „Kingdom Hearts-Story“ kommt im ganzen Spiel viel zu kurz.

 

So lange Jahre gewartet, so ein wirrwarr an Story, so viele offene Fragen. Und dann nach jeder Welt die gleiche cutscene a la:“Sora hat noch nicht die Kraft des Erwachens erhalten“ yen Sid:“die brauchst du, finde die Kraft des Erwachens“

Das finale hat dann zwar recht aufgekurbelt und genossen hab ich’s auch, aber nach der langen Entwicklungszeit hätte ich mir da echt ein paar Bomben mehr erwartet.

 

Ansonsten hab ich nix zu meckern, bis auf den Schwierigkeitsgrad. Aber wenn final mix released wird hat es gute Chancen den zweiten Teil zu überholen 😊

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Gast Gandalf

"Was lange währt, wird endlich gut" stimmt leider selten. KH3 wäre bei den massigen Cutscenes vlt besser direkt ein Film geworden. Die Spielzeit steht in keiner Relation zur Entwicklungszeit.

 

SquareEnix hat ja inzwischen Erfahrung in lange Produktionszeiten und dann zu enttäuschen. FF15 war schon eher bescheiden, KH3 auch. Jetzt muss nur noch das Remake von FF7 mäßig ausfallen und die Trilogie ist voll.

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