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Calvin Rimpel

[Test] - Trine 4: The Nightmare Prince

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Als das ursprüngliche Trine vor 10 Jahren erstmalig über die heimischen Bildschirme flackerte, waren Kritiker und Spieler gleichermaßen begeistert, insbesondere als Trine 2 die kleinen Unzulänglichkeiten des Erstlingswerks ausmerzte. Umso enttäuschender war es, als Trine 3 den hohen Erwartungen alles andere als gerecht werden konnte und eher Rückschritt als Fortschritt einläutete. Ob es dem nun mittlerweile jüngst erschienen vierten Ableger des Puzzle-Franchises gelingt, an alte Erfolge anzuknüpfen?

 

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Es lebten einmal in einem alten Land in längst vergangener Zeit, drei Helden. Zahlreiche gefährliche Abenteuer pflastern den Pfad der gemeinsamen Vergangenheit, doch eine wohlverdiente Pause ist keinem unser mutigen Recken vergönnt. Erneut erfragt das Königreich ihre Expertise. Ein Vorfall des jungen Prinzen versetzte das Volk nämlich in Angst und Schrecken. Dieser wurde von dunklen Mächten sowie mysteriöser Zauberei korrumpiert, woraufhin sich Zoya, Pintius und Amadeus der brisanten Herausforderung stellen, dem alptraumhaften Dilemma des Thronnachfolgers ein Ende zu setzen.

 

Anhand dieser drei kurzen Sätze wird bereits klar, Originalität zählt zumindest geschichtlich sicherlich nicht zu Trines Stärken. Erstaunlicherweise funktioniert diese alteingesessene Prämisse, die direkt aus den staubigen Büchern der Gebrüder Grimm stammen könnte, aufgrund der erfrischenden Dialoge zwischen den bereits etablierten Protagonisten jedoch erstaunlich gut. Trine 4 ist in vielerlei Hinsicht nämlich genau an jene Geschichten längst vergangener Tage angelehnt, will es doch selbst die einstig lodernden Errungenschaften der Vergangenheit ein weiteres Mal entfachen.

 

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Dies wird an keiner Stelle so deutlich, wie beim Gameplay. Auch hier setzt man auf altbewährtes anstelle von Innovation. Wie bereits bekannt, besitzt jede der drei Figuren individuelle Fähigkeiten. Amadeus beschwört eine Vielfalt an Objekten, seien es nun Kisten oder Plattformen, während Pontius als kräftiger Ritter des Grüppchens nicht nur während der Kämpfe ordentlich austeilt, sondern ebenso sperrige Hindernisse aus dem Weg räumt.

 Zoya hingegen verkörpert mit ihrem Bogen und Seil die stereotypische Diebin der Gruppe, die sich insbesondere beim Erklimmen von Plattformen als äußerst nützlich erweist und somit das klassische Dungeons & Dragons Trio aus Krieger, Magier und Schurke vervollständigt.

 

Der clevere Einsatz und Wechsel zwischen den Figuren, stellt den Schlüssel zum Erfolg über die unzähligen Puzzles und Fallen dar, welche euch im Verlauf des Spiels begegnen.

Diese simple aber gleichzeitig geniale Spielidee austauschbarer Charaktere, erlaubt eine abwechslungsreiche Gestaltung zahlreicher Puzzles, welche in Folge häufig auf verschiedene Arten und Weisen lösbar sind. Solltet ihr dennoch einmal nicht weiter wissen, erhaltet ihr nach wenigen Minuten einige freundliche Hinweise, die hoffentlich bei der Lösung des kniffligen Problems behilflich sind.

 

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Viele der Knobelaufgaben sind physikalischer Natur und erfordern das Korrekte platzieren verschiedenster Objekte, das Umlegen von Schaltern oder einen gekonnten Brückenbau in bester Bob der Baumeister Manier. Aufgrund der Fähigkeitenvielfalt der Figuren, kommt jedoch nie Langeweile auf, da ihr oftmals das gesamte Potential der Charaktere ausschöpfen müsst, um der Lösung manch eines herausfordernden Rätsels einen Schritt näher zu kommen.

 

Einzig und allein beim Kampfsystem hapert es. Während unsere Helden zwar über persönliche Kampfmanöver verfügen, endet das Gros des Kampfgetümmels leider oftmals in purem Button-Mashing. Eine nuancierte Logik, welche bei zahlreichen der Puzzles verlangt wird, lassen die Gefechte schmerzlich vermissen.

 

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Audiovisuell hingegen führt Trine 4 sein märchenhaftes Thema auf positive Weise fort. Ein zauberhaft verträumter Look, welcher vor allem durch die warmen Pastelltöne, aber auch durch die Architektur, die fast keinerlei scharfe Kanten besitzt, erzeugt wird, wechseln sich mit fröhlichem Glockenspiel und sanften Streichern ab, um eine fast schon „disneyartige“ Atmosphäre verströmen. Selbst düstere und gefährlichere Areale, verlieren niemals ihr traumähnliches Flair.

 

Ein gewaltiges Lob gebührt an dieser Stelle auch den deutschen Synchronsprechern. Sowohl der kultig urige Erzähler als auch der Rest des exzellenten Casts liefern einen absolut formidablen Job ab, um die generell positiven Eindrücke von Trine 4 abzurunden.

 

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Fazit:

Trine 4 erreicht, was nur wenigen Franchises vergönnt ist – ein spektakuläres Comeback. Binnen weniger Minuten verzauberte Trine 4 mich mit seiner märchenhaften grafischen Präsentation, den fabelhaften Sprechern und den charmanten Dialogen. Anspruchsvolle Puzzle sowie amüsantes Platforming krönen abschließend die Spitze eines äußerst ansprechenden Gesamtpakets.

 

Einzig und allein das unterdurchschnittliche Kampfgeschehen hält Trine 4 davon ab, zu einem absoluten Top-Hit aufzusteigen. Dennoch kann ich jedem, der möglicherweise von Trine 3 enttäuscht war, erfreulicherweise mitteilen, dass der neuste Titel zu alter Stärke zurückgekehrt ist.

Infos
Trine 4: The Nightmare Prince
Trine 4: The Nightmare Prince Packshot
Publisher: Modus Games
Entwickler: Frozenbyte
Zusammenfassung
Ein ansprechender Puzzle-Plattformer, der nur während der Kämpfe zu enttäuschen vermag.
Positiv
  • Abwechslungsreiche Rätsel
  • Grafische Präsentation
  • Online-Koop
Negativ
  • Langweilige Kämpfe

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