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Calvin Rimpel

[Test] Zombie Army 4: Dead War

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Blut, Zombies und tonnenweise Gore – Willkommen in Zombie Army 4: Dead War. Ob das absurd brutale Spektakel auch längerfristig überzeugen kann oder der Verwesungsprozess letztlich doch bereits nach wenigen Minuten einsetzt, klärt der folgende Test.

 

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Zombie Army 4 aus dem Hause Rebellion stellt eine simple und zugleich vollkommen gerechtfertigte Frage, die logischerweise seit jeher im Kopf vieler Spieler herumgeistert. Wie würde die Welt wohl aussehen, wenn Hitler nach dem Zweiten Weltkrieg als lebender Untoter zurückgekehrt wäre? Und was, wenn er sämtliche verwesenden Soldaten gleich mitgebracht hätte, um einen neuen Krieg anzuzetteln? Helfen hierbei etwa interdimensionale Portale, in welche der einstige nun etwas muffig riechende Führer verfrachtet wird? Aber was wird aus den Millionen von Untoten, welche hungrig durch die Welt schlurfen?

 

Diese und weitere tiefgreifende philosophische Fragen wirft der blutige Third-Person-Shooter auf und beantwortet diese in herrlich skurriler B-Movie-Manier. Der geneigte Zuschauer von obskuren Trash-Filmen kommt bei Zombie Army 4 also definitiv auf seine Kosten.

 

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Wie die Vier in dem äußerst aussagekräftigen Titel allerdings bereits verrät, handelt es sich bei Zombie Army 4 keineswegs um Rebellions ersten Abstecher in die düsteren Abgründe des Zweiten Weltkriegs. Anders als die Hauptreihe Sniper Elite, aus welcher das Franchise entsprungen ist und dementsprechend eine gehörige Menge Gameplay abkupfert, ballert ihr euch getreu nach dem Motto „Wer hat noch nicht, wer will noch mal?“ nun nicht mehr durch Unmengen von fiesen noch unter den Leben weilenden Nazi-Schergen, sondern tauscht lebendige gegen Untote Ziele, die nun sogar mit einer Extraportion Zombiehaien daherkommen.

 

Spielerisch orientiert sich der Third-Person-Shooter insbesondere beim Gunplay, welches mit Waffen wie dem MP44 oder Gewehr 43 eher oberflächlich am Arsenal klassischer Waffen des Zweiten Weltkriegs kratzt, am großen Bruder, weswegen die mittlerweile längst etablierte „X-Ray-Kill-Cam“, welche die zerstörerische Wirkung eindringender Projektile in den menschlichen Körper detailliert dokumentiert, selbstverständlich ebenfalls wieder mit an Bord ist.

 

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Gestartet werden kann die in mehrere Missionen unterteilte Hauptkampagne mit bis zu vier Spielern, Solo oder Online-Koop, wobei die individuell spielbaren Figuren jeweils mithilfe von freischaltbaren Eigenschaftsfeldern, die etwa eure Munitionskapazität erhöhen, angepasst werden können. Ähnliches gilt auch für die jeweiligen Waffen. Steigt ihr im Level auf, lässt sich etwa Sprengmunition freischalten, welche die Körper der Zombies in einem lichterloh rotbunten Feuerwerk aus Eingeweiden in sämtliche Himmelsrichtungen verstreut.

 

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Im Spiel angekommen, erwartet euch sodann größtenteils solide Shooter-Standardkost. Um der bedrohlichen Monotonie, die insbesondere in solch einem Spiel wie ein wabernder bedrohlicher Schatten über dem gesamten zombieverseuchten Spielfeld schwebt, vorzubeugen, wirft euch das Spiel ähnlich eines Left vor Dead verschiedene Varietäten an Zombies entgegen. Vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden oder im gesonderten Horde-Modus stellen diese eine durchaus knackige Herausforderung dar, sofern ihr nicht gewillt seid die Schwächen der einzelnen Typen zu verinnerlichen.

 

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Auch das Missionsdesign hilft Zombie Arme 4 dabei, nicht der Spirale purer Langeweile zu verfallen und dem bekannten Spieldesign etwas mehr Tiefgang zu verpassen. So müsst ihr in einer Mission auf einem Boot etwa durch die verseuchten Kanäle Venedigs tuckern, stoppt jedoch regelmäßig, um in der überrannten Stadt nach lebensrettenden Benzinkanistern Ausschau zu halten. Zurück zum Bötchen geht’s dann nur noch einhändig mit Pistole im Anschlag. Insgesamt erwartet euch in Zombie Army 4 also sicherlich nichts noch nie Dagewesenes, doch der Kernaspekt – das bestialische Niedermähen hunderter stinkender Untoter – ist auf jeden Fall gelungen.

 

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Ähnliches lässt sich auch für die technischen Aspekte des Spiels attestieren. Selbst im „Performance-Modus“, in welchem das Spiel löblich mit 60 anstelle von 30 Bildern über den TV flimmert, helfen kleinere Details wie etwa abgerissene Hände, deren stumpfe bandagierte Knochen mit Stacheldraht behelfsmäßig an den Körper des auf euch zuwankenden Zombies geschnürt wurden sowie der allgemeine relativ düster-dreckige Grafikstil, geringere Schwächen wie matschige und flache Texturen, auszugleichen.

 

Positiv aufgefallen sind ebenso die Soundeffekte, allen voran die der Waffen. Das Mosin-Nagant M91/30 als auch die Pump-Action-Schrottflinte mögen zunächst zwar ähnlich klingen, dringen aber mit einem dermaßen brachialen beeindruckenden Krachen durch das heimische 5.1. Soundsystem, wie es nur selten der Fall ist. Musikalisch erinnert der Score mit seinen Synthklängen an Day of the Dead, obwohl ihr diesen während des blutigen Splatterfests wahrscheinlich kaum wahrnehmen werdet.

 

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Fazit:

Zombie Army 4: Dead War ist beileibe nicht perfekt, aber ohne Zweifel unterhaltsam. Ideal für langweilige Nachmittage, an welchen sich der eigene Verstand nicht wirklich auf Unterhaltung höheren Niveaus einlassen kann, warten gefräßige Zombies nur darauf, in einer Ballerorgie einen Kopf kürzer gemacht zu werden.

 

Längerfristig wird die Eintönigkeit trotz aller Versuche Rebellions wahrscheinlich dennoch überhandnehmen, doch aktuell lade ich gerne meine Schrotflinte durch, um die Welt von der Untotenplage zu befreien.

 

 

 

Infos
Zombie Army 4: Dead War
Zombie Army 4: Dead War Packshot
Publisher: Rebellion Developments
Entwickler: Rebellion
Release: 2020-02-04
Zusammenfassung
Brutales Zombiespektakel ohne viel Tiefgang, welches aber dennoch zu unterhalten vermag.
Positiv
  • Gunplay
  • Sounddesign
Negativ
  • Fehlende Waffenvielfalt

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