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Wolfbyte

[Test] - Mortal Kombat 11: Aftermath

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Finish Him! Mit diesen Worten werden seit 1992 die wohl brutalsten Faustkämpfe der Fighting-Game-Historie in den Arcades dieser Welt beendet. Die Rede ist von Mortal Kombat, welches im Jahr 2011 mit einem kompletten Story-Neustart und viel frischem Wind um die Ecke kam und im vergangenen Jahr mit Mortal Kombat 11 den ohnehin schon enormen Technik-Sprung von Mortal Kombat X (10) noch einmal toppte. Mit Mortal Kombat 11: Aftermath kommt nun die bis dato größte Erweiterung für den Titel und fügt Story, neue Fighter und viele weitere Dinge hinzu. Unser Test beleuchtet die Änderungen.

 

Beginnen wir mit dem Story-Part, welcher nach wie vor in einer cineastisch anspruchsvollen Art und Weise präsentiert wird. Primär kann man sich zurücklehnen und die Show genießen, ab und an transferiert das Spiel zwei der Kontrahenten in den virtuellen Ring und lässt die/den Spieler/in selbst ran.

 

Achtung! Es folgen Spoiler zur Story von Mortal Kombat 11. Wer daran eher kein Interesse hat, scrollt weiter bis zur Markierung.

 

Nach Liu Kangs Sieg über Kronika und seine damit verbundene Beförderung zum Gott des Feuers, planen die Helden, das Stundenglas zu nutzen, um die Zeitlinien zu bereinigen. Aufgehalten werden sie von Nightwolf, Fujin und Shang Tsung, die ihnen einen anderen Plan vorschlagen. Shang Tsung schlägt vor, in der Zeit zurückzureisen und Kronikas Krone zu stehlen, bevor sie sie in die Hände bekommt. Mit der Macht, die dieses Artefakt verleiht, können sie die Zeitlinien wiederherstellen und Kronika endgültig vernichten.

 

Spoiler Ende.

 

Im Fokus des neuen Kapitels steht eben dieses Trio um Shang Tsung, wieder einmal verkörpert vom legendären Cary-Hiroyuki Tagawa, der dem dunkeln Zauberer Stimme, Mimik und Gestik leiht. Ohne Übertreibung kann behauptet werden, dass Tagawas Performance, mitsamt seinem unheimlichen Grinsen, den absoluten Höhepunkt des neuen Kapitels darstellt. Das neue Kapitel erstreckt sich über gute drei Stunden und bietet auch bis dato unterrepräsentierten Charakteren eine Bühne und inkludiert auch einige aus den ersten DLC-Packs, wie etwa Sindel. Die filmreife Inszenierung baut auf die Qualität der eigentlichen Kampagne auf und liefert pures Mortal Kombat-Feeling von Anfang bis Ende.

 

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Hauptaugenmerk der Erweiterung sind neben der neuen Geschichte die drei zusätzlichen Charaktere, die aktuell exklusiv mit Aftermath verfügbar sind und nicht einzeln verkauft werden. Auf diesem Wege werden drei unterschiedliche Fighter in den Ring geworfen, die mit komplett anderen Ausrichtungen eine nette Mischung darstellen.

 

Primär als Fernkämpfer mit Projektilen und explosiven Geschossen ausgestattet, kommt RoboCop als lizenzierter Exot neu dazu. Verkörpert und synchronisiert (im Original) wird er vom 1987er-Schauspieler Peter Weller. Aufgrund seiner trägen Bewegungen und dem beachtlichen Arsenal bietet sich eine auf Distanz ausgelegte Taktik durchaus an.

 

Für den kontaktfreudigen Kampf ist Sheeva zuständig, die als typischer Bruiser mit vielen, harten Kombo-Angriffen, Griffen und einigen starken Spezialangriffen daherkommt. Mit ihrem berüchtigten Jump-Skill kann sie Gegner auch über größere Distanzen wieder nah heranholen, bzw. sich schnell nah zum Gegner bewegen und diesen überraschen. Trotz ihrer Größe und Wucht spielt sich Sheeva sehr agil und betont ihren Hang zum Nahkampf mit jedem Move.

 

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Der Gott des Windes, Fujin, kehrt seit geraumer Zeit erneut zurück als aktiver Kämpfer und überzeugt durch einen ebenfalls sehr agilen und wendigen Stil. Mit seiner Waffe kann er auf mittlere Distanz Gegner pressieren, mit seiner Armbrust auch auf weit entfernte Gegner Einfluss nehmen. Zudem macht er seinem Titel alle Ehre und ist in der Lage, in der Luft zu laufen und sich somit extrem schnell in der Arena fortzubewegen. Sein Tornado, der in seiner Ästhetik sehr an Kung Laos-Attacke erinnert, lässt sich jedoch ebenfalls bei Benutzung steuern, was die Attacke unberechenbar werden lässt.

 

Darüber hinaus bietet Aftermath auch viele weitere, kostenlos verfügbare Neuerungen und Änderungen, wie etwa ein generalüberholtes Balancing vieler Charaktere, die etwa Anpassungen in Schadenswerten spezifischer Skills, Timings, Reichweiten oder auch Armorbreak-Werten unterzogen wurden. Auch wenn diese Änderungen von den eigenen Vorlieben des jeweiligen Main abhängen, lässt sich sagen, dass sie sich sehr organisch anfühlen und nur wenig am Spielgefühl verändern. Hier wurde primär im guten Sinne für die allgemeine Balance vorgearbeitet. Eine positive Entwicklung, die sich auf dem Papier wie ein Roman liest, jedoch ins Spiel übertragen eine gute Figur macht. Auch diverse Additionen bei den Belohnungen für Krypta und Türme ist Teil des Balancing-Pakets. Wer also meint, in der Krypta schon alles gesehen zu haben, kann sich durchaus nochmal für einen kleinen Rundgang in den ansonsten sehr monotonen Modus begeben.

 

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Neu hinzugekommen sind die beliebten Friendships, die einen starken Kontrast zu den sehr brutalen Fatalities darstellen und die Kombattanten dann statt einer morbiden Zerstückelung eher von ihrer freundlichen Seite zeigen. Coole Robot-Disco-Moves, ein lässiges Jazz-Solo oder auch angebotenes Speiseeis; die Friendships wirken wie ein Fremdkörper in dieser grauenvollen Welt und funktionieren genau deshalb auch so gut. Und ebenso wie die Friendships feiern Stage Fatalities ihr Comeback mit Aftermath, die es dem Gewinner ermöglichen, statt eines direkten Fatalities die Umgebung zu nutzen. So lässt sich der besiegte Gegner beispielsweise in der Arena aufspießen oder mit einem Arcade-Automaten zerschmettern. Zwei neue Features, die beide zwar nicht die Materie des Titels verändern, aber in der direkten Auseinandersetzung mit anderen, menschlichen Spielern für viel Spaß sorgen werden.

 

Das Aftermath-Paket ist mit den vielen Änderungen der wohl größte Release seit April 2019 und kommt mit einem stolzen Preis von 39,99€ daher, 49,99€, wenn man sich das erste Kombat Pack direkt dazukaufen möchte. Ein großes Investment, wenn man bedenkt, dass, bis auf die drei neuen Charaktere und die Story, sämtliche Inhalte kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Wer die komplette Erfahrung mitsamt der neuen Kombattanten haben will, kommt jedoch um den Kauf nicht drum herum. Die Story ist kurz, bietet aber in dieser Zeit eine hervorragende Unterhaltung.

Infos
Mortal Kombat 11
Mortal Kombat 11 Packshot
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Entwickler: NetherRealm Studios
Release: 2019-04-22
Zusammenfassung
MK11: Aftermath ist ein großes Paket voller Neuerungen und Verbesserungen. Das Team um Ed Boon hat sich große Mühe gegeben, dem Titel nochmals neues Leben einzuhauchen. Jetzt fehlt nur noch Mileena.
Positiv
  • Viele Balancing-Verbesserungen
  • Neue Motivation für Krypta & Türme
  • Neue Story gliedert sich perfekt ein
  • Cary-Hiroyuki Tagawas Performance
Negativ
  • Stolzer Preis
  • Aftermath DLC-Exklusive Inhalte rechtfertigen den Preis nur für Mega-Fans

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Danke für den tollen Bericht. Ich habe das Hauptgame bisher nur bei nen Kumpel gespielt. War aber auch schon immer MK Fan und finde das man wieder den absolut richtigen Weg eingeschlagen hat. Da gab es in den Vorgänger Generationen doch so einige Fails dazwischen.

Allgemein ein Game welches aus meiner subjektiven Sicht, heut zu tage zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. 

 

Der Preis ist wirklich etwas stolz für eine Erweiterung, allerdings sicher auch lohnenswerter als so manches andere Game.

..... und wenn man schaut was man teils für diverse Skins usw ausgibt, schon fast wieder günstig.

 

Als ich das mit den Friendships gelesen habe, dachte ich zuerst Neiiinnnnn .... aber es scheint eine gelungene Abwechslung zu sein, und die andere seite geht ja deswegen nicht verloren.

Man ist zwar keine 14 mehr, aber es gehört halt dazu :D

 

Wenn grade nicht so viel anderes anstehen würde, wäre Hauptgame plus Erweiterung definitiv mein Eigen.

Irgendwann doch nochmal die nächste Zeit holen.

Muss einfach in die Sammlung 

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