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Daniel Bubel

[Test] - The Last of Us: Part 2

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The Last of Us ist eines der bestbewerteten Videospiele aller Zeiten. Es ist auch gleichzeitig eines der bei den Fans beliebtesten Games der letzten Konsolengeneration und war Naughty Dogs erste neue IP seit Uncharted, das mit Drakes Schicksal im Jahr 2007 seinen Einstand auf der PlayStation 3 feierte. Während wir mittlerweile fünf Uncharted-Ableger spendiert bekommen haben (sechs, wenn man das von einem anderen Studio entwickelte Uncharted: Golden Abyss, das lediglich für die PS Vita erschienen ist, dazu zählen), wurde ein zweiter Teil von The Last of Us nun vor knapp zwei Wochen und somit sieben Jahre nach Release des Erstlings veröffentlicht.
 
Dabei hatte The Last of Us: Part 2 bereits im Vorfeld mit einigen Kontroversen zu kämpfen. Durch Leaks zahlreicher Spielszenen und Zwischensequenzen zeichneten vor allem durch und durch fanatische Fans ein von Hass und Enttäuschung erfülltes Bild des sonst mit Spannung erwarteten Sequels. Ein zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal veröffentlichtes Produkt wurde von diesem selbsternannten Teil der Fanbase auseinander genommen, den Entwicklern angeblich politisch motivierte Propaganda unterstellt und Fakten soweit verzerrt, dass sich daraus eine Lüge stricken ließ, die sich letzten Endes auch in meinem Kopf festzusetzen begann. Was genau das war und welche Auswirkungen das auf meine Wahrnehmung hatte, können wir gerne im Anschluss an diesen Test und unter Nutzung des entsprechenden Spoilerkastens klären.


 
Aber dieses Review wird weitestgehend spoilerfrei bleiben. Zumindest in Bezug auf die gesamte Narrative und spezielle Entwicklungen und Wendungen innerhalb der Story. Grundthemen der Handlung werden durchaus Erwähnung finden. Denn alles andere wäre nach zwei Wochen doch etwas arg restriktiv. Gleichzeitig möchte ich hier auch niemandem den Spaß nehmen, der den Titel erst noch spielen wird. Also keine Sorge, die großen Twists und Kniffe bleiben auch weiterhin ein Geheimnis.

 

Aber es hier ja auch gar nicht mal um die Kontroverse vor und während der Veröffentlichung gehen, sondern um das Produkt, das Naughty Dog auf den Markt gebracht hat. Also lasst uns nun über den PlayStation 4-Exklusivtitel The Last of Us: Part 2 reden.

 

Die Charaktermodelle der Hauptfiguren sind ebenso über alle Zweifel erhaben. Wer dachte ein Uncharted 4: A Thief's End habe besonders toll dargestellte Figuren in beeindruckend gespielten Cutscenes, der wird aus dem Staunen kaum herauskommen. Im neusten Streich des Entwicklerstudios sieht man beispielsweise Ellies gesamte emotionale Bandbreite nicht nur dann, wenn das Drehbuch gerade eine Nahaufnahme verlangt, sondern auch wenn sie nicht im Mittelpunkt der Szene steht. Ein Stirnrunzeln hier, ein Biss auf die Unterlippe kurz bevor ihr etwas über selbige rutscht, oder auch den Zorn oder die Verzweiflung in den Augen. All das ist da. Und all das ist auf einer rein grafischen Ebene herausragend gelungen.
 
Kojima Productions Death Stranding hatte ebenfalls fantastische Schauspieler, die dank aufwendigem Motion Capturing-Verfahren digitalisiert wurden. Aber im direkten Vergleich ist der Sprung in die digitale Welt meiner Meinung nach bei The Last of Us: Part 2 nochmals besser gelungen. Nicht rein vom technischen Standpunkt aus betrachtet, aber wie sich diese Figuren in die Welt einfügen wirkt weniger artifiziell und im Endergebnis authentischer. Kurzum, was Naughty Dog in den Zwischensequenzen, im Detailgrad der Spielumgebungen und in Hinblick auf die Charaktermodelle abgeliefert hat, gehört nicht einfach „nur“ zu dem Besten, was ich bisher gesehen habe, es ist das Beste.
 
Getragen wird dieses zurschaustellen der durch die Bank rundum gelungenen Animationen, der Mimik und Gestik aller Figuren selbstverständlich von den Sprechern, die ihre ganze Emotionalität oder deren Fernbleiben in die Stimmen legen. Eine wunderschöne Hülle bliebe ohne entsprechendes Füllmaterial eben nur das, eine Hülle. Und egal ob das nun Ashley Johnson als Ellie, Troy Baker als Joel, Shannon Woodward als Dina oder Laura Bailey sind -  sie alle haben großartige Arbeit geleistet. Die englische Synchronfassung ist eine absolute Punktlandung und bietet keinerlei Anlass zur Kritik. Ähnliches gilt auch für die deutsche Fassung, die dank wiederkehrender Sprecher wie Anette Ptempa (als junge Ellie) oder auch Carlos Lobo als Joel gerade Fans des Vorgängers begeistern wird. Die Abmischung erschien mir bei meinem kurzen Ausflug in die Welt der deutschen Synchronarbeit etwas weniger rund und manche Unterschiede in der Lautstärke störten mich, aber nichtsdestotrotz ist sie sehr gut gelungen.

 

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Naughty Dogs technische und grafische Brillanz tragen die Story des Spiels also mindestens im gleichen Maße wie es die Sprecher jener Figuren tun, aus deren Perspektive wir sie erleben. Doch worum geht es eigentlich?

 

Ich habe mich, wie eingangs erwähnt, dagegen entschieden, auch mittlerweile gewiss bekannte Story-Wendungen explizit zu nennen. Deshalb halte ich es folgend bewusst etwas schwammig, wenn ich sage, dass The Last of Us: Part II in erster Linie eine Fortsetzung der Geschichte von Joel und Ellie ist. Zwar rückt der Fokus sichtlich auf die nun vollständig spielbare weibliche Protagonistin des ersten Teils, aber Joels Handeln und seine Gegenwart sind narrativ immer spürbar. Selbst wenn wir Ellie aus den Augen zu verlieren glauben, macht uns das Drehbuch immer wieder bewusst, dass ohne Joel nichts von dem geschehen würde, was wir erleben müssen. Neue Charaktere wie Dina, Jesse und Abby erweitern den Cast hierbei nicht nur, sie ergänzen ihn, um wichtige Komponenten und notwendige Perspektiven.

 

Immerhin sind seit den Ereignissen des ersten Teils fünf Jahre vergangen und Ellie und Joel sind in Jackson, einer Siedlung Überlebender zur vermeintlichen Ruhe gekommen. Doch als sich die Ereignisse überschlagen, stehlen sich Ellie und ihre Freundin Dina aus der Sicherheit ihrer Heimat. Ihr Ziel ist Seattle, wo sie nach Jemandem suchen müssen, um Frieden finden zu können.

 

Als Spieler sind viele von uns innerhalb der letzten sieben Jahre  seit Release gewiss zu dem Schluss gekommen, dass das wofür sich Joel am Ende des ersten Teils auch für uns entschieden hat, die womöglich richtige Entscheidung in einem Szenario gewesen sein könnte, in der die Grenzen zwischen dem was Richtig und dem was Falsch ist, ohnehin verschwommen waren. Doch egal, wie wir dazu stehen, egal was wir denken, Naughty Dog konfrontiert uns mit einer Zukunft, in der wir mit den Konsequenzen dieser Entscheidung leben müssen. Wir können dabei nur machtlos zusehen und spielerisch wie narrativ auf vorgebenen Pfaden wandeln. Beeinflussen können wir nur wie wir den Weg von Punkt A zu Punkt B gestalten. Die weiteren Reaktionen der Figuren, ihre Motivation und ihr Handeln sind von den Entwicklern vorgegebenen. Das ist innerhalb der knapp dreißig Stunden langen Rahmenhandlung, die sich mit Themen wie Wut, Trauer, Ohnmacht und Rache auseinandersetzt aber gewiss nicht tragisch.

 

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Ganz im Gegenteil schaffen es die Entwickler und nicht zuletzt die Drehbuchautoren, uns die drei Ingame-Tage, in denen wir den verschiedenen Pfaden der Spielfiguren folgen, auch dadurch so intensiv erleben zu lassen. Von extremen Emotionen getriebene Menschen sind nur selten anfällig für Vernunft. Ob wir das nun wahrhaben wollen, oder nicht. Uns als Spieler in die Rolle von Zuschauern zu drängen, die - und das verspreche ich jedem, der den Titel bisher noch nicht gespielt hat - früher oder später im Spiel anfängt, die Motivationen bekannter Figuren und die Eindeutigkeit, mit der wie diese vor uns rechtfertigen, zu hinterfragen, ist schlichtweg brillant. Es gab mehr als eine Stelle, an der ich mich weigern wollte, ein einfaches Quick Time-Event zu meistern. Einfach weil ich mich aus der von den Entwicklern aufgezwungenen Determination befreien wollte. Auch weil sie letzten Endes Teil einer Gewaltspirale war, in der ich nicht mehr stecken wollte. Vor allem aber, weil es mir mitunter unangenehm war, dem Handlungsverlauf zu folgen. Zu oft wird mit der Erwartungshaltung gespielt und zu oft, wird einem der Boden unter den Füßen weggezogen.

 

Und das lag nicht etwa ausschließlich an der Gewalt, mit deren expliziten Darstellung man sich dauerhaft konfrontiert sieht. Nicht falsch verstehen, The Last of Us: Part 2 schlägt das ein oder andere Mal durchaus über die Stränge, was diverse Verstümmelungen angeht, aber man kann und sollte durchaus zu akzeptieren bereit sein, dass diese Darstellung nicht ausschließlich dem Befriedigen irgendwelcher voyeuristischer Triebe dienlich ist. Naughty Dogs postapokalyptische Zukunft ist eine gewalttätige Zukunft. Egal ob es der notwendige Umgang mit den diversen Infizierten, oder der von fragwürdigen Motivationen gestützte Kampf zwischen zwei verfeindeten Gruppierungen ist. Am Ende sind alle Überlebenden am Leben, weil sie bereit sind, Gewalt zu nutzen, oder sich mit Gewalt zu nehmen, was sie zu brauchen meinen.

 

Und für Ellie gilt das genauso wie für andere Figuren. Naughty Dog spielt auch in der Darstellung der Gewaltspitzen mit unseren Gefühlen und unserer Erwartungshaltung. Im einen Moment können wir die Verstümmelung eines Charakters nur hinter einem Tränenschleier betrachten und im nächsten finden wir es vollkommen okay, mit der Vorstellung zu leben, das einem anderen das gleiche angetan werden könnte. Innerhalb der Spielwelt, in der wir verschwunden sind, versteht sich.

 

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Da ist es dann auch egal, ob das der gelungene Kopfschuss oder das erfolgreiche Anschleichen nebst befriedigendem Stealth-Kill ist. Beides funktioniert übrigens hervorragend. Das Gameplay des ersten Teils wurde in jeder Hinsicht verbessert, wenn man das nach wie vor etwas sehr träge Gunplay mal außer Acht lässt. Die Movesets wurden indes erweitert und Ellie kann beispielsweise kriechen, sich in hohem Gras verstecken, von Erhöhungen oder über Abgründe springen. Seile und Kabel können genutzt werden, um physikalisch weitestgehend korrekt neue Wege zu erschaffen, und auch auf dem Rücken von Pferden ist man mitunter unterwegs.

 

Ansonsten bleibt es bei der gleichen spielmechanischen Mischung, die wir auch aus The Last of Us kennen. Es stehen diverse Schusswaffen und Sprengfallen zur Verfügung, die man entweder innerhalb der Spielwelt findet oder dank eines rudimentären und sehr übersichtlichen Crafting-Systems selbst herstellen kann. Gerade als Stealth-Spiel macht The Last of Us: Part 2 nochmals mehr Spaß als der Vorgänger. Da die Gegnertypen des Vorgängers natürlich weiterhin dabei sind, aber um neue Varianten ergänzt wurden, kommt auch mehr Abwechslung auf. Die Infizierten, zombieähnlichen Wesen, freuen sich über drei Neuzugänge, wobei auch der Survival Horror-Aspekt erweitert wurde. Eine Begegnung bleibt dabei in besonders intensiver Erinnerung, wohl auch, weil man sich für einen kurzen Moment in einem Resident Evil-Ableger wähnt.

 

Die menschlichen Gegner sind nun auch mit Hunden unterwegs, welche die Fährte der Spielfigur aufnehmen können, während sich die religiösen Seraphiten durch Pfeifgeräusche untereinander verständigen Können. Erledigt man einen Gegner und er antwortet nicht mehr auf das entsprechende Pfeifsignal, geht ein gepfiffenes Raunen schnell in Alarmbereitschaft über. Zudem wurde auch ordentlich an der KI geschraubt. Die Feindkontakte fühlen sich nicht nur deshalb lebendiger und dynamischer an.

 

Auch das Leveldesign hat gefühlt noch mal einen Sprung nach vorne, beziehungsweise oben gemacht und bietet mehr Vertikalität. Egal ob man sich in einem oberen Stockwerk zu verstecken versucht oder unter einem Lastwagen zu Kräften kommen möchte, The Last of Us: Part 2 bietet mehr Möglichkeiten als noch der Vorgänger. Das zeigt sich auch in diversen Talentbäumen, die man nach und nach freischalten kann - und die neue Crafting-Rezepte oder Erweiterungen bereits vorhandener Fähigkeiten mit sich bringen.

 

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Allerdings könnte es vom einen gerne mehr und vom anderen weniger geben. Naughty Dogs neuster Titel ist ein langes Spiel und ab und an macht man sich doch schon mal wegen des Pacings Gedanken. Nicht falsch verstehen, ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass The Last of Us: Part 2 zu lang wäre, wohl aber, dass es beispielsweise zu wenige Tötungsanimationen gibt und zu viele gleich ablaufende Feindkontakte. Zudem kam mir der ein oder andere Spielabschnitt zu gestreckt vor. Das ist Meckern auf hohem Niveau, da ich dennoch immer Spaß hatte, aber eben auch mein subjekties Empfinden. Vier, fünf Stunden weniger Spielzeit und ich hätte diese Gedanken niemals zu "Papier" gebracht.

 

Zumal sich die Entwickler alle Mühe gegeben haben, die Abschnitte weitestgehend übersichtlich zu gestalten, mit einer löblichen Ausnahme, in der man ein größeres Gebiet nach Art einer Miniatur-Open World erkunden kann - komplett mit Weltkarte. Die gefundenen Hinweise auf Rätsel, Safes oder Lager werden dabei von Ellie auf dieser eingetragen. Auch das erinnerte mich übrigens stark an Silent Hill.

 

Noch ein paar Worte zum Sounddesign und dann kommen wir zum wohlverdienten Schluss. Wer mit einer ordentlichen Anlage oder einem guten Headset spielt, wird an The Last of Us: Part 2 mehr Spaß haben. Gegner pfeifen sich nicht nur aus unterschiedlichen Richtungen zu, sonder es knarrt an jeder Ecke, oder Äste wiegen im Wind. Pfützen und Glasscherben können einen durchaus mal zusammenzucken lassen, wenn man selbst unabsichtlich hineintritt und die Clicker sind klanglich ohnehin eine ganze eigene Hausnummer. Auch hier wurde viel Arbeit investiert, was man nicht nur an den Safes merkt, die man jederzeit mit gefundenem Code, aber auch nach Gehör knacken kann (allerdings klappte das bei mir nur via Headset), sondern auch an den menschlichen Feinden. Sie benennen ihre Kameraden durchaus beim Namen, wenn sie Zeuge werden, wie er stirbt, oder seinen Leichnam finden. Beim offenen Feuerduell empfand ich das tatsächlich etwas unrealistisch und mitunter nervig, bei meinen hauptsächlichen Stealth-lastigen Kontakten äußerst intensiv. Vermutlich weil die Namensnennungsrate hier nicht ganz so hoch war.

 

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Des Weiteren sind die diversen Einstellungsmöglichkeiten zu loben. Egal ob diese im Rahmen des Schwierigkeitsgrades oder in Bezug auf Hilfstellungen für beispielsweise Menschen mit Sehbehinderungen sind. Es gibt so viele Anpassungen, dass man sich sein eigenes Spielerlebnis zusammenstellen kann, sei es die Stärke der Gegner, die Häufigkeit der Ressourcen oder sonstige spielrevelante Optionen betreffend. Dass Text-to-Speech aktiviert werden kann, und dass bestimmte Darstellungsarten und Soundeffekte aktiviert werden können, um auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu bieten, dieses Spiel zu erleben, ist im Rahmen der Barrierefreiheit in Videospielen insgesamt ein neuer Maßstab. Und sollte zu einem neuen Standard werden.

 

FAZIT

 

The Last of Us: Part 2 aus dem Hause Naughty Dog ist ein Meisterwerk. Grafisch und technisch wird Alles aus der PlayStation 4 herausgekitzelt. Da verzeiht man auch gerne mal die immerhin stabilen 30 fps. Dass dieses Spiel auf einer sechs Jahre alten Konsole läuft, hat mich mehr als einmal beeindruckt. Aber auch narrativ kann der Titel überzeugen, auch wenn gewiss nicht jeder mit Story zufrieden sein wird.

 

Und damit komme ich zu meiner kleinen Obsession zurück, den Spiegeln. Nicht nur die offensichtlichen, innerhalb der Spielwelt, sondern auch die inhaltlichen und sinnbildlichen, die sich wie Ankerpunkte für einen roten Faden durch diese Geschichte über Hass und Liebe verteilt finden lassen. Was der Spiegel zeigt ist nicht immer das, was wir sehen wollen, er lügt aber auch nicht. Was auf der einen Seite des Spiegels geschieht, geschieht auch auf der anderen. Mit der einzigen Ausnahme, dass die Entwickler sich trauen, das Spiegelbild im Rahmen der Handlung dann doch zu verzerren und uns Perspektiven aufzuzeigen, die wir nicht wahrhaben wollen. Wir sehen plötzlich auf beiden Seiten zwar das Selbe, aber nicht mehr das Gleiche. Mehr kann ich ohne zu spoilern an dieser Stelle nicht schreiben. Wer den Titel durchgespielt hat, wird die Intention dahinter aber gewiss verstehen.

 

The Last of Us: Part 2 ist mehr als eine einfache Rachemär und doch genau das - je nachdem wie weit man gewillt ist in den Kaninchenbau hinabzusteigen. Denn hinter aller Oberflächlichkeit - egal ob Gewalt oder Handlungsmotive betreffend - wartet eine weitere Ebene. Eine, die tiefer blicken lässt. Die Figuren machen allesamt Fehler, keiner dieser "Helden" ist perfekt. Niemand wirklich Gut oder Böse.

 

Sie folgen ihren Gefühlen und geben sich ihnen viel zu oft auch vollkommen hin. Nicht immer sind die daraus resultierenden Reaktionen logisch nachvollziehbar. Wohl aber menschlich. Und das macht die Darstellung in diesem Spiel zu etwas Besonderem. Sie wirkt überraschend reif und realistisch.

 

The Last of Us: Part 2 teilt sich hier als Spiel etwas mit seinen vermeintlichen Heldenfiguren. Es ist rein objektiv kein perfektes Spiel. Es gibt repetitive Elemente, sowie Probleme mit der Steuerung und lediglich solides Gunplay. Aber es ist die perfekte Inszenierung einer natürlich unperfekten und somit zutiefst menschlichen Geschichte. Eine, die von unterm Strich hervorragendem Gameplay getragen wird. Es ist ein Meisterwerk in vielerlei aber eben nicht in jeder Hinsicht. Es ist aber auf alle Fälle eine der beeindruckendsten Erfahrungen, die ich jemals in einem Videospiel machen durfte. Und eine, die mich emotional berührt und getroffen hat. Die mich zu Tränen rührte, aus so vielen verschiedenen Situationen heraus. Und das sehr oft. 

 

Es ist als Spiel in vielerlei Hinsicht besser als der Vorgänger, aber eben auch anders. Naughty Dog haben gerade in Hinblick auf die Story einen mutigen Weg bestritten und gerade dadurch neue Maßstäbe gesetzt. Hut ab! 

 

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Infos
The Last of Us: Part II
The Last of Us: Part II Packshot
Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwickler: Naughty Dog
Release: 2020-06-19
Zusammenfassung
Naughty Dog hat ein überraschend mutiges Sequel zu einem der beliebtesten Spiele der letzten Jahre abgeliefert. An mancher Stelle hält man vielleicht zu sehr an bereits gegebenem fest, während man an anderer Stelle versteht mit der Erwartungshaltung der Spieler zu spielen. Es ist ein narrativ beeindruckender Titel, dessen technische Ausführung über alle Zweifel erhaben ist. 9/10
Positiv
  • Fantastisch inszenierte Geschichte
  • Spannende und abwechslungsreiche Kämpfe
  • Gute Gegner KI
  • Starkes Sounddesign und Synchronarbeit
Negativ
  • Kleinere Grafikfehler
  • Geschichte verliert in zu langen Kapiteln etwas an Fahrt

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Für mich persönlich ist es das perfekte Spiel, das es in so einem Genre nur geben kann, es spielt mit meinen Gefühlen, packt mich an den Eiern, man muss ständig über das geschehene nachdenken, wer sowas schlecht findet kann meiner Meinung nach keine Bindung zu solchen spielen aufbauen und ihm fehlt die Emotionale Intelligenz. Natürlich ist das alles subjektiv betrachtet, aber ein Spiel das meine Emotionen in einen Mixer packt und stundenlang laufen lässt hat für mich die höchste ebne erreicht die ein Medium dieser Art erreichen kann. 

 

Dabei war Teil 1 für mich wirklich nur ein gutes Spiel, mehr nicht, ging mir zwar auch schon nah aber nicht sooo sehr. Teil 2 schafft es für mich, Teil 1 noch mal besser und emotionaler zu machen, welches Spiel kann das von sich behaupten? 

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Den Test unterschreibe ich so, aber nur fast. Die Grafikfehler sind mir auch regelmäßig aufgefallen und die Kapitel und die Kämpfe waren tatsächlich manchmal viel zu lang, in der Zeit geht die Story komplett verloren und man hat das Gefühl, nur irgendeinen Shooter zu spielen. Würde dem ganzen eine 7/10 geben, da nach dem ganzen Hype doch am Ende einiges fehlte. 

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vor 20 Stunden schrieb Ritti1987:

Wer das Spiel nicht spielt hat Geschichte verpasst fassen wir es doch so zusammen. 

Bin mittlerweile richtig Schadenfroh über jeden, der sich das Spiel durch löchrige leaks und co. hat selbst versauen lassen :D da können sie noch so viel 0/10 Meta-Score reindrücken :D

 

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vor 4 Minuten schrieb Ritti1987:

Wer das Spiel nicht spielt hat Geschichte verpasst fassen wir es doch so zusammen. 

Oder noch besser zusammengefasst.

 

Wer das Spiel nicht gespielt hat, der hat Videospiele nie geliebt.

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Das passt für mich. Ein perfektes Spiel gibt es natürlich nicht. Selbst solche Perlen haben so ihre Problemchen, das Gesamtpaket jedoch sucht seinesgleichen.

 

Ich kenne auch sehr wenig bis keine storygetriebenen Spiele, die mir auch in der 32. Stunde noch so viel Spass gemacht haben, ohne lästig zu werden.

 

 

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Habe es soeben durchgespielt und WOW , habe bislang in keinem anderen Spiel so eine gute Story erleben dürfen . 

Teil 1 fand ich guter Durchschnitt und habe mich echt motivieren müssen das ich es das Spiel beende . Aber Teil 2 wirklich Wahnsinn :-)

 

Eine Einschätzung von der Runde hier : Glaubt ihr es könnte noch ein 3. Teil kommen ? Wegen dem Ende, Möchte nicht mehr dazu sagen wegen Spoiler.......

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vor 3 Stunden schrieb Christian Streich:

Eine Einschätzung von der Runde hier : Glaubt ihr es könnte noch ein 3. Teil kommen ? Wegen dem Ende, Möchte nicht mehr dazu sagen wegen Spoiler.......

 

Spoiler

Halte ich für unwahrscheinlich aber nicht unmöglich. Neil Druckman und sein Team haben sich dazu schon geäußert und finden es sehr schwer, hier nochmal anzuknüpfen und die ersten beiden Spiele nochmal aufzuarbeiten. Es gibt ja schon wirklich viele Hinweise auf die ganze Vor.- Hintergrundgeschichte aller Charaktere. Dann wird es schwer, da noch einen draufzusetzen.

So sehr ich die beiden Spiele auch mag... für mich wäre eine neue IP sinnvoller, als ein Tlou 3. Und ich will gar nicht dran denken, was ein Teil 3 für einen Druck auf Naughty Dog ausüben würde. Man muss sich ja nur mal die Meinungen zu diesem Teil hier anschauen...

 

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vor 10 Stunden schrieb Christian Streich:

Habe es soeben durchgespielt und WOW , habe bislang in keinem anderen Spiel so eine gute Story erleben dürfen . 

Teil 1 fand ich guter Durchschnitt und habe mich echt motivieren müssen das ich es das Spiel beende . Aber Teil 2 wirklich Wahnsinn :-)

 

Eine Einschätzung von der Runde hier : Glaubt ihr es könnte noch ein 3. Teil kommen ? Wegen dem Ende, Möchte nicht mehr dazu sagen wegen Spoiler.......

 

Spoiler

Ich denke, ND lässt sich diese Option bewusst offen, durch das offene Ende und die Möglichkeiten die sich dadurch ergeben. Allerdings glaube ich, dass die Chance auf einen dritten Teil nicht allzu groß sind. 

 

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M E I S T E R W E R K

 

3 Sachen, die mir negativ aufgefallen sind (Vorsicht Spoiler):

 

Spoiler

• Es ist ein Stealth-Game und man kann Leichen nicht wegtragen? Das geht gar nicht.

 

• Am Ende beim runden Haus, als Ellie hinten rausgeht zum Strand, gerade war noch helllichter Tag und plötzlich ist es halb Nacht und total nebelig

 

• Das wissen wohl nur Eltern: Als Ellie, Dina und das Baby bei dem Haus in der Pampa sind, liegen Dina und das Baby im Bett, der das Baby ist dabei bis zum Hals mit der Decke zugedeckt. Jeder, der ein Kind hat, weiß, dass man so kleine Kinder nicht zudeckt, weil sie sich die Decke über den Kopf ziehen und ersticken können. Das ist jetzt keine Kritik von mir, will ich nur kurz erwähnen. :D

 

 

Du willst wissen, was das auf meinem Arm auf dem Foto ist? Dann spiele The Last of Us 2, dann bekommst du das immer und immer wieder automatisch!

 

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Spoiler
vor 17 Minuten schrieb Swami:

Es ist ein Stealth-Game und man kann Leichen nicht wegtragen? Das geht gar nicht.

Fand ich gar nicht so abwegig - auch wenn Ellie sich im Gefecht zu behaupten weiß, eine Leiche (unauffällig) wegtragen ist doch eine andere Geschichte. Dadurch, dass man die Gegner ja noch im Würgegriff mitführen kann, konnte ich die Leichen eigentlich durchwegs irgendwo im hohen Gras oder abseits von irgendwelchen anderen Wachrouten ablegen.

 

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Toller Test, @Daniel Bubel

Ich kann einiges unterschreiben, gerade was die Länge an geht. Das von @Swami angesprochene Leichen wegziehen habe ich aber auch vermisst, aber ein 60 kg schweres Mädchen zieht halt keine 90 kg-Männer durch die Gegend. Richtig lustig wäre es gewesen, wenn man es dann als Abby gekonnt hätte 😋

 

Die immer gleiche Tötungsanimation fand ich auch schade, habe mich aber damit getröstet, dass natürlich jeder in einer solchen Situation seinen Stealth Kill trainiert und perfektioniert hat. Was mehrere hundert Mal in den letzten 5 Ingame-Jahren funktioniert hat, muss ja nicht umgestellt werden um "Style Points" zu bekommen.

 

Wie bereits im Sammelthread geschrieben, sind das satte 9,5 Punkte für mich und ich bedanke mich hiermit nochmal bei @Bottlethrower für seine nervige Penetranz bei meiner Kaufentscheidung 🙂

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Gast De_Suhniii

Habs gestern abend durchgespielt und was soll ich sagen es ist eine 1+. Ich persönlich hoffe aber das nicht noch ein 3ter Teil mit Ellie & Co. Kommt, für mich ist die Geschichte perfekt zu Ende erzählt. Vielleicht fällt ihnen was neues ein mit neuen Charakteren... 

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vor 44 Minuten schrieb Red Sun King:

Die immer gleiche Tötungsanimation fand ich auch schade, habe mich aber damit getröstet, dass natürlich jeder in einer solchen Situation seinen Stealth Kill trainiert und perfektioniert hat

Ich konnte mich an den dazugehörigen hochdetailierten Gesichtsanimationen nicht satt sehen, also war für mich alles okay :P

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Ich habs nicht gespielt, lediglich ein paar Reviews und Lets Plays angeschaut, also für mich ist es absolut nichts. Das wusste ich aber vorher schon.

 

Eines wüsste ich aber gerne mal: Welche Steroide nimmt Abby und wie zur Hölle kann sie in einer Zombieapokalypse sich dementsprechend gut mit Proteinen und Kohlenhydraten versorgen?

Spaß beiseite aber wer zur Hölle war denn für diese unlogische Modellierung verantwortlich :D

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vor 6 Minuten schrieb Tulbsflow:

Ich habs nicht gespielt, lediglich ein paar Reviews und Lets Plays angeschaut, also für mich ist es absolut nichts. Das wusste ich aber vorher schon.

 

Eines wüsste ich aber gerne mal: Welche Steroide nimmt Abby und wie zur Hölle kann sie in einer Zombieapokalypse sich dementsprechend gut mit Proteinen und Kohlenhydraten versorgen?

Spaß beiseite aber wer zur Hölle war denn für diese unlogische Modellierung verantwortlich :D

 

Abby war eine der profiliertesten Mitglieder bei der WLF, die einfach super gut ausgestattet sind. Man hat ja kurz den riesigen Sportraum sehen können und in der Kantine gab es auch genug zu Essen. Und dadurch, dass Abby so ein hochangesehenes Mitglied war, hat sie sicher auch Vorteile genießen dürfen, wie etwa eine deutlich größere Nahrungsration und gewisse Medilamentenbestände.

 

Ich hab Abbys Aussehen auch als ein Statement für starke Frauen in der Entertainment-Branche wahrgenommen, da der männerdominierten Action-Welt der Spiegel vorgehalten wird.

 

Es ist nämlich so, dass Abby den totalen Klischee-Actionstar verkörpert, der bereits zig-mal vom Schwarzenegger, Lundgren, Van Damme, Stallone, Segal und Co. verkörpert wurde. Ich meine:

 

- Der Action-Held gehört zu einer Elite-Einheit

- Er ist natürlich der Beste der Besten

- Er ist körperlich fitter als als jeder andere Verbündete oder Feind und ist so allen immer körperlich überlegen

- Er verkörpert die absolute Männlichkeit und zeigt wenige bis keine Gefühle, als könne ihm nichts anhaben

 

Dieses jahrzehntelanges, vollkommen abgenutze Klischee erfüllt Abby voll und ganz - nur mit dem Twist, dass Abby eine Frau ist. Und die abfälligen Reaktionen der vielen Leute darauf, zeigt einfach wie stark Sexismus in der Gesellschaft verbreitet ist. Hätte man Abby mit all ihren Eigenschaften so beibehalten und nur einen Mann drauß gemacht, hätte das ganz bestimmt nie so einen Aufschrei gegeben.

 

 

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vor 6 Minuten schrieb vman:

Ich muss noch WW2, BF2, Last Light und Exodus fertig machen.
Dann kommt TLOU2.

Bis dahin bekomm ichs wohl eh schon um 20 Euro 🤣

Ich würde die Priorität anders verteilen, auf die Gefahr hin über TLOU2 gespoilert zu werden, das killt meiner Meinung nach die ganzen WTF Momente. 

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vor 18 Minuten schrieb 1c3F1r3:

Ich habe mine Kinder Joel und Ellie genannt. Jetzt müsste eigentlich noch eine Schwester Namens Dina dazu, wären die ersten beiden nur nicht so anstrengend... 😁

Mal schauen auf wen sie so im Kindergarten treffen. 

 

LOL 

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vor 7 Minuten schrieb Starfey_:

Mal schauen auf wen sie so im Kindergarten treffen. 

 

LOL 

Eine Abby gibts da schon mal und Joel kann die so gar nicht leiden :thumbsup: Mal davon abgesehen das Abby rote Haare hat finde ich solche Zufälle manchmal schon gruselig :D

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vor 1 Stunde schrieb Starfey_:

Ich würde die Priorität anders verteilen, auf die Gefahr hin über TLOU2 gespoilert zu werden, das killt meiner Meinung nach die ganzen WTF Momente. 

Teilweise richtig. Aber bestimmte Spoiler sind mir egal (ich weiss schon wer stirbt) :-)

aber sonst les ich nicht viel drüber. 

Viel schwieriger wird die Entscheidung: Cyberpunkt auf der 4er oder auf der 5er  :-)

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vor 3 Stunden schrieb Red Sun King:

Richtig lustig wäre es gewesen, wenn man es dann als Abby gekonnt hätte 😋

 

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Poste das mal auf Reddit. Der Diskussionsstrang wird lang. 

 

vor 3 Stunden schrieb Red Sun King:

und ich bedanke mich hiermit nochmal bei @Bottlethrower für seine nervige Penetranz bei meiner Kaufentscheidung 🙂

 

Kein Ding. 

 

Bei einer erneuten Unentschlossenheit deinerseits kaufst du das nächste Spiel direkt, wozu ich Dir rate. 

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