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Daniel Bubel

[Test] - Rock of Ages 3: Make & Break

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Rock of Ages ist zurück! Sollten die Begeisterungsstürme nun ausbleiben, so könnte es daran liegen, dass die erstmals 2011 veröffentlichte Arcade-Action-Reihe von Entwickler ACE Team mit ihrer eigenwilligen Mischung verschiedenster Genre bei vielen gewiss unter dem Radar geflogen ist. Seitdem sind einige Jahre vergangen und mit Make & Break ist nun der dritte Teil erschienen, der auf bekannten Gameplay-Mechaniken aufbaut, aber auch neue Modi mit sich bringt. Ob der Stein bei mir ins Rollen gekommen ist, soll der folgende Test klären.

 

 

Vor einigen Jahren konnte ich den direkten Vorgänger testen und kam zu dem Schluss, dass dieses eigenwillige Genre-Potpourri vor allem richtig viel Spaß bringen kann. Um mein Fazit für Rock of Ages 3: Make & Break also direkt mal vorwegnehmen zu können, glaube ich, dass sich daran nicht viel geändert hat. Und diesen Schluss kann man wiederum auch so beinahe in seiner Gänze im direkten Vergleich zwischen Sequel und Prequel ziehen.

 

Unterm Strich bleiben die Spielmechaniken genauso erhalten wie die bizarre Ausgangssituation und die selbstironische Handlung nebst Präsentation. Doch der Reihe nach. In Make & Break übernimmt man abermals die Kontrolle über einen Stein, der durch verschiedene Kurse und Level manövriert werden muss, was durchaus an Super Monkey Ball erinnert. Also abzüglich des Affen im Ball, versteht sich. Dabei präsentiert sich das Spiel gleichzeitig auch von einer taktischen Seite, in dem es diese Geschicklichkeitseinlagen mit Tower Defense-Elementen verknüpft.

 

Das bedeutet im Detail, dass man zu Beginn einer Runde einen Überblick über die Strecke erhält und letzten Endes das Ziel verfolgt, mit dem eigenen Stein das Tor der gegnerischen Festung zu durchbrechen, um das Duell für sich zu entscheiden. Doch bevor man sich auf seine rollende Mission begibt, kann man selbst Fallen und Hindernisse auf der Strecke platzieren, um dem Gegner das Vorankommen zu erschweren. Da dieser das gleiche Ziel verfolgt, muss man sich auf einen Hindernisparcours einstellen, in dem der eigene Stein durch enge Kurven und alle möglichen (und unmöglichen) Ablenkungen manövriert werden muss.

 

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Da das gegnerische Tor im Normalfall nicht beim ersten Versuch einstürzen möchte, braucht es dafür mehrere Runden. Wobei die Wahl des Steins - oder sagen wir mal Kugel - dabei auch eine Rolle spielt. Denn diese kommen nicht nur mit unterschiedlichen Attributen und Fähigkeiten, sondern auch in aberwitzigen Zusammensetzungen. Zwar habe ich in meinem Leben gewiss schon mal die ein oder andere ruhige Kugel geschoben, eine aus zusammenklebenden Schafen bestehende war aber auf keinen Fall dabei.

 

Und damit kommen wir zum größten Pro-Punkt des Titels, dem wahnsinnigen Humor. Die Cutscenes bewegen sich humoresk irgendwo zwischen Monty Python-Scherenschnitt und Rick & Morty-Fieberwahn, präsentieren sich aber vom Artstyle eher wie jene Cartooneinlagen der britischen Kult-Komikertruppe. Das wird gewiss nicht jedem zusagen, erleichtert es aber sich mit der Kampagne auseinandersetzen zu können. Denn hier wird man durch einen Fluch des Poseidon durch die Zeit und somit durch die Menschheitsgeschichte geschickt und trifft dabei bekannte Persönlichkeiten wie Julius Cäsar, Moctezuma oder Johanna von Orleans. Da es die Entwickler nicht ganz so eng sehen in Hinblick auf akkurate Darstellung dieser Personen, kämpft man gegen diese im Stein-Duell und trifft zudem noch auf Wesen wie Krampus oder das Fliegende Spaghettimonster.

 

Die Kampagne macht also durchaus Spaß und wird einem gerade in den Cutscenes das ein oder andere Lächeln abringen. Sie überansprucht allerdings auch nicht und ist nach knapp vier Stunden abgehakt. Dank diverser weiterer Spielmodi wie dem Humpty Dumpty-Modus, in dem man ein rollendes Ei unversehrt ans Ziel bringen muss, bleibt man aber auch langfristig an die Konsole gefesselt. Zudem kann man sich in diversern Mehrspielermodi austoben. Und das sowohl online als auch an einer Konsole. So kommt der arcadige Spaß dann endgültig auf der heimischen Couch an.

 

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Zumal die Steuerung gut gelungen ist und sich die verschiedenen Steine und Fallen problemlos mittels Controller platzieren, beziehungsweise steuern lassen. Und wem die vorhanden Level und Herausforderungen nicht genug sind, der kann sich den neuen Leveleditor ansehen und so eigene Parkoure und Level erstellen, oder sich von der Community erstellte ansehen, beziehungsweise -spielen. Hier bietet Rock of Ages 3: Make & Break auf jeden Fall viel Mehrwert für den relativ schmalen Taler.

 

Grafisch und technisch hat sich seit dem Vorgänger nicht viel getan. Ja, die Präsentation und der Artstyle sind grundsätzlich sauber, aber grafisch ist der Titel dann doch alles andere als eine Augenweide und wirkt eher zweckmäßig. Ähnliches gilt für das Leveldesign, das im direkten Vergleich zum Vorgänger ebenfalls stagniert, beziehungsweise streckenweise uninspirierter wirkt. Ob das mit dem Leveleditor zu tun hat, der gewiss einiges an Zeit und Arbeit verschlungen hat, sei mal dahingestellt. Das alles ist aber nicht tragisch, da der Titel dennoch viel Spaß bringen kann. Und auch die Ohren werden mitunter verwöhnt. Von orchestralen Songs über Rock-Opern bis hin zu nervigem Gedudel ist gefühlt alles dabei, was passt - oder eben nicht passt. Schieben wir die Mischung einfach mal auf die eigenartige Grundprämisse und schon funktioniert das alles. Irgendwie.

 

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Fazit

 

Rock of Ages 3: Make & Break ist ein durchweg außergewöhnlicher kleiner Titel, der dank witziger Präsentation und zahlreichen coolen Design-Entscheidungen richtig viel Spaß machen kann. Die Kugeln rollen mehr oder weniger präzise durch die generell gut designten Level. Und gerade mit anderen Spielern kommt richtig Laune auf. Leider hat sich seit dem Release des zweiten Teils vor nunmehr drei Jahren sonst nicht viel getan. Lediglich die Steuerung ist nun angenehmer und der Leveleditor ist Fluch wie Segen. Grundsätzlich gibt es an der technisch soliden Mischung aus Arcade-Geschicklichkeitsspiel und Tower Defense aber nicht viel auszusetzen und die Änderungen im Detail machen es zum runderen Spiel. Im wortwörtlichen Sinne.

Infos
Rock of Ages 3: Make & Break
Rock of Ages 3: Make & Break Packshot
Publisher: Modus Games
Entwickler: ACE Team
Release: 2020-07-21
Zusammenfassung
Witziger und charmanter Arcade-Titel, der vor allem durch den außergewöhnlichen Genre-Mix und die mitunter absurde Präsentation auffällt. Gerade mit anderen Spielern kommt richtig Spaß auf, was dann auch über den ein oder anderen Mangel hinwegsehen lässt. Für Solisten aber auch eine solide Wahl - 7/10
Positiv
  • Monty Python-eske Präsentation
  • Humorvolles Grundkonzept
  • Umfangreicher Leveleditor
  • Viele Spielmodi
Negativ
  • Schwankende Musikqualität
  • Kurze Kampagne
  • Kaum Weiterentwicklung zum Vorgänger

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