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Daniel Bubel

[Test] - Marvel's Avengers

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Wer sich an die 90er und frühen 2000er zurückerinnert, wird wissen, dass gerade Lizenzspiele einen (mitunter völlig zurecht) schlechten Ruf hatten. Viele der veröffentlichten Film- oder Comic-Umsetzungen waren Softwaregurken, die im besten Fall dazu geeignet waren, den größten Fans ein müdes Lächeln abzuringen. Klar, gab es hier und da Ausnahmen, aber generell wusste man meist schon bei der Ankündigung, was einen späterhin erwarten würde. Den Verkäufen tat dies zwar nicht unbedingt einen Abbruch, aber das ist eben auch der Reiz beliebter Marken und großer Namen. Sie locken an die Kassen, Heimcomputer und Konsolen dieser Welt. Diese Wahrnehmung änderte sich glücklicherweise gefühlt spätestens mit Rocksteadys grandiosem Batman: Arkham Asylum. Ein Verkaufsschlager, der nicht nur zahlreiche Fortsetzungen und ein mehr oder weniger beliebtes Prequel mit sich brachte, sondern auch andere Studios motivierte ihren Lizenzspielen ein größeres Budget zur Verfügung zu stellen. An letzterem hat sich bis heute nur wenig geändert und auch in Marvel's Avengers sieht und spürt man die eingeflossenen finanziellen Mittel an beinahe jeder Ecke. Warum sich der von Crystal Dynamics entwickelte Titel dennoch anfühlt, als wäre er Kind zweier Ären, soll der folgende Test klären.

 

 

Dabei können wir den obligatorischen Elefanten im Raum auch direkt zu Beginn ansprechen: Marvel's Avengers präsentiert sich im Test als zweischneidiges Schwert. Oder - wenn wir noch etwas tiefer in die Floskelkiste greifen wollen - anders ausgedrückt, es ist weder Fisch noch Fleisch. Möchte aber beides sein. Das beweist schon ein Blick ins Hauptmenü und auf die Aufgliederung. Einigermaßen klassich im Videospielsinne ist, dass man sich zwischen einer Einzelspieler-Kampagne und dem Multiplayer-Modus entscheiden kann. Weniger klassisch ist, dass beides aufeinander aufbaut und die Strukturen mitunter verwaschen sind. So ist es durchaus möglich direkt in den kooperativen Mehrspieler-Modus einzusteigen, empfohlen wird dies aber erst nach Beenden der Kampagne, da diese Auswirkungen auf das Einstiegs-Level der Helden hat, gleichzeitig aber auch umgekehrt sonst Spoiler für die Kampagne beinhaltet. Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht, wenn wir uns an die Reihenfolge halten, die von den Entwicklern empfohlen wird.

 

Und so beginnen wir die Kampagne aus der Sicht von Protagonistin Kamala Khan (Ms. Marvel) im Rahmen des sogenannten Avengers Day, in dem sich die Helden und Heldinnen von versammeltem Fan-Publikum feiern lassen. Der Einstieg offenbart direkt, wie gut es das Entwicklerstudio geschafft hat, die grundsätzliche Stimmung einzufangen. Die vorgestellten Superhelden erinnern durchaus an die aus den Filmen bekannte Darstellung und überzeugen durch sympathische Wesenzüge und eigene Schrulligkeiten, die einem mindestens mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Hier gibt es generell - auch im weiteren Verlauf der knapp fünfzehnstündigen Kampagne - nur wenig auszusetzen. Egal ob das Hulk, Black Widow, Iron Man, Thor, Captain America oder natürlich auch Ms. Marvel ist, als Fan der Disney-Filme fühlt man sich sofort wohl.

 

Grundsätzlich ist der komplette Einstieg sehr stimmungsvoll erzählt und führt einen durch die Augen Kamalas blickend mit Minispielen hinein in eine als Tutorial fungierende Story-Mission. Dass sich die Ereignisse des Festtags schnell zuspitzen und sich die Avengers am Ende sogar auflösen und geächtet werden, dient dann als Prämisse für den weiteren Verlauf der Handlung, die zwar komplett vorhersehbar ist, aber dennoch weitestgehend überzeugen kann. Das liegt am generellen Flair und erträglichen Pathos, den man von solchen Geschichten erwarten kann, vor allem aber an der Darstellung von Ms. Marvel. Sie ist das Herz des Spiels, wenn man so möchte, da sie gleichzeitig Superfan und Superheldin ist. Wir werden buchstäblich zu ihr und versuchen die totgesagte Heldentruppe wieder zusammenzutrommeln.

 

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Selbstverständlich schlüpft man Regie-bedingt auch immer wieder in die Rolle anderer Figuren und lernt so deren Movesets und spielerische Feinheiten kennen, aber Kamala ist die Hauptfigur des Abenteuers. Schön ist dabei, dass es die Entwickler geschafft haben, dass sich alle spielbaren Protagonisten unterschiedlich anfühlen, gleichzeitig aber auf den gleichen Steuerungselementen basieren. Auf dem Papier verfügen alle über starke und leichte Angriffe, eine Support-Fähigkeit, einen Spezialangriff und eine ultimative Fähigkeit, die man nach einer bestimmten Abklingzeit, die sich durch das Verprügeln der zahlreichen Gegner beschleunigen lässt, auf die Gegner loslassen kann. Wer dann noch im richtigen Moment ausweicht oder kontert, beziehungsweise sich während einer Kombokette nicht von den Feinden erwischen lässt, kann so schnell gewaltigen Schaden anrichten. Im Kern ist der Titel ein Brawler, der seinen Figuren genügend Individualität einverleibt, um langfristig motivieren zu können. Ob das dann tatsächlich klappt, werden wir später etwas genauer betrachten.

 

Prinzipiell ist auch das Movement außerhalb der Kämpfe gut gelungen. Wo sich Hulk mit gigantischen Sprüngen zu helfen weiß und an Wänden halt findet, greift Captain America auf Wallruns und einen Doppelsprung zurück, während Ms. Marvel ihre dehnbaren Glieder nutzt um weit entfernte Kanten zu greifen, Abgründe zu übrschwingen und Iron Man und Thor natürlich einfach in den Flugmodus wechseln. All diese Möglichkeiten weitesgehend zu verinnerlichen dauert seine Zeit, weswegen die Priorisierung der Kampagne vor dem separaten Multiplayer durchaus Sinn ergibt. Andererseits entsteht in der Handhabung des Story-Modus als gigantisches Tutorial für das Endgame eine gewisse Unstimmigkeit in der Präsentation der Missionen.

 

Da hätten wir auf der einen Seite nämlich von der Regie toll inszenierte Level, die mit zwar gescripteter, aber nichtsdestotrotz kinoreifer Action samt entsprechender Einstellungen zu überzeugen wissen und in dieser Form auch in einem Uncharted oder eher Tomb Raider zu finden sein könnten. Und auf der anderen warten mehr oder wenige offene Areale, die sich nicht nur generell ähneln, sondern geradezu lieblos und leer wirken. Zwar kann man hier versteckte Beutekisten und besonders starke Gegner finden, aber sonst wirken sie im Vergleich zu den tatsächlichen Singleplayer-Missionen uninspiriert und repetitiv. Daran ändern auch die verschiedenen Locations wie verschneite Gebirgskämme oder Wüstenabschnitte am Ende nicht viel. Auch wenn so immerhin etwas Abwechslung ins Spiel kommt.

 

Das Problem dabei ist selbstverständlich nicht, dass Crystal Dynamics hier einen Ausblick auf das "Endgame" gewährt und es sogar innerhalb der Kampagne ermöglicht mit anderen menschlichen Spielern zusammenzukommen, um Fortschritte zu erzielen, sondern vielmehr, dass sie inszenatorisch fast wie Fremdkörper wirken. Losgelöst entfalten sie eine eigene Wirkung, aber als Teil der Story fühlen sie sich ein wenig willkürlich an. Wer diese Missionen übrigens nicht mit anderen gemeinsam spielen möchte oder kann, deaktiviert einfach das Matchmaking und bekommt dann von der KI gesteuerte Charaktere an die Seite gestellt, die einen ordentlichen Job machen und nur selten von den massiven Gegnerscharen überfordert scheinen. Für Solisten sollte das eine gute Nachricht sein. Zumal sich so tatsächlich auch die komplette Kampagne alleine spielen und genießen lässt.

 

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Und das ist als Zwischenbilanz tatsächlich einer der Vorteile von Marvel's Avengers. Der Story-Modus gewinnt zwar keinen Innovationspreis, wohl aber einen für eine spaßig inszenierte Handlung, die sich auch vor den Filmen nicht wirklich verstecken muss. Ob es einem wert ist für die gut fünzehn bis maximal zwanzig Stunden Spielzeit (je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad) den Vollpreis zu bezahlen, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, aber qualitativ gibt es hier grundsätzlich nur wenig auszusetzen.

 

Auch wenn ich das im gleichen Atemzug relativieren muss. So simpel gestrickt die Steuerung auch sein mag, kommt sie grundsätzlich nicht ohne ihre Tücken und Fehler aus. Wie oft habe ich mich darüber geärgert, dass Hulk beispielsweise wild mit leichten Attacken um sich schlug, statt diese eine doofe Truhe zu öffnen, vor der ich eigentlich stand. Der Fluch des gleichen Knopfs, der kontextabhängig für andere Aktionen genutzt wird, ich weiß, aber andere Entwickler haben das schon weniger frustrierend gelöst. Oder wieso reicht es nicht die Kamera auszurichten, um weit entfernte Objekte oder Vorsprünge anzuvisieren? Stattdessen funktioniert das nur in Blickrichtung der Spielfigur. Das sind erst einmal nur Kleinigkeiten, gar keine Frage, aber hier wäre mehr Feinschliff erforderlich gewesen, da es den positiven Eindruck trübt.

 

Zumal sich diese Kleinigkeiten unterm Strich summieren. Oder viel eher summierten. Square Enix und Crystal Dynamics haben nämlich in den vergangenen Tagen einen Patch veröffentlicht, der über 1.000 Bugs und Fehler behoben hat. Das bedeutet längst nicht, dass der Titel nun komplett fehlerfrei ist, bezeichnet aber in welchem technischen Zustand sich das Spiel zum Release befand. Und ja, Fehler wie einen kompletten Absturz des Spiels während des Herumirrens innerhalb der verschachtelten und unübersichtlichen Menüs konnte ich nicht mehr reproduzieren und auch innerhalb der Kampagne sind einige der nervtötenden Progressions-Bugs endlich verschwunden. Das verbessert schlussendlich den Gesamt- nicht aber den Ersteindruck. Da es mir nun aber zeitlich nicht mehr möglich ist, den Titel nochmals komplett durchzuspielen um alle angekündigten Verbesserungen im Detail zu würdigen, schlage ich pauschal 0,5 Punkte auf die eigentlich geplante Wertung drauf. Nichtsdestotrotz empfehle ich selbst Offline-Spielern mit eher unbeständiger oder langsamer Internetverbindung dringend den aktuellen Patch zu installieren.

 

 

Alle anderen müssen das sowieso tun, wenn sie die Online-Modi nutzen und sich ins eigentliche Spiel und dann ins Endgame stürzen wollen. Und diesen widmet sich nun der zweite Part dieser Besprechung. Grundsätzlich bleibt das Gameplay selbstverständlich identisch und man muss keine neuen Moves oder Vorgehensweisen erlernen. Wer aus der Kampagne kommt, wird sich dementsprechend gleich heimisch fühlen. Gleiches gilt für Spieler von Bungies MMO-Shooter Destiny (2), der eine große Inspirationsquelle für diesen Teil von Marvel's Avengers gewesen zu sein scheint.

 

Egal ob das die täglichen und wöchentlichen Aufgaben kann, denen man sich widmen kann, beziehungsweise das Besuchen zweier unterschiedlicher Hubs, die wiederum eigenständige Fraktionen beheimaten, von denen man Aufgaben annehmen kann, das erinnert stark an den SciFi-Shooter. Beutezüge lassen sich genauso annehmen wie gefundene Engramme Blaupausen sich in spezielle Ausrüstung umwandeln lassen, mit denen man seine Helden und Heldinnen wiederum schmückt. Zudem wird es wohl kaum jemanden überraschen, dass man die spielbaren Figuren nicht nur bis immerhin Level 50 pushen kann, sondern sie dank ihrer Ausrüstung zusätzlich noch durch das durchschnittliche Power-Level an Schlagkraft gewinnen.

 

Das bedeutet im Detail erst einmal folgendes: Ihr helft durch das Erfüllen von Aufträgen und Missionen - entweder alleine oder mit drei weiteren Spielern - dabei euren gewählten Superhelden aufsteigen zu lassen. Gesammelte Erfahrung mündet schließlich in Skill-Punkten, die man wiederum in neue Moves und erweiterte Fähigkeiten investieren kann. Während die ersten beiden Skill-Fenster sich den eben genannten Erweiterungen widmen, dank derer dann Spezialattacken ausgebaut oder neue Kombos erlernt werden können, darf man sich im dritten schließlich mehr oder weniger spezialisieren. Das sieht bei allen Charakteren zwar weitestgehend gleich aus, kann aber den eigenen Vorlieben und dem Spielstil angepasst werden. Hier können beispielsweise Supportfähigkeiten erweitert, Abklingzeiten verkürzt oder die Dauer anhaltender Effekte verlängert werden. Es macht Spaß die vorgefertigten Charaktere in eine zumindest im Ansatz individuelle Richtung lenken und somit das Team entsprechend ergänzen zu können.

 

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Das Matchmaking funktioniert grundsätzlich ordentlich und passt den Schwierigkeitsgrad an die jeweilige Stufe an, sodass man auch mit erfahreneren Spielern in die Schlacht ziehen kann, ohne sich hoffnungslos überfordert zu fühlen. Das gilt umgekehrt selbstverständlich genauso, nur ersetzen wir hier "hoffnungslos überfordert" eben mit "gelangweilt". Manchmal ist die Suche nach Mitspielern allerdings mit einer gewissen Wartezeit verbunden, was nerven kann, wenn man nur eins, zwei Missionen zwischendurch spielen möchte. Da hilft es durchaus, das Matchmaking kurz aus- und dann wieder einzuschalten. Und sollten sich partout keine Spieler finden, zieht man eben mit KI-Begleitern los.

 

Das ist prinzipiell begrüßenswert und funktioniert ordentlich, da die KI-Begleiter wie eingangs erwähnt generell gut auf die Gegner reagieren, einen auch mal wiederbeleben und den Einsatz von Spezialfähigkeiten nicht scheuen. Nichtsdestotrotz macht es mit anderen menschlichen Spielern am Ende einfach mehr Spaß. Egal ob Freunde oder Randoms, die menschlich-willkürliche Komponente hat eben ihren eigenen Reiz. Selbst wenn man dazu nicht Teil einer Party sein möchte, funktioniert es aufgrund des eher weniger taktischen Gameplays. Die Ziele sind meist klar definiert und durch die ohnehin gelungene Ergänzung der verschiedenen Charaktere entsteht ein wunderbarer Flow. Leider hätte man den Blick noch länger auf Titeln wie Destiny und Warframe ruhen lassen können. Die beiden überaus erfolgreichen Titeln kann man durchaus als Schablone für Mechaniken und Ideen nehmen, die funktionieren oder eben nicht funktionieren.

 

So hätte es auch Marvel's Avengers nicht geschadet richtig große, offene Areale zu bieten, statt sich darauf zu verlassen, dass die Spieler vom War Table aus immer wieder Missionen wählen, warten bis das Areal geladen wurde, die entsprechende Aufgabe erledigen, warten bis der War Table geladen wurde, eine neue Mission wählen - rinse and repeat. Der Spielfluss wird dadurch einfach gestört, zumal die offeneren Areale vor allem mit einem weiteren Problem zu kämpfen haben. Copy & Paste nennt sich dieses, um mal bei den Anglizismen zu bleiben. Auch wenn uns die Entwickler von verschneiten Landschaften, über Wüsten bis hin zu Städten und Wäldern generell einiges an Abwechslung bieten, sehen viele der Bereiche unterm Strich nur allzu identisch aus. Das merkt man dann gerade in Laboren und Gebäudekomplexen, die statt Wiedererkennungswert nur unangenehme Deja-Vus bieten. 

 

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Auch hier müssen Square Enix und Crystal Dynamics noch nachliefern, wenn sie mit dem Titel langfristig erfolgreich sein wollen. Gleiches gilt für die bisher doch nur wenig abwechslungsreichen Missionen. So viel Spaß der Titel als Brawler mit Rollenspielelementen auch machen kann, merke ich nach den mittlerweile knapp 12 in den Multiplayer-Part gesteckten Spielstunden doch eine gewisse Langeweile aufkommen. Während die speziell für die Helden designten ikonischen Missionstränge noch ordentlich präsentiert werden, hinterlassen die sonst immer gleichen Boss-Kämpfe und das Aufgabenrecycling einen bitteren Beigeschmack. Auch wäre es prinzipiell schön, die Kampagne nochmals auf höheren Einstellungen spielen zu können, um besseren Loot zu erspielen.

 

Das Lootsystem ist derweil auch noch nicht ganz da wo es sein könnte. Die Verteilung wirkt bisher zu willkürlich und der Ansporn, bessere Gegenstände zu erspielen, fehlt derzeit noch ein wenig. Und während mir auf der einen Seite zwar gefällt, dass die diversen Gegenstände das Aussehen der Helden nicht verändern - dafür gibt es extra erspielbare und leider auch gegen Echtgeld erwerbbare kosmetische Gegenstände - wirkt es auch seltsam unbefriedigend, dass sich bessere Ausrüstung lediglich im steigenden Power-Level bemerkbar macht. Zum Glück halten sich die Mikrotransaktionen derzeit noch (?) in Grenzen und außer kosmetischen Gegenständen gibt es nichts, was man käuflich erwerben könnte. Diese sind nach aktuellem Stand dank der integrierten Heldenkarten auch durch das Abschließen verschiedener Herausforderungen freischaltbar.

 

Unterm Strich leidet Marvel's Avengers irgendwie unter all den Kinderkrankheiten, an denen alle neuen Vertreter der Games as a Service-Titel leiden, was nicht per se schlimm ist, wenn weitere Inhalte nach und nach eingepflegt werden und man das Feedback der Spieler berücksichtigt. Der kürzlich veröffentlichte Patch ist aber ein guter Indikator dafür, dass man dies bei Crystal Dynamics tut. Die technischen Verbesserungen fallen schon jetzt auf, aber es ist nichtsdestotrotz ärgerlich, in welchem Zustand das Spiel veröffentlicht wurde. Ohnehin hinterlässt der Titel auch grafisch einen zwiespältigen Eindruck. Gerade in den eher schlauchartigen Leveln der Kampagne glänzt das Spiel mit detaillierten Umgebungen, einigen cleveren Ideen und actionreichen Szenen. Die Multiplayer-esken Missionen wirken dafür umso generischer und monoton. Es wirkt alles flacher und liebloser. Dafür sind die Animationen durchwegs auf hohem Niveau und die Charaktere liebevoll gestaltet. Dass die Framerate selbst im Leistungsmodus der PlayStation 4 Pro ab und an einbricht, ist zwar ärgerlich, aber verschmerzbar. Wie es auf der Standard-PS4 aussieht, kann ich mir indes nur vorstellen...

 

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Die Synchronisation, der Sound und die musikalische Untermalung sind auf sehr hohem Niveau, wenngleich es ein Stück weit schade (und nachvollziehbar) ist, dass man keine der bekannten Synchronsprecher für die Rollen gewinnen konnte. Finanziell macht diese Entscheidung vor allem im amerikanischen Raum Sinn, für den deutschsprachigen hätte man hier aber durchaus etwas investieren können. Trotzdem machen die deutschen Sprecher nach einer kurzen Umgewöhnungszeit einen ordentlichen Job.

 

FAZIT

 

Bei der Qualitätskontrolle wird man vermutlich geschlafen haben, wenn ich mich da an meine ersten Spielstunden zurückerinnere. Abstürze, Bugs, eingfrorene Menüs und vieles mehr kamen da gefühlt im Sekundentakt auf mich zu. Das wurde von Patch zu Patch besser, verschwand aber nie ganz. Und alleine das - auch wenn das aktuelle Update wirklich viele Fehler ausgebügelt zu haben scheint - fällt am Ende ins Gewicht. Dazu kommen die Vorteile einer durchaus spaßigen Kampagne, die Möglichkeit auch danach alleine spielen zu können, sowie das prinzipiell gelungene Gameplay auf der Haben-Seite. Und um es kurz zu machen, ja, ich hatte und habe Spaß mit Marvel's Avengers

 

Kamala Khan ist eine erfrischend optimistische Protagonistin, die Geschichte auf unterhaltsamem Popcorn-Kino-Niveau und die Charaktere prinzipiell gut getroffen. Dass sie sich alle auch noch auf ihre Art und Weise unterschiedlich spielen und somit jeweils eigene Vor- und Nachteile haben, macht gerade bei einem Start-Roster dieser Größe viel wett. Was fehlt ist am Ende die Abwechslung und die Notwendigkeit sich in der Lootspirale tatsächlich zu verlieren. So bleibt mehr der Eindruck des Happens für Zwischendurch, wenn man seinen bevorzugten Helden mal eins, zwei Power-Level in die Höhe treiben müssen, denn süchtig machender MMO-lite Loop.

 

Aber Crystal Dynamics scheint auf dem richtigen Weg und zeigt sich von etablierten Genre-Größen inspiriert. Und wenn man diesen weiterzugehen und zu ergänzen versteht, könnten Fans auch langfristig eine gute Zeit haben. Ein zweites Anthem scheint das nach aktuellem Stand zumindest nicht werden zu müssen. Wer sich für diese Mechaniken nicht interessiert, sollte sich zumindest die Singleplayer-Kampagne ansehen, die einige tolle und erinnerungswürdige Momente mit sich bringt. Ob das zum Vollpreis geschehen muss, sollte dabei jeder für sich entscheiden.

 

Infos
Marvel's Avengers
Marvel's Avengers Packshot
Publisher: Square Enix
Entwickler: Crystal Dynamics
Release: 2020-09-04
Zusammenfassung
Weder Fisch noch Fleisch, weder Singleplayer-Adventure noch MMO-Lite Brawler. Dabei wäre Marvel's Avengers gerne beides, schafft es aber in den entscheidenden Punkten nicht, sich wirklich festzulegen. Dennoch machen beide Teile unabhängig voneinander Spaß, wenn man den durchwachsenen technischen Zustand vernachlässigen kann. - 7/10
Positiv
  • Tolle Singleplayer-Kampagne
  • Toll inszenierte Superhelden-Action
  • Ordentliche KI
  • Größtenteils im Koop spielbar
Negativ
  • Viele technische Fehler
  • Grafisch durchwachsene Präsentation
  • Nur wenig Abwechslung
  • Unübersichtliche Menüs

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Die Demo hab ich sehr schnell wieder gelöscht, obwohl mir die Avengers eigentlich gefallen möchten.

Für mich ein Game, das ich mal im Sale erwerben werd, wenn bis dahin genügend gepatcht ist und die Comunity noch groß genug ist.

 

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vor 10 Minuten schrieb podi:

Die Demo hab ich sehr schnell wieder gelöscht, obwohl mir die Avengers eigentlich gefallen möchten.

Für mich ein Game, das ich mal im Sale erwerben werd, wenn bis dahin genügend gepatcht ist und die Comunity noch groß genug ist.

 

 

Gesunde Einstellung, die ich nach meinen Erfahrungen mit der Beta durchaus nachvollziehen kann. 

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Die Beta war gelinde gesagt, kacke.

Einfach weil ein Teil der Story, die garnicht schlecht ist, fehlte.

Das Zusammenhängende stellt sich erst so richtig mit dem vollen Titel und der kompletten Kampagne ein.

Die Geschichte macht spass. Ist ein nettes aber relativ kurzes Turorial.

 

Macht aber das Spiel am Ende auch nicht besser.

 

Im Sale würde ich sagen, kann man kaufen, zum Vollpreis aber, eher nicht.

 

Was mich am allermeisten stört ist, dass man trotz massig Loot nichts an seinem Charakter beim Anlegen sieht.

Und das ist auch schon echt schlecht.

 

On Top noch die fehlende Abwechslung und damit ein weiterer Punkt der mich stört.

 

Technische Probleme hatte ich, bis auf eine Ausnahme, nicht. 

 

Dieses Spiel würde am besten zu Microsoft und den Gamepass passen. Wie dafür gemacht :D 

 

Deinem Fazit stimme ich fast zu. Bin sicher, dass das Spiel auch recht schnell von der Bildfläche verschwindet. 

Der Preis wird auch schnell fallen.

Ich hoffe, dass somit Ressourcen für ein neuen Tomb Raider frei werden :)

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vor 49 Minuten schrieb monthy19:

Deinem Fazit stimme ich fast zu. Bin sicher, dass das Spiel auch recht schnell von der Bildfläche verschwindet. 

Der Preis wird auch schnell fallen.

 

Nun ja, was in Zukunft passiert und ob es verschwindet, werden wir mal abwarten müssen. Aber ja, ich rechne auch mit einem Preisverfall. 

 

Ansonsten scheinen wir uns ja aber weitestgehend einig. Der Gamepass wäre bei Crossplay vermutlich sogar ein Segen. 

 

Keine technischen Probleme? Wow! Hattest du es auf der ps4 gespielt? Also ich könnte ein eigenes Buch mit frustrierenden Bugs veröffentlichen. :D

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vor 4 Stunden schrieb Daniel Bubel:

Zum Glück halten sich die Mikrotransaktionen derzeit noch (?) in Grenzen und außer kosmetischen Gegenständen gibt es nichts, was man käuflich erwerben könnte. Diese sind nach aktuellem Stand dank der integrierten Heldenkarten auch durch das Abschließen verschiedener Herausforderungen freischaltbar.

Soweit ich weiß, dauert das aber wirklich ewig. In einer Review auf YouTube hat der Tester nach 30 Stunden Spielzeit noch nicht die Möglichkeit für Freischaltung eines legendären Outfits gehabt... Und ein einzelnes Outfit der selben Kategorie kostet einfach knapp 14€. Klar braucht man das nicht unbedingt... Also, wäre es kein Spiel über Superhelden, bei denen Kostüme seit eh und je ein wichtiger Bestandteil ihrer DNA sind. Und dann finde ich das gewählte Vorgehen schon unverschämt. Zudem die lieblose Gestaltung bei den freischaltbaren Skins, wo man keine Hintergrundinfos liefert zum Ursprung des Skins, vielleicht mit ein Bisschen Lore gespickt usw. Gerade da sollte man doch Fans abholen, insbesondere auch jene, die vielleicht neben dem MCU die Comics gelesen haben. Und auch für MCU-Fans wäre das eine interessante Ergänzung zu ihrem bestehenden Wissen gewesen.

 

Ich gebe zu, ich habe das Spiel nicht selbst gespielt, aber ich habe versucht mir im Web ein bestmögliches Bild zu machen und in Anbetracht der Tatsache, dass mich bisherige Loot-Titel auch noch nicht besonders fesseln konnten, selbst wenn sie qualitativ um einiges besser waren als was hier geboten wurde, glaube ich kaum, dass der Titel bei mir über eine 6/10 hinaus käme. Ist natürlich aber auch eine rein subjektive Wertung, bei mir scheint das Genre generell nicht ganz zünden zu wollen ^^

 

Aber danke für den äußerst gut geschriebenen Test!

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vor 8 Stunden schrieb Daniel Bubel:

 

Nun ja, was in Zukunft passiert und ob es verschwindet, werden wir mal abwarten müssen. Aber ja, ich rechne auch mit einem Preisverfall. 

 

Ansonsten scheinen wir uns ja aber weitestgehend einig. Der Gamepass wäre bei Crossplay vermutlich sogar ein Segen. 

 

Keine technischen Probleme? Wow! Hattest du es auf der ps4 gespielt? Also ich könnte ein eigenes Buch mit frustrierenden Bugs veröffentlichen. :D

Am PC.

Ohne Witz, nur 1 Absturz. 

Direkt bei der ersten Mission wo man die Comics sammeln musste.

Ab da lief das Ding wirklich rund.

 

vor 6 Stunden schrieb Roxas1997:

Soweit ich weiß, dauert das aber wirklich ewig. In einer Review auf YouTube hat der Tester nach 30 Stunden Spielzeit noch nicht die Möglichkeit für Freischaltung eines legendären Outfits gehabt... Und ein einzelnes Outfit der selben Kategorie kostet einfach knapp 14€. Klar braucht man das nicht unbedingt... Also, wäre es kein Spiel über Superhelden, bei denen Kostüme seit eh und je ein wichtiger Bestandteil ihrer DNA sind. Und dann finde ich das gewählte Vorgehen schon unverschämt. Zudem die lieblose Gestaltung bei den freischaltbaren Skins, wo man keine Hintergrundinfos liefert zum Ursprung des Skins, vielleicht mit ein Bisschen Lore gespickt usw. Gerade da sollte man doch Fans abholen, insbesondere auch jene, die vielleicht neben dem MCU die Comics gelesen haben. Und auch für MCU-Fans wäre das eine interessante Ergänzung zu ihrem bestehenden Wissen gewesen.

 

Ich gebe zu, ich habe das Spiel nicht selbst gespielt, aber ich habe versucht mir im Web ein bestmögliches Bild zu machen und in Anbetracht der Tatsache, dass mich bisherige Loot-Titel auch noch nicht besonders fesseln konnten, selbst wenn sie qualitativ um einiges besser waren als was hier geboten wurde, glaube ich kaum, dass der Titel bei mir über eine 6/10 hinaus käme. Ist natürlich aber auch eine rein subjektive Wertung, bei mir scheint das Genre generell nicht ganz zünden zu wollen ^^

 

Aber danke für den äußerst gut geschriebenen Test!

 

Mein bestes was ich herstellen konnte war episch.

Aber keine Ahnung ob man die Sachen dafür jetzt random bekommt oder so.

Aber spielt eh keine Rolle mehr. Spiel ist gelöscht. :D 

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vor 9 Stunden schrieb Roxas1997:

Soweit ich weiß, dauert das aber wirklich ewig. In einer Review auf YouTube hat der Tester nach 30 Stunden Spielzeit noch nicht die Möglichkeit für Freischaltung eines legendären Outfits gehabt... Und ein einzelnes Outfit der selben Kategorie kostet einfach knapp 14€. Klar braucht man das nicht unbedingt... Also, wäre es kein Spiel über Superhelden, bei denen Kostüme seit eh und je ein wichtiger Bestandteil ihrer DNA sind. Und dann finde ich das gewählte Vorgehen schon unverschämt. Zudem die lieblose Gestaltung bei den freischaltbaren Skins, wo man keine Hintergrundinfos liefert zum Ursprung des Skins, vielleicht mit ein Bisschen Lore gespickt usw. Gerade da sollte man doch Fans abholen, insbesondere auch jene, die vielleicht neben dem MCU die Comics gelesen haben. Und auch für MCU-Fans wäre das eine interessante Ergänzung zu ihrem bestehenden Wissen gewesen.

 

Ich gebe zu, ich habe das Spiel nicht selbst gespielt, aber ich habe versucht mir im Web ein bestmögliches Bild zu machen und in Anbetracht der Tatsache, dass mich bisherige Loot-Titel auch noch nicht besonders fesseln konnten, selbst wenn sie qualitativ um einiges besser waren als was hier geboten wurde, glaube ich kaum, dass der Titel bei mir über eine 6/10 hinaus käme. Ist natürlich aber auch eine rein subjektive Wertung, bei mir scheint das Genre generell nicht ganz zünden zu wollen ^^

 

Aber danke für den äußerst gut geschriebenen Test!

 

Erst einmal danke für das Lob :)

 

Ansonsten tue ich mich auch schwer mit der Dauer, die es benötigt, um den Character Pass zu füllen. 30-50 Stunden sind da je nach können, gewähltem Schwierigkeitsgrad, etc. gewiss pro Charakter drin. Konzentriert man sich nur auf einen und bekommt die routine, geht es gewiss auch schneller. 

 

Gleichzeitig erspielt man den Pass quasi automatisch, wenn man einen Charakter auf Max Level bringt. Da es im Endeffekt aktuell aber auch wirklich nur darum geht (Plus Powerlevel) finde ich es zwar ungemein langwierig, aber akzeptabel. Zumal es ja Genre mäßig erwünscht ist, sich im Grind zu verlieren. Und da kann man die Mikro Transaktionen aktuell auch komplett vernachlässigen. 

 

Dass man keine Infos zu Ursprung und Geschichte der Outfits bekommt, ist schade. Das stimmt. Andere Marvel - Spiele haben das besser hinbekommen. Nicht zuletzt auch Insomniacs Spider-Man.

 

Subjektiv finde ich übrigens keines der kostüme oder Emotes wirklich erspielenswert, aber das hatte im Test ja nichts verloren :D

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vor 14 Stunden schrieb Roxas1997:

Soweit ich weiß, dauert das aber wirklich ewig. In einer Review auf YouTube hat der Tester nach 30 Stunden Spielzeit noch nicht die Möglichkeit für Freischaltung eines legendären Outfits gehabt

Bekommst ein legendäres Outfit mit erreichen von Stufe 50. Ansonsten kann man auch eines über Marken kaufen, die man im Spiel verdienen kann.

 

vor 16 Stunden schrieb Daniel Bubel:

Keine technischen Probleme? Wow! Hattest du es auf der ps4 gespielt? Also ich könnte ein eigenes Buch mit frustrierenden Bugs veröffentlichen. :D

Ich kann nur zustimmen was @monthy19 geschrieben hat. Ich spiele das Spiel seit Release und habe bisher auch nur einen Absturz gehabt. Dann war am Ende der Kampagne noch ein Fehler, wo die Synchronisation ein paar Sätze lang auf Englisch kam. 

 

Und das Matchmaking dauert manchmal Ewigkeiten, kann natürlich auch daran liegen das es nicht genug Spieler gibt oder alle wie ich mit Iron-Man spielen :P  (Für die, die das Spiel nicht kennen, jeder Char darf nur einmal pro Match vorhanden sein.)

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vor 41 Minuten schrieb xButchx:

 

Ich kann nur zustimmen was @monthy19 geschrieben hat. Ich spiele das Spiel seit Release und habe bisher auch nur einen Absturz gehabt. Dann war am Ende der Kampagne noch ein Fehler, wo die Synchronisation ein paar Sätze lang auf Englisch kam. 

 

 

 

Ja, wenn ich von Bugs rede, dann ja nicht nur die Spielzerstörenden, sondern all die kleinen Fehlerteufelchen und Probleme, die sich so im Lauf der Kampagne und späterhin summiert haben. Gamebreaking Bugs hatte ich zwei oder drei, aber dass das alles dennoch nicht zu tragisch war, steht ja im Test. Denn dann wären nicht die 7/10 drin gewesen, oder die ursprünglich geplanten 6,5. :D

 

Hoffe das kam im Text nicht falsch rüber... 

 

Das mit der Synchro hatte ich nicht, da überwiegend eh auf Englisch gespielt wurde, aber ganze Zwischensequenzen komplett ohne Ton. Ich fürchte da gab es einfach Probleme beim Laden der Daten...

 

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Meine Wertung, muss aber noch dazu sagen. Bei solchen Spielen bzw Fehlkäufen tut mir das immer weh und ärgert mich, nicht Retail für die Playstation gekauft zuhaben - so hätte ich wenigstens bisschen Geld wieder bekommen. (Hab es leider aufgrund Coop-Kumpel für PC gekauft). Zum Glück aber nicht zweimal, weil ich es eigentlich wegen Spider-Man ein zweites mal für PS4 kaufen wollte:

 

"Zuerst war ich angetan vom Spiel (trotz massig Probleme wie Bugs etc), vor allem was den Singleplayer anging. Aber um so weiter ich dort komme, um so weniger Lust bekomme ich. Da der Singleplayer fantastisch startet, aber immer mehr und mehr mit den Multiplayer-Missionen verschmilzt und somit auch immer eintöniger wird.

Vor allem kotzen die Tony Stark Missionen an, wozu zocke ich Avengers wenn ich zweimal nacheinander mit Iron Man alleine die Missionen machen muss und dann noch, gegen die gleichen Gegner-Horden antrete muss, die ich auch mit Teamkameraden hatte.

Vor allem, fast jede Mission endet mit Fahrstühlen und somit irgendwo in einem Gebäude, was wie jedes andere aussieht. Kurz gesagt: Schreckliches Missions - und Umgebungsdesign. Dann natürlich noch größtenteils unfaire Gegner, die sogar mit einem kleinen Strahl den Hulk unterbrechen können. Das heißt, jeder Charakter fühlt sich gleich mächtig an und das ist bei einem Superhelden-Spiel gar nicht geil. Ich hab von diesem Spiel mehr erwartet und wurde enttäuscht.

Nun weiß ich aber weshalb Games as a Service Titel so unbeliebt sind, das war mein erstes und mit Sicherheit mein letztes.

Dann kommt noch das ewige gegrinde, grinden schön und gut, aber wo sind die Glücksmomente? Ich hatte jedenfalls keine bisher, alle Drops fühlen sich ok an, aber nix besonderes und ständig beliebig. Das grinden ist außerdem schlimmer als WoW und Diablo zusammen und beide Titel spiele ich gerne.

Nein danke zu dem Spiel. Ich mag zwar die Entwickler und den Publisher aufgrund Sleeping Dogs und der Tomb Raider Reihe. Aber Avengers ist eine maßlose Enttäuschung und hat zurecht eine schlechte Wertung verdient. Mein Kumpel ist schon viel früher abgesprungen und der hat sich das nur wegen den Coop gekauft, der richtig Eintönig und langweilig ist.

Ich werde gucken ob ich mich noch durch den Singleplayer durchgequält bekomme, aber für mich ein klarer Fehlkauf im Jahr 2020. Schlimmer als Ubisoft Spiele sogar."

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Am 25.9.2020 um 09:01 schrieb TombaZockt:

Meine Wertung, muss aber noch dazu sagen. Bei solchen Spielen bzw Fehlkäufen tut mir das immer weh und ärgert mich, nicht Retail für die Playstation gekauft zuhaben - so hätte ich wenigstens bisschen Geld wieder bekommen. (Hab es leider aufgrund Coop-Kumpel für PC gekauft). Zum Glück aber nicht zweimal, weil ich es eigentlich wegen Spider-Man ein zweites mal für PS4 kaufen wollte:

 

"Zuerst war ich angetan vom Spiel (trotz massig Probleme wie Bugs etc), vor allem was den Singleplayer anging. Aber um so weiter ich dort komme, um so weniger Lust bekomme ich. Da der Singleplayer fantastisch startet, aber immer mehr und mehr mit den Multiplayer-Missionen verschmilzt und somit auch immer eintöniger wird.

Vor allem kotzen die Tony Stark Missionen an, wozu zocke ich Avengers wenn ich zweimal nacheinander mit Iron Man alleine die Missionen machen muss und dann noch, gegen die gleichen Gegner-Horden antrete muss, die ich auch mit Teamkameraden hatte.

Vor allem, fast jede Mission endet mit Fahrstühlen und somit irgendwo in einem Gebäude, was wie jedes andere aussieht. Kurz gesagt: Schreckliches Missions - und Umgebungsdesign. Dann natürlich noch größtenteils unfaire Gegner, die sogar mit einem kleinen Strahl den Hulk unterbrechen können. Das heißt, jeder Charakter fühlt sich gleich mächtig an und das ist bei einem Superhelden-Spiel gar nicht geil. Ich hab von diesem Spiel mehr erwartet und wurde enttäuscht.

Nun weiß ich aber weshalb Games as a Service Titel so unbeliebt sind, das war mein erstes und mit Sicherheit mein letztes.

Dann kommt noch das ewige gegrinde, grinden schön und gut, aber wo sind die Glücksmomente? Ich hatte jedenfalls keine bisher, alle Drops fühlen sich ok an, aber nix besonderes und ständig beliebig. Das grinden ist außerdem schlimmer als WoW und Diablo zusammen und beide Titel spiele ich gerne.

Nein danke zu dem Spiel. Ich mag zwar die Entwickler und den Publisher aufgrund Sleeping Dogs und der Tomb Raider Reihe. Aber Avengers ist eine maßlose Enttäuschung und hat zurecht eine schlechte Wertung verdient. Mein Kumpel ist schon viel früher abgesprungen und der hat sich das nur wegen den Coop gekauft, der richtig Eintönig und langweilig ist.

Ich werde gucken ob ich mich noch durch den Singleplayer durchgequält bekomme, aber für mich ein klarer Fehlkauf im Jahr 2020. Schlimmer als Ubisoft Spiele sogar."

Genau so ist es.

Der Singleplayer ist das Tutorial für den Multiplayer.

Das fast das ganze Spiel eigentlich gut zusammen.

Das ist eigentlich das ganze Spiel :D 

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