Jump to content
PS4-Magazin auf allen Kanälen - Folge uns!
PS4-Magazin.de

GreyDaV

Members
  • Gesamte Inhalte

    1.683
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch


Reputationsaktivitäten

  1. Verwirrt
    GreyDaV reacted to Mr.Ash in Das "Was habt ihr euch zuletzt gekauft" Topic !   
    Da hat irgendwie die Bildfunktionnicht geklappt, also nochmals einen Versuch.
     

     
    Der DVDO iScan VP50 ist ein externer Videoprozessor für den Profi Bereich. Wozu braucht man sowas? Nun, bei heutigen HDTV's ist es so, dass diese über keine anlogen Videosanschlüsse verfügen, bzw. selbst wenn, das Bild eher bescheiden aussieht. Dafür verantwortlich sind die A/D Wandler, welche meist nur noch aus billig- Komponenten bestehen. Dazu kommt, dass viele heutige HDTV's einen langsamen Scaler verwenden der (wenn überhaupt) nur auf Qualität optimiert ist. Resultat ist ein massiver Input Lag wenn Siganle eingespiesen werden welche nicht der nativen Panelauflösung entsprechen.
     
    Hier kommt dann ein solcher Videoprozessor in's Spiel welcher diese Aufgabe übernimmt. Das Resultat ist eine spitzenmässige Skalierung, hochwertiges präzisions Deinterlacing von 480i/576i und 1080i Signalen, und das alles quasi Latenzfrei. Einen VP30 besitze ich übrigens schon seit dem Jahre 2006 (kostete damals um die 2500€), den VP50 habe ich mir nun für den zweiten Gameroom geholt.
     
    @Andy (Raptor__MUC)
    Im gegensatz zu dir verstehe ich nunmal was von Videoscaling, und das nicht erst seit PS4 Pro und Checkerboard Gedöns . Mit dem Thema befasse ich ich mich schon seit über einem Jahrzent.
  2. Haha
    GreyDaV reacted to Andy (Raptor__MUC) in Das "Was habt ihr euch zuletzt gekauft" Topic !   
    Topic: Sonnencreme für die kommenden 2 Wochen.
     
    Endlich Urlaub 
  3. Like
    GreyDaV reacted to RaviRashud in Stammtisch   
    Am Montag war’s soweit, er hat‘s in Hotel Mama nicht mehr ausgehalten und entschied sich knapp vier Wochen früher zu erscheinen. 
    Darf ich vorstellen, Leif. 
     


  4. Danke
    GreyDaV reacted to Heisenberg88 in The Last of Us: Part II - Abby-Sprecherin Laura Bailey mit Hass und Morddrohungen konfrontiert   
    Nein nein nein , absolut Nein. 
    Man muss nicht lernen mit sowas umzugehen. Das gehört nicht ins Internet oder sonst wo hin. Das hat auch nichts mit freier Meinung zu tun. Das persönliche Wohl sollte über allem stehen. Man darf seine Meinung sagen,  aber keine Morddrohungen. Das geht zu weit. 
    Ich weiß nicht , was bei dir abgeht und warum du so viele davon bekommst... Ist mir auch scheißegal. 
    Man sollte für das, was man sagt ,auch gerade stehen müssen! 
  5. Haha
    GreyDaV reacted to str1ker2k7 in Ghost of Tsushima - Action-Adventure erreicht Goldstatus und Brutalität des Titels bestätigt   
    Und ich komm nicht nach 😫 steck noch bei Uncharted 4 
  6. Danke
    GreyDaV got a reaction from Ritti1987 in The Last Of Us Part II - Sammelthread   
    Dumme Idioten was soll man dazu sagen.
  7. Verwirrt
    GreyDaV reacted to Starfey_ in The Last Of Us Part II - Sammelthread   
    Der menschliche Abschaum kennt keine Grenzen, Abbys Stimme bekommt Morddrohungen. 
     
  8. Danke
    GreyDaV reacted to Sienanntenihn Mücke in Welches Game habt ihr zuletzt durch gespielt?   
    The Last Of Us Part ll 
     
    10/10 und das Beste Spiel, dass ich jemals spielen durfte 🤯 Boa! 
  9. Like
    GreyDaV reacted to Roxas1997 in The Last Of Us Part II - Sammelthread   
    Für alle, die sich vielleicht noch zukünftig deswegen wundern: War bei mir auch so, liegt wohl an diesem ersten Kapitel selbst. Sobald man auf Patrouille geht, verschwinden die Tonprobleme. Ich vermute mal, diese hörbare Pause zwischen den Soundloops (sind also eigentlich keine wirklichen Tonaussetzer, man merkt einfach nur, dass der Loop von vorne beginnt für die Soundspur) durch die vielen NPCs verursacht wurde.
     
    Ansonsten - ich bin nach rund 40 Stunden (sic!) Spielzeit auch endlich durch, und wow - das Spiel war schwere Kost. Ein absolutes Meisterwerk, und einige Kommentare hier zum Storytelling und der Revolution, die ND in diesen Bereich reingebracht hat, kann ich nur so unterschreiben. Ich werde jetzt aber definitiv ein paar Tage und Diskussionen brauchen, um meine Gefühle zur Geschichte in diesem Spiel ausführlicher in Worte fassen zu können...
     
    Ansonsten:
     
    Das Spiel habe ich direkt auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt und bin auch echt froh darüber - gerade Bosskämpfe oder Herdenangriffe von Infizierten waren der pure Wahnsinn, so einen Nervenkitzel habe ich schon sehr lange nicht mehr verspürt - in Kombination mit der smoothen Steuerung, der brachialen und hochwertigen Soundkulisse und der exorbitanten Inszenierung musste ich einfach weinen vor Freude, so meisterhaft in Szene gesetzt wurden einzelne Gameplayabschnitte, wie 
    Deshalb würde ich echt behaupten: Dieses Spiel setzt wirklich die Messlatte für alle zukünftigen Projekte Sonys auf ein ganz neues Level, und mein minderwertiges Hirn kann sich noch gar nicht ausmalen, wie ND erst auf der PS5 abliefern wird. The Last of Us Part 2 ist technisch und von der Präsentation her wirklich eine geölte Maschine, da passt alles und alles greift perfekt ineinander. Ich ziehe meinen Hut vor ND ♥️
     
    Und ich mag es nochmals jeden ans Herz legen: Spielt auf einem hohen, am besten den höchsten Schwierigkeitsgrad. Nur so kann man die Anspannung in den Konflikten mit Menschen und Infizierten wirklich fühlen.
  10. Danke
    GreyDaV reacted to jBeatz in The Last Of Us Part II - Sammelthread   
    @Darkstar
     
    Direkt die Frage - aus Interesse - welche Figuren findest du unlogisch und wer agiert losgelöst von bekannten Wesenszügen? Gerne im Spoiler, damit hier keiner was lesen muss.
  11. Danke
    GreyDaV got a reaction from Bottlethrower in The Last Of Us Part II - Sammelthread   
    Ohne Beispiele verstehe ich nur Bahnhof...finde es bis dato ca 8std spielzeit mehr als gelungen in allen Bereichen.  Klar wünschen sich Leute Story technisch andere Sachen aber da machen sich ja auch Leute Gedanken die Ahnung haben und die ihren Job wohl ganz gut gemacht haben.
  12. Haha
    GreyDaV reacted to orbit1 in The Last Of Us Part II - Sammelthread   
    ...Postbote war Mittag da...ihren Ausweis bitte...Moment...wo issa denn...ich glaub es nicht...meine Frau hat alle meine Papiere in ihre Handtasche ....tja junger Mann ...dann morgen im Paketshop abholen....was für ein Honk bin ich denn....😱🤯🤬
  13. Like
  14. Danke
    GreyDaV reacted to Daniel Bubel in [Test] - Final Fantasy VII Remake   
    Im Jahr 1997 erschien mit Final Fantasy VII der siebte Ableger der vor allem in Japan populären JRPG-Reihe. Es war ein Spiel, das nicht nur im Laufe der Jahre eine große Menge heißblütiger Fans um sich scharen konnte, sondern auch eines, das viele Neuerungen für die Reihe bedeutete. So erschien das Spiel erstmals nicht mehr für ein Nintendo-System, sondern für Sonys PlayStation. Außerdem nutzte man vorgerenderte Hintergründe und 3D-Grafiken. Das sorgte in Kombination mit den für die damalige Zeit äußerst beeindruckenden CGI-Filmsequenzen, die das Spiel auf drei CDs streckten, für offene Münder und eine begeisterte Fachpresse.
     
    Rund 23 Jahre später hat die Begeisterung für das Spiel kaum nachgelassen und die epische Geschichte rund um den Ex-Soldaten Cloud Strife und die bunt zusammengewürfelte Widerstandsgruppe Avalanche ist wieder in aller Munde. Der Grund hierfür ist natürlich das von Square Enix entwickelte Final Fantasy VII Remake, das seit kurzem zeitlich exklusiv für die PlayStation 4 veröffentlicht wurde und das wir uns folgend mal etwas genauer anschauen werden.
     
     
     
    Zwei Seiten
     
    Doch bevor wir das tun, müssen wir einen Blick in unser Inneres werfen, sollten kurz verweilen und nachdenken. Wer das nicht möchte, springt zur nächsten Überschrift. Alle anderen lesen weiter. Worüber nachdenken? Nun, das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Aber ich versuche es dennoch. Da wäre einmal die Erwartungshaltung, die wir als Spieler oder Spielerin haben, wenn wir an ein Remake denken. Wie nah am Original muss es denn sein? Soll es lediglich eine angepasste 1:1-Version des urprünglichen Spiels sein, das den Schritt in Richtung aktueller Spiele geht, sich gerade so weit anzupassen versteht, dass es in Hinblick auf Gameplay und Erzählung nicht antiquiert wirkt. Oder darf es freier werden? Dürfen erzählerische Lücken geschlossen und vormals nur angedeutete Erzählstränge ausformuliert werden? Wie weit dürfen die Entwickler bei den spielerischen Anpassungen gehen? Daneben ist es natürlich auch wichtig zu wissen, ob man das Original überhaupt jemals gespielt hat, oder nicht. Und wenn ja, wann? Damals in Kinderschuhen steckend auf der originalen PlayStation, oder hat man es im Laufe der Jahre im Rahmen eines digitalen Re-Releases das erste Mal beendet?
     
    Diese Fragen sollte man nach Möglichkeit für sich selbst beantworten, weil diese Antworten einen anderen Blick auf das vorliegende Produkt gewährleisten könnten. Mit der Erwartungshaltung ist das nämlich immer so eine Sache, welche die Gewichtung auf einige oder alle Elemente eines Spiels - um nun doch langsam wieder die richtige Richtung für diesen Test einzuschlagen - komplett verändern kann. Der Grund, aus dem ich das einleitend erwähne, statt mich direkt auf die Beschreibung besagter Elemente zu stürzen, ist eben der, dass es gleichzeitig zwei Versionen dieses Tests gibt. Der eine, der im folgenden vorliegt, ist so objektiv, wie es einem Menschen nur möglich ist. Erzählung, Gameplay, Technik, Sound. Was funktioniert und was funktioniert nicht so gut?
     
    Der andere Test, der im folgenden ebenfalls vorliegt, wurde von einem Menschen geschrieben, der mit Final Fantasy VII das erste Mal tief in die Welt der JRPGs eintauchte und der von einigen Szenen noch heute, auf eine eigenartig melancholische und doch positive Art, leicht traumatisiert ist. Hinter den objektiv betrachtenden Augen des mitunter viel zu abgebrühten Erwachsenen sitzt eben auch ein in Nostalgie schwelgendes Kind, das sich diebisch auf das Final Fantasy VII Remake gefreut hat und potentielle Änderungen anders gewichtet. Beide werden zu Wort kommen.
     

     
    Nicht alles beim Alten...
     
    Selbstverständlich vermeide ich im folgenden Review alle handlungsspezifischen Spoiler, wenn ich über das Spiel schreibe. Dabei muss erwähnt werden, dass das Final Fantasy VII Remake keinesfalls das komplette Originalspiel nachbildet, sondern lediglich einen Teil dessen, die Eröffnung quasi, die damals gute fünf Stunden in Anspruch nahm. Es ist also eine erste Episode, die wir in diesem Remake zu Gesicht bekommen. Wie viele noch kommen werden, ist aktuell nicht bekannt. Und nichtsdestotrotz fühlt sich der Release wie ein komplett eigenständiges Spiel an. Das liegt einmal an der grafischen Darstellung des Titels, die sich natürlich weg von vorgerenderten Hintergründen und hin zu komplett begehbaren dreidimensionalen Umgebungen entwickelt hat. Laufwege, die 1997 wenige Sekunden in Anspruch nahmen, weil man sie aus der isometrischen Perspektive nachvollziehen konnte, führen einen nun  in einer Third Person-Ansicht durch mehrere verzweigte Gassen und Korridore.
     
    Nein, das Remake ist nicht per se freier als das ursprüngliche Spiel und es erwartet uns auch keine offen begehbare Spielwelt, aber alleine durch die Art der Fortbewegung und die realistischere Darstellung der Umgebung können die erwähnten Laufwege gefühlt doppelt oder auch dreimal so lang sein. Zudem wurden viele der bekannten Areale glaubwürdig ergänzt und erweitert. Fans des Originals erkennen die detailliert nachgebildeten Orte aus ihrem ersten Besuch natürlich wieder, müssen sich aber unter Umständen auch neu orientieren. Die Slums der beeindruckenden Metropole Midgard sind nun lebendiger und glaubwürdiger. Aus fünf Häusern, die auf einem Bildschirm Platz fanden wurde ein kleines Dorf, in dessen Ecken und Gassen so manche Geheimnisse darauf warten entdeckt zu werden. Es sind viele kleine Neuerungen, die an vielen der bekannten Orten Einzug halten, dass sich der Besuch nach so vielen Jahren zwar auf der einen Seite immer noch wie Heimkommen anfühlt, man aber auch bemerkt, dass die Zeit nicht stillgestanden ist.
     
    Natürlich bedeutet dies auch, dass sich die Charaktere nun nicht länger in wegklickbaren Sprechblasen Ausdruck verschaffen, sondern sich vollvertont in meist filmreif inszenierten Zwischensequenzen austauschen. Das erschafft auf der einen Seite sehr viel mehr Dynamik als es die rudimentär animierten Polygonmodelle im Jahr 1997 jemals gekonnt hätten, verändert aber im direkten Vergleich eben auch die Dauer dieser Sequenzen. Wo damals eine mit drei Punkten versehene Sprechblase "(...)" ausreichte, um eine Gesprächspause zu simulieren, schaltet man im Jahr 2020 die Kamera eben in eine musikalisch unterlegte Nahaufnahme, oder lässt sie über die Umgebung schweifen. Es ist eine konsequente Umsetzung des technischen Fortschritts, die dem Remake gerade narrativ, aber auch atmosphärisch auf jeden Fall mehr Tiefe verleiht. Und es verändert die Spielzeit eben auch enorm.
     

     
    ... und vieles neu
     
    Das alles hätte wohlgemerkt auch funktioniert, wenn Square Enix das ursprüngliche Spiel genommen und - vereinfacht ausgedrückt - in eine zeitgemäße Engine verpackt hätte. Aber das Final Fantasy VII Remake ist ein mutiges Projekt. Enorm mutig sogar, wenn man alle Veränderungen miteinbezieht. Denn es wurden eben nicht nur bestehende Dinge sinnvoll ergänzt oder eben etwas ausgeschmückt, um das Geamtkapitel Midgard runder erscheinen zu lassen, sondern es wurden auch neue Handlungsstränge hinzugefügt oder bestehende verändert, um sich besser in die Gesamtnarrative einfügen zu können. Gerade im neunten Kapitel des Spiels ist die Veränderung sehr stark spürbar, wenn man das legendäre Honeybee Inn besucht. Diese Veränderung ist indes absolut willkommen - zumindest meiner Meinung nach - da hier ein durchaus veraltetes Weltbild in die moderne Zeit übertragen wurde, ohne sich zu sehr lächerlich zu machen, gleichzeitig aber auch ohne die humorvolle Seite dieses Aufeinandertreffens aus den Augen zu verlieren.
     
    Andere Dinge sind komplett neu. Nebencharaktere wie die im Original sehr blassen Avalanche-Mitglieder und reine NPCs Jessie, Biggs und Wedge werden sehr viel besser ausgeleuchtet und dadurch greifbarer. Leider bleibt gerade Wedge der übergewichtige Comic-Relief, der er schon im Original war, unterm Strich fühlt sich die ausgearbeitete Charakterisierung aber authentischer und stimmiger an. In ihren besten Momenten wirken diese Veränderungen wahre Wunder. Selbst der nostalgischste Part von mir, der mitunter nahe am Puristen stand und den insgeheimen Wunsch hegte, Final Fantasy VII nochmals in "schön" zu erleben, musste anerkennend nicken und sich eingestehen, dass ein Remake eben auch die Möglichkeit bieten sollte, Dinge in ein neues Licht zu rücken.
     

     
    Das funktioniert aber leider nicht immer und einige Änderungen machen das Ursprungsmaterial kein bißchen besser, sondern im Gegenteil schlechter. Da wären Dungeons, die 1997 innerhalb weniger Minuten beendet werden konnten, Areale wie Kanalisationen und Tunnelabschnitte, die lediglich dazu dienten zwei Bildschirme miteinander zu verbinden. Diese wurden nun ebenfalls weiter ausgearbeitet und fühlen sich mitunter zu sehr gestreckt an. Das funktioniert mal besser wie in einem übernatürlich angehauchten Szenario mit Zügen, mal sehr viel schlechter, wie in erwähnter Kanalisation. Wer das Original kennt, wird sich zwangsläufig fragen, ob man aus so einem genretypischen Setting gleich einen knapp eine Stunde langen, monotonen Dungeon machen musste und  wer es nicht kennt ... wird sich vermutlich das gleiche fragen, machen wir uns mal nicht vor. Das gleiche gilt für die Nebencharaktere. Während es bei manchen eine wahre Freude ist, sie näher kennenzulernen, erwischt man sich bei den anderen bei der Frage, was einen all das überhaupt kümmern soll. Hier schafft die Regie leider nicht immer die Balance zwischen angemessen bis willkommen und aufgesetzt bis unglaubwürdig.
     
    Dann hätten wir noch die neuen Nebenmissionen, die man in größeren Arealen des Spiels nun annehmen und beenden kann. Diese strecken die Spielzeit selbstverständlich enorm und sind gewiss ein Beugen gegenüber des Fortschritts in der Welt der Videospiele, wo kein Rollenspiel wahrlich komplett zu sein scheint, wenn man sich nicht in optionalen Aufgaben verlieren kann. Aber sowohl qualitativ als auch inhaltlich scheinen sie nicht so ganz auf der Höhe der Zeit zu sein. Die Questgebenden NPCs wirken wie aus einer anderen Ära und die Aufgaben sind nur selten mehr als reine Hol- und Bring-, beziehungsweise Monstertötungs-Missionen. Es gibt sogar - so viel Spoiler muss nun sein - eine Quest, bei der man buchstäblich die Rattenplage ausmerzen muss, die dem Besitzer eines Ladens zusetzt. Wo andere Spiele solch eine Nebenmission zumindest  versuchen mit einem Augenzwinkern zu präsentieren, gehören sie im Final Fantasy VII Remake zum ernstgemeinten Repertoire angeblich sinniger Aufgaben.
     
    Gleiches gilt für die meisten Minispiele: Sie sind monoton, repetitiv und wirken genau wie einige der genannten Quests einfach deplatziert. Es ist, als hätte man eine Checkliste abgehakt, mit Dingen, von denen Square Enix ausgeht, dass sie in einem modernen Release nicht fehlen dürfen. Doch während die Nebenaufgaben dann zumindest spielerisch noch Spaß machen, kann ich das gleiche leider nicht über die Minispiele (mit Ausnahme von einem) sagen. Sie waren da, sie wurden gespielt und ebenso schnell wieder vergessen.
     

     
    Zwischen zwei Stühlen
     
    Eine der größten und auffälligsten Änderungen ist selbstverständlich das Kampfsystem des Spiels, das sich von den rundenbasierten Kämpfen des Originals weitestgehend verabschiedet und sich eher in Richtung von Echtzeitkämpfen bewegt. Allerdings geschieht das hier nicht in einem Maße wie beispielsweise in Kingdom Hearts oder gar Final Fantasy XV, sondern in Form eines liebevoll gestalteten Spagats zwischen Alt und Neu.
     
    Eindeutig vorbei sind die Zeiten von Zufallsbegegnungen, dank derer man - damals auch aus technischen Gründen - in einen separaten Bildschirm befördert wurde, um den Charakteren der eigenen Party abwechselnd Befehle zuraunen konnte, mit denen sie den oder die Gegner im Anschluss attackierten. Stattdessen sieht man die Gegner immer direkt im Bildschirm herumirren und wechselt direkt in den Kampfmodus. Dabei steuert man natürlich immer nur eine Figur und kann mit Viereck einen normalen Angriff mit der ausgerüsteten Waffe ausführen, während die Dreieck-Taste einen stärkeren Angriff triggert. Währenddessen bewegt man sich frei über den Bildschirm, kann mit R1 blocken und mit Kreis sogar ausweichen. Das ist zweifelsohne moderner, würde aber auch jeglichen Bezug zum Original vermissen lassen, hätte Square Enix es dabei belassen.
     
    Das haben sie zum Glück aber nicht, sondern geben den Spielern die Möglichkeit durch Drücken der X-Taste das Spiel soweit zu verlangsamen, dass man in Ruhe taktierend weitere Schritte auswählen kann. So können Fähigkeiten ausgewählt werden, die durch das dauerhafte Tragen von neuen Waffen erlernt werden, oder Zauber gewirkt werden, die durch das Koppeln von Substanzen mit besagten Waffen und anderen Ausrüstungsgegenständen ihren Weg ins übersichtliche Menü finden.
     
    Einzige Voraussetzungen sind entsprechend aufgefüllte Magiepunkte und ein voller ATB-Balken, ein Überbleibsel vergangener Zeiten, das sich mit der Zeit füllt, oder wenn man einen Gegner direkt attackiert. Durch einen Druck auf die Richtungstasten des Steuerkreuzes lassen sich die Charaktere wechseln, während ein Schnellzugriffsmenü es ermöglicht vorher ausgewählte Fähigkeiten sofort zu wirken. Eine weitere Dehnung dieses Spagats zwischen Echtzeit- und rundenbasiertem Kampfsystem ist die Möglichkeit durch Drücken der L2- oder R2-Taste den anderen am Kampf teilnehmenden Figuren Befehle zu erteilen und so die taktische Komponente auszunutzen.
     

     
    Zudem lassen sich viele Gegner in einen gestaggerten Zustand versetzen, in dem sie handlungsunfähig werden und man selbst mehr Schaden verursacht. Das ist gerade bei den zahlreichen Bossen absolut notwendig, aber auch bei den vielen Standard-Gegnern von Vorteil. Nur so lernt man mit den unterschiedlichen Stärken und Schwächen der Feinde umzugehen. Während man auf dem leichten Schwierigkeitsgrad gewiss auch mit Buttonsmashing seinen Weg finden wird, fordert schon der normale, dass man das Kampfsystem verinnerlicht.
     
    Es ist ein Spagat, der albern aussehen würde, hätte Square Enix ihn nicht so gekonnt umgesetzt. Ob das neue Kampfsystem nun besser oder schlechter ist, als das des Originalspiels, kann ich abschließend nicht beantworten. Es ist anders, neu und auch frischer. Und ohne den Ballast der nostalgisch verblendeten Brille betrachtet, ist es objektiv wohl auch das Beste "Echtzeit"-Kampfsystem, das die Japaner seit langer Zeit entwickelt haben.
     
    Die technische und die musikalische Seite der Medaille
     
    Grafisch ist Final Fantasy VII Remake wohl eines der bestaussehendsten JRPGs dieser Generation. Die Charaktermodelle sind ebenso wunderbar animiert wie detailliert - zumindest die der Haupt- und Nebenfiguren - und in den meisten Situationen gilt gleiches auch für die Umgebungsgrafiken. Denn technisch hat das Spiel noch immer einen leichten Schluckauf. Texturen werden manchmal viel zu spät, wenn überhaupt (!) nachgeladen und wirken so wie aus einer vergangenen Ära. Und während man sich in manchen Arealen von wundervoll inszenierten Licht- und Schattenspielen begeistert  zeigen wird, wirken andere unausgereift und beinahe lieblos präsentiert.
     
    Schlecht sieht das Remake zu keinem Zeitpunkt aus, es gibt sie aber leider, die zwei Seiten der Medaille. Ansonsten reagieren auch manche NPCs sehr spät darauf, dass man sie anspricht und die KI der Begleiter ist - wahrscheinlich um das neue Kampfsystem zu untersützen - gerade mal rudimentär vorhanden. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, funktioniert aber im Großen und Ganzen, weshalb das nicht der größte Kritikpunkt sein soll. Auf der PlayStation 4 Pro sah das spiel unterm Strich immer beeindruckend aus und lief flüssig. Spürbare Framerate-Einbrüche konnte ich nur selten wahrnehmen.
     
    Während die deutsche Übersetzung und vor allem die Synchronisation außerordentlich gut gelungen sind, können da Probleme mit der Lippensynchronizität störend auffallen. Ich für meinen Teil habe es in der nochmals etwas besseren englischen Fassung gespielt, da ich dort die Stimmen passender fand, aber auch auf Deutsch kann man den Titel vollends genießen.
     

     
    Wer eine gute Anlage - oder von mir aus auch Soundbar - hat, sollte im Übrigen die SFX- und die Dialoglautstärke des Spiels etwas herunterschrauben und die Musik auf voller Lautstärke lassen. Die Originalkompositionen von Final Fantasy VII sind für viele unvergessen und machen einen Großteil des Gefühls aus, das sie mit dem Rollenspiel verbinden. Das gilt auch für mich und so ist eine wahre Freude die neu arrangierten und etwas angepassten Versionen (meist durch orchestrale Inszenierung) aus den Lautsprechern zu hören. Das nostalgische Kind hinter meinen Augen sitzt natürlich in der Nähe der Ohren und ist gewillt, den Soundtrack des Remakes als einen der besten der letzten Jahre zu bezeichnen. Und der objektive Part ist gewillt dem zuzustimmen. Leider wirken die Übergange zwischen den Szenen nicht immer ganz sauber, wohl auch, weil sie das früher nicht waren, aber sobald sie das eigentliche Thema aufgreifen, entfalten sie ihre volle Wirkung. Es ist ein wundervoller Soundtrack, der in manchen Situationen Gänsehaut auszulösen vermag.
     
    Fazit
     
    Ich habe viele Jahre auf dieses Remake gewartet und wurde letzten Endes nicht enttäuscht. Ja, die Zukunft von Final Fantasy VII mag noch in den Sternen stehen, hat sich Square Enix immerhin noch nicht zu der Veröffentlichungsstrategie der Nachfolger geäußert. Aber auch so ist es ein in sich rundes Spiel, bei dem man sehr schnell zu merken beginnt, warum es wohl unmöglich gewesen wäre das komplette Original in dieser Form auf einmal zu veröffentlichen.
     
    Ja, es gibt einige Veränderungen und Erweiterungen - manche zum besseren, einige gewiss auch zum schlechteren. Und manche, die aus Spoiler-Gründen nicht genannt werden dürfen - und in einer besseren Welt teil eines eigenen Specials würden - beim Durchspielen aber letztlich dafür sorgen, dass man das Final Fantasy VII Remake mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet - um diese ausgelutschte Formulierung mal aufzugreifen. Man sieht nur einen Bruchteil dessen, was einen erwartet. Der Rest bleibt bis Square Enix das Schweigen beendet, noch eine Reise ins Ungewisse. Aber es war eine aufregende Reise!
     
    Welches Spiel das bessere ist, Final Fantasy VII aus dem Jahr 1997 oder das Remake aus dem Jahr 2020, kann ich abschließend nicht bestimmen - nicht für mich zumindest. Aber das muss ich auch nicht. Denn es gibt weiterhin das Original und es gibt das Remake. Zwei Spiele, die so vieles gemeinsam haben, dass man sie vergleichen muss, die sich aber mitunter soweit unterscheiden, dass man sie kaum noch vergleichen kann.
     
    Ich hatte vor vielen Jahren eine unvergessliche Erfahrung, als ich in die Rolle des Ex-Soldaten Cloud schlüpfte, der sich mehr oder weniger freiwillig Avalanche anschloss, einer Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Planeten ausbeutenden Konzern Shinra zu stürzen und dabei ein episches Abenteuer erlebten, das meinen jungen Verstand zu sprengen vermochte. Und ich hatte im Verlauf der letzten Wochen eine beinahe ebenso unvergessliche Erfahrung, unter den fast gleichen Voraussetzungen. Aber ich lernte Aerith und viele andere Figuren besser - und manchmal sogar neu kennen.
    Es waren knapp 36 Stunden, in denen ich eine vertraute Geschichte nochmals erlebte und gleichzeitig aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Ein mutiges Spiel, in vielerlei Hinsicht, das mich mit der Frage konfrontierte "Was erwartest du von einem Remake?". Ich kenne die Antwort nun für mich - und alleine das war es schon wert. Aber ich freue mich auf mehr.
     

  15. Like
    GreyDaV reacted to Tekks23 in Call of Duty: Modern Warfare - Die Eröffnungssequenz der dritten Season im Video   
    Der warzone Modus macht mir richtig spass, da zahl ich gern für ps plus. Bestes battle royale Spiel für mich, vor allem wegen den waffenstufen und tarnungen motiviert mich richtig. Aber den Multiplayer werd ich nicht kaufen der interessiert mich nicht.
  16. Like
    GreyDaV reacted to BlackMilk in Call of Duty: Modern Warfare - Battle Royale-Modus "Warzone" zählt nun schon 15 Mio. Spieler   
    Also meine, natürlich subjektive Meinung ist, das es verdammt gut ist!!! Sehr Smoothes gameplay und auch Solo macht es Spaß!! Bis jetzt hat das Zusammenspiel, mit den 2 random Partnern immer gut funktioniert!! Es ist langsamer wie normales CoD dafür aber taktischer!! Also ich bin bis jetzt begeistert und würde dem Game tatsächlich 90-93 von 100 geben!! Probier es einfach aus, ist sowieso F2P 👍
  17. Haha
    GreyDaV reacted to ak666mod in Der Fußball Talk   
  18. Haha
    GreyDaV got a reaction from Ritti1987 in [Umfrage] Kauft ihr euch die kommende Next-Gen-Konsole PlayStation 5 direkt zum Release?   
    Was Leute hier teilweise vermuten 😅😅😅😅👍
  19. Like
    GreyDaV reacted to joschi486 in Der Fußball Talk   
    tl;dr: Mein Rant gegen R.s Ansicht zur Fankultur und allgemein über die gestrigen Vorkommnisse. Als "Ultra" lieber ignorieren, konnte konträre Meinungen zur eigenen enthalten. 
     
     
    Jup, das ist es halt. Angefangen hat es meines Wissens 2008 mit einigen Holzkopf-"Fans" vom BVB, die 2008 das erste Mal die Fadenkreuz Banner in Hoffenheim hoch gehalten haben. Und seitdem dreht sich alles immer weiter, vor allem zwischen Hopp und den BVB Fans. Da keiner Nachgeben wollte ist das immer weiter eskaliert. 
     
    Die Lautsprecheraktion war dumm, noch dümmer war es vom DFB da nicht irgend eine Art von Strafe auszusprechen - soviel ich weiß wurde da alles fallen gelassen, wodurch sich die die Dortmunder Idiotenabteilung noch weiter angestachelt gefühlt hat. 
     
    Und jetzt mit Argument "das war ja eigentlich gegen den DFB gerichtet" daherwinseln ist absolut schwach. Hopp wurde explizit genannt, das ging wie immer auch wieder direkt gegen ihn. 
    Protest gegen den DFB könnte man ja auch direkt beim Verein ansprechen, konstruktive Proteste gemeinsam mit anderen Vereinsfans führen. Aber dann müssten die feigen Musc*** sich ja zu erkennen geben und können sich nicht in den anonymen Masse verstecken. 
     
    Wenn ich den Rittmeister als Hu***sohn bezeichnen würde, käme gleich riesen Gejammer, dass seine Mami das nicht verdient hat und blablabla. Bei anderen denen man im Grunde nur Erfolg und Geld neidet is es aber scheinbar ok und man gröhlt mit Freude wie der primitivste Holzkopf im Stadion rum. 
     
    Und ja, bei dem angesprochenen Rassismus, Homophobie und sonstigen Beleidigungen sollte durch Vereine und Medien auch so reagiert werden. Und aber auch aus der Fanszene, kann da nur den Aussagen von Rüdiger letztens zustimmen. Die anderen Fans um sowas herum sollten endlich die Eier haben und sowas melden,sonst sind sie keinen Deut besser. 
     
    Wenn das in Konsequenz heißt, Stehplätze abschaffen und ähnliche Meldesysteme per App wie in England  einzuführen, dann hilfts nicht. Schade um die Stehplätze, auf denen sich auch wahre Fans aufhalten und wirklich für Stimmung sorgen wollen. Aber irgendwie muss man dem Einhalt Gebieten können. 
    Das selbe mit den "Blankotickets" für Fanclubs, wenn dadurch diese Kultur begünstigt wird, tut es mir leid für die vielen wahren Fans, aber dann muss das System abgeschafft werden und jeder kommt nur noch personalisiert rein um bekannte Idioten leichter draußen halten zu können. 
     
    Ich weiß um die Leidenschaft für den eigenen Verein, die vor allem im Ruhrpott vorherrscht und ich bewundere diese Hingabe auch zum Teil. Aber das hier hat nichts damit zu tun, das ist einfach Assi verhalten unter dem Deckmantel der Anonymität. 
     
    @Pazzo kannst ja gern die "bis Mittag denkenden Mitläufer" wie mich mal aufklären, was das "große Ganze" hier denn sein soll, das ich unfähigerweise scheinbar nicht erkenne. Der Protest gegen den DFB kann's ja nicht sein, Hopp hat meines Wissens mit dem DFB direkt nichts zu tun.
  20. Danke
    GreyDaV got a reaction from joschi486 in Der Fußball Talk   
    Und wer diese Beleidigung rechtfertigt der hat die gleiche Mutter 🤷‍♂️
  21. Danke
    GreyDaV got a reaction from Osendorfer in Der Fußball Talk   
    Und wer diese Beleidigung rechtfertigt der hat die gleiche Mutter 🤷‍♂️
  22. Danke
    GreyDaV got a reaction from Osendorfer in Der Fußball Talk   
    Naja bin bei vielen Punkten dabei aber was die Mutter damit zu tun hat muss man nicht verstehen.  Sorry aber das ist einfach dumm. Proteste kann man auch mit etwas mehr Witz und klevernis veranstalten.  
  23. Like
    GreyDaV reacted to Pazzo in Der Fußball Talk   
    Geiles Spiel! Genau so musste das laufen. Das Ding ist auf jeden Fall durch. Da kann man ruhig mal Spielern wie Zirkzee die Chance geben.
     
    Und nennt mir einen geileren LV als Davies! Was ein geiler Macker!
  24. Haha
    GreyDaV reacted to imhoep in Autobahnpolizei Simulator 2 - Ab sofort für PlayStation 4 erhältlich   
    Perfekt als Geschenk für jemanden den man nicht mag 😋
  25. Like
    GreyDaV reacted to Pazzo in Der Fußball Talk   
    Wird auf jeden Fall mal Zeit, dass da aufgeräumt wird. Weitere Vereine dürfen da gerne auch bald betroffen sein, damit der Wettbewerb (wieder) fair wird!
    Aber mal abwarten, am Ende wird die Sperre sowieso aufgehoben und City braucht nur die Geldstrafe zahlen...
×
×
  • Neu erstellen...